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BASF, Tesla, BYD & Co: Antrieb für die Elektromobilität (Christoph Scherbaum)

Autor:
Christoph Scherbaum

Die Börsenblogger ist das einfache und direkte Sprachrohr von Journalisten und deren Kollegen, die teils schon mit jahrzehntelanger Arbeits- und Börsenerfahrung aufwarten können. Auch als professionelle Marktteilnehmer. Letztlich sind wir alle Börsenfans. Aber wir vertreten in diesem Blog auch eine ganz simple Philosophie: Wir wollen unabhängig von irgendwelchen Analysten, Bankexperten oder Gurus schreiben, was wir zum aktuellen (Börsen-)Geschehen denken, was uns beschäftigt. Das kommt Ihnen, dem Leser, zu Gute.

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16.12.2017, 8402 Zeichen

Die Elektrifizierung des Automobils schreitet unaufhaltsam voran. Gleichzeitig machen Erneuerbare Energien einen immer größeren Teil unserer Energieversorgung aus. Gründe, warum die Menschheit deutlich mehr und vor allem stärkere Batterien benötigt. Ein Trend, von dem immer mehr Unternehmen profitieren möchten.

Wo all diese Batterien herkommen sollen…

Die Automobilbranche befindet sich im Umbruch. In einigen Jahren sollen menschliche Fahrer überflüssig sein. Das autonome Fahren macht Fortschritte. Darüber hinaus nimmt die Vernetzung des Automobils Überhand. Große Datenmengen werden gesammelt und ausgewertet. Das Hauptthema ist jedoch die Elektromobilität. Nicht erst seit dem Abgas-Skandal rund um Volkswagen und den Diskussionen um die Stickoxidbelastung in deutschen Städten sowie den möglicherweise bald anstehenden Fahrverboten für Diesel-Fahrzeuge. Vor allem einem Unternehmen haben wir es zu verdanken, dass das Thema Elektroautos in den Mittelpunkt gerückt ist. Der kalifornische E-Auto-Pionier Tesla (WKN: A1CX3T / ISIN: US88160R1014) versucht sich mit aller Macht, in der Riege der etablierten Automobilkonzerne zu breitzumachen. Auch dank des charismatischen Chefs und Gründers von Tesla, Elon Musk, gelingt dies immer besser. Obwohl Tesla mit knapp 80.000 verkauften Autos im Jahr 2016 lediglich zu den Nischenherstellern in der Autobranche zählte, kommt das Unternehmen bereits heute auf eine weitaus höhere Bewertung an der Börse als viele etablierte Konzerne, die Jahr für Jahr Millionen von Autos absetzen. Dies zeigt, welches Potenzial Tesla und der Elektroautoindustrie beigemessen wird.

Es ist jedoch nicht nur rund um die Elektroautomobilindustrie so eine Art Goldgräberstimmung entstanden. Lange Zeit hatten die Autokonzerne das Thema E-Mobilität als Nische abgetan. Inzwischen haben sie jedoch die Zeichen der Zeit erkannt und enorme Investitionspläne aufgelegt. Allein Volkswagen will bis 2025 80 neue Elektrofahrzeuge (50 reine E-Fahrzeuge und 30 Plug-In-Hybride) auf den Markt bringen. Bis spätestens 2030 wollen die Wolfsburger ihr gesamtes Modellportfolio durchgängig elektrifizieren. Da stellt sich natürlich die Frage, woher sollen die entsprechenden Batterien für all diese Autos herkommen? Zumal es zu bedenken gilt, Wind, Solar und andere erneuerbare Energielieferanten sind auf dem Vormarsch. Da sie nicht durchgängig Energie liefern, müssen entsprechende Speichertechnologien entwickelt werden. Schon heute fragt man sich, woher die Rohstoffe für die Batterieherstellung kommen sollen. Ihre Knappheit macht sie entsprechend wertvoll. Metalle wie Graphit, Lithium, Nickel, Mangan und Kobalt kommen beispielswiese zum Einsatz. Sie sind jedoch nicht die einzigen. Außerdem wird eine „Gigafactory“ von Tesla nicht ausreichen. Es müssen viele „Gigafactories“ hinzukommen.

BASF liefert Kathodenmaterialien

Der Chemiekonzern BASF (WKN: BASF11 / ISIN: DE000BASF111) möchte sein Öl- und Gasgeschäft Wintershall mit dem Branchenkonkurrenten Dea zusammenführen. Mit Wintershall Dea soll eines der größten unabhängigen europäischen Explorations- und Produktionsunternehmen entstehen. Anfangs sollen die Ludwigshafener 67 der Anteile an dem Joint Venture halten, später ist ein Börsengang geplant. BASF kann dabei fast nur gewinnen. Sollten sich die Ölpreise erholen, profitiert der DAX-Konzern von seiner Beteiligung an Wintershall Dea. Andererseits bietet sich die Gelegenheit, aus dem volatilen und angesichts der weiterhin niedrigen Rohölnotierungen nicht mehr ganz so profitablen Öl- und Gasgeschäft auszusteigen.

BASF-Chart: boerse-frankfurt.de

BASF hat ohnehin einen anderen Markt im Blick. Der Chemiekonzern macht bereits heute gute Geschäfte mit der Autoindustrie. Natürlich will man nun auch von der Elektromobilität profitieren. BASF will in großem Stil Kathodenmaterialien bauen. Diese werden wiederum in Lithium-Ionen-Batterien eingesetzt. Mitte dieses Jahres wurde der Bau eines neuen Werkes für Batteriechemikalien für bis zu 400 Mio. Euro in Europa angekündigt. In Japan hat man sich bereits mit dem Konzern Toda zusammengetan, um Kathodenmaterialien für Lithium-Ionen-Batterien in Japan anzubieten. Auch wenn dieser Geschäftszweig für BASF heute noch relativ klein ist, birgt er doch enormes Potenzial.


Wer daher gehebelt von Kurssteigerungen der BASF-Aktie profitieren möchte, setzt beispielsweise auf entsprechende Hebelprodukte, wie diesen Long Mini Future (WKN: VN5G7M / ISIN: DE000VN5G7M2). Für Shorties existieren ebenfalls genügend passende Produkte, wie dieser Mini Future (WKN: VL5QGK / ISIN: DE000VL5QGK0).


Norilsk Nickel beliefet nicht nur BASF

Um seine großen Pläne als Lieferant von Materialien für die Autobatterie-Industrie verwirklichen zu können, benötigt BASF Hilfe. In diesem Fall soll der russische Konzern Norilsk Nickel (WKN: A140M9 / ISIN: US55315J1025), der bereits heute mit den Ludwigshafenern erfolgreich zusammenarbeitet, die für die Kathodenproduktion benötigten Rohstoffe Nickel und Kobalt liefern. Dabei ist Norilsk Nickel alles andere als ein kleiner Fisch. Das Unternehmen ist der größte Produzent von Nickel und Palladium. In der Platin-, Kupfer- oder Kobaltproduktion ist man ebenfalls führend.

Norilsk-Nickel-Chart: boerse-frankfurt.de

Auch in der Produktion von Gold, Silber und vielen anderen Rohstoffen ist das Unternehmen, das auch an der Nasdaq gelistet ist, kein Unbekannter. Angesichts der Masse an benötigten Rohstoffen für die Batterieproduktion, dürfte sich Norilsk Nickel die Hände reiben. Zumal nicht nur BASF jede Menge Rohstoffe für die Batterieherstellung benötigen dürfte. In den vergangenen rund zwei Jahren konnte sich die Norilsk-Nickel-Aktie auch dank solcher Aussichten in etwa verdoppeln. In diesem Jahr nahm die Kursrallye sogar an Fahrt auf, genauso wie der Ruf nach verschiedenen im Bereich der Elektromobilität gebrauchten Materialien lauter geworden ist.

Albemarle und das Lithium-Geschäft

Tesla hat gerade mit dem Bau und der Auslieferung des „Model 3“ begonnen. Für den kalifornischen Elektrowagenbauer soll das rund 35.000 US-Dollar teure Auto der Einstieg in den Massenmarkt sein. Die Elektroautoindustrie soll endgültig aus der Nische herausgebracht werden. Entsprechend steigt der Bedarf an Lithium-Ionen-Batterien. Wie gut für ein Unternehmen wie den US-Spezialchemiekonzern Albemarle (WKN: 890167 / ISIN: US0126531013), der einen großen Teil des weltweiten Lithium-Geschäfts kontrolliert. Zuletzt war es gerade das Lithium-Geschäft, das die Ergebnisse bei Albemarle ankurbelte.

Albemarle-Chart: boerse-frankfurt.de

Trotz der negativen Auswirkungen des Hurrikans „Harvey“ konnten somit im dritten Quartal 2017 die Umsatzerlöse um 15 Prozent gesteigert werden, während das bereinigte EBITDA um 11 Prozent anstieg und der bereinigte Gewinn je Aktie sogar um 19 Prozent nach oben geschraubt werden konnte. Wenig überraschend, dass sich angesichts solcher Zahlen und vor allem Geschäftsaussichten auch die Albemarle-Aktie sehr gut entwickelt hat. In den vergangenen zwei Jahren hat sich der Kurs fast verdreifacht. Darüber hinaus zahlt das in Charlotte, North Carolina, beheimatete Unternehmen seinen Anteilseignern seit mehr als 20 Jahren regelmäßig eine Dividende aus.

Heimspiel für BYD

Wenn die US-Investorenlegende Warren Buffett in ein Unternehmen investiert, gilt dies an den Finanzmärkten gewissermaßen als Qualitätssiegel. In diesem Fall setzt das „Orakel von Omaha“ ebenfalls auf das Thema Elektromobilität. Allerdings nicht auf Tesla, sondern auf den chinesischen Konzern BYD (WKN: A0M4W9 / ISIN: CNE100000296). Mit mehr als 100.000 verkauften Elektroautos hat dieser Tesla im vergangenen Jahr ohnehin ausgestochen. BYD möchte gleich doppelt von der Elektromobilität profitieren. Das Unternehmen betätigt sich nicht nur als Autobauer, sondern auch als Batteriehersteller.

BYD-Chart: boerse-frankfurt.de

Als chinesisches Unternehmen genießt BYD zudem einen Vorteil auf dem heimischen Markt. Bereits heute ist der wichtigste Automarkt der Welt in China zu finden. Außerdem baut die Zentralregierung die Erneuerbaren Energien enorm aus, genauso wie den Bereich Elektromobilität. Nachdem die voranschreitende Industrialisierung der Wirtschaft die chinesischen Städte verpestete, geht es nun an eine grünere Zukunft. Elektrisch angetriebene Autos, die wiederum mit Hilfe Erneuerbarer Energien erzeugten Strom beziehen, sind ein Teil der Vision. BYD soll Teil dieser Vision sein, was letztlich für Anlegerfantasien sorgt.


(16.12.2017)

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    Die Elektrifizierung des Automobils schreitet unaufhaltsam voran. Gleichzeitig machen Erneuerbare Energien einen immer größeren Teil unserer Energieversorgung aus. Gründe, warum die Menschheit deutlich mehr und vor allem stärkere Batterien benötigt. Ein Trend, von dem immer mehr Unternehmen profitieren möchten.

    Wo all diese Batterien herkommen sollen…

    Die Automobilbranche befindet sich im Umbruch. In einigen Jahren sollen menschliche Fahrer überflüssig sein. Das autonome Fahren macht Fortschritte. Darüber hinaus nimmt die Vernetzung des Automobils Überhand. Große Datenmengen werden gesammelt und ausgewertet. Das Hauptthema ist jedoch die Elektromobilität. Nicht erst seit dem Abgas-Skandal rund um Volkswagen und den Diskussionen um die Stickoxidbelastung in deutschen Städten sowie den möglicherweise bald anstehenden Fahrverboten für Diesel-Fahrzeuge. Vor allem einem Unternehmen haben wir es zu verdanken, dass das Thema Elektroautos in den Mittelpunkt gerückt ist. Der kalifornische E-Auto-Pionier Tesla (WKN: A1CX3T / ISIN: US88160R1014) versucht sich mit aller Macht, in der Riege der etablierten Automobilkonzerne zu breitzumachen. Auch dank des charismatischen Chefs und Gründers von Tesla, Elon Musk, gelingt dies immer besser. Obwohl Tesla mit knapp 80.000 verkauften Autos im Jahr 2016 lediglich zu den Nischenherstellern in der Autobranche zählte, kommt das Unternehmen bereits heute auf eine weitaus höhere Bewertung an der Börse als viele etablierte Konzerne, die Jahr für Jahr Millionen von Autos absetzen. Dies zeigt, welches Potenzial Tesla und der Elektroautoindustrie beigemessen wird.

    Es ist jedoch nicht nur rund um die Elektroautomobilindustrie so eine Art Goldgräberstimmung entstanden. Lange Zeit hatten die Autokonzerne das Thema E-Mobilität als Nische abgetan. Inzwischen haben sie jedoch die Zeichen der Zeit erkannt und enorme Investitionspläne aufgelegt. Allein Volkswagen will bis 2025 80 neue Elektrofahrzeuge (50 reine E-Fahrzeuge und 30 Plug-In-Hybride) auf den Markt bringen. Bis spätestens 2030 wollen die Wolfsburger ihr gesamtes Modellportfolio durchgängig elektrifizieren. Da stellt sich natürlich die Frage, woher sollen die entsprechenden Batterien für all diese Autos herkommen? Zumal es zu bedenken gilt, Wind, Solar und andere erneuerbare Energielieferanten sind auf dem Vormarsch. Da sie nicht durchgängig Energie liefern, müssen entsprechende Speichertechnologien entwickelt werden. Schon heute fragt man sich, woher die Rohstoffe für die Batterieherstellung kommen sollen. Ihre Knappheit macht sie entsprechend wertvoll. Metalle wie Graphit, Lithium, Nickel, Mangan und Kobalt kommen beispielswiese zum Einsatz. Sie sind jedoch nicht die einzigen. Außerdem wird eine „Gigafactory“ von Tesla nicht ausreichen. Es müssen viele „Gigafactories“ hinzukommen.

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    Der Chemiekonzern BASF (WKN: BASF11 / ISIN: DE000BASF111) möchte sein Öl- und Gasgeschäft Wintershall mit dem Branchenkonkurrenten Dea zusammenführen. Mit Wintershall Dea soll eines der größten unabhängigen europäischen Explorations- und Produktionsunternehmen entstehen. Anfangs sollen die Ludwigshafener 67 der Anteile an dem Joint Venture halten, später ist ein Börsengang geplant. BASF kann dabei fast nur gewinnen. Sollten sich die Ölpreise erholen, profitiert der DAX-Konzern von seiner Beteiligung an Wintershall Dea. Andererseits bietet sich die Gelegenheit, aus dem volatilen und angesichts der weiterhin niedrigen Rohölnotierungen nicht mehr ganz so profitablen Öl- und Gasgeschäft auszusteigen.

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    BASF hat ohnehin einen anderen Markt im Blick. Der Chemiekonzern macht bereits heute gute Geschäfte mit der Autoindustrie. Natürlich will man nun auch von der Elektromobilität profitieren. BASF will in großem Stil Kathodenmaterialien bauen. Diese werden wiederum in Lithium-Ionen-Batterien eingesetzt. Mitte dieses Jahres wurde der Bau eines neuen Werkes für Batteriechemikalien für bis zu 400 Mio. Euro in Europa angekündigt. In Japan hat man sich bereits mit dem Konzern Toda zusammengetan, um Kathodenmaterialien für Lithium-Ionen-Batterien in Japan anzubieten. Auch wenn dieser Geschäftszweig für BASF heute noch relativ klein ist, birgt er doch enormes Potenzial.


    Wer daher gehebelt von Kurssteigerungen der BASF-Aktie profitieren möchte, setzt beispielsweise auf entsprechende Hebelprodukte, wie diesen Long Mini Future (WKN: VN5G7M / ISIN: DE000VN5G7M2). Für Shorties existieren ebenfalls genügend passende Produkte, wie dieser Mini Future (WKN: VL5QGK / ISIN: DE000VL5QGK0).


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    Auch in der Produktion von Gold, Silber und vielen anderen Rohstoffen ist das Unternehmen, das auch an der Nasdaq gelistet ist, kein Unbekannter. Angesichts der Masse an benötigten Rohstoffen für die Batterieproduktion, dürfte sich Norilsk Nickel die Hände reiben. Zumal nicht nur BASF jede Menge Rohstoffe für die Batterieherstellung benötigen dürfte. In den vergangenen rund zwei Jahren konnte sich die Norilsk-Nickel-Aktie auch dank solcher Aussichten in etwa verdoppeln. In diesem Jahr nahm die Kursrallye sogar an Fahrt auf, genauso wie der Ruf nach verschiedenen im Bereich der Elektromobilität gebrauchten Materialien lauter geworden ist.

    Albemarle und das Lithium-Geschäft

    Tesla hat gerade mit dem Bau und der Auslieferung des „Model 3“ begonnen. Für den kalifornischen Elektrowagenbauer soll das rund 35.000 US-Dollar teure Auto der Einstieg in den Massenmarkt sein. Die Elektroautoindustrie soll endgültig aus der Nische herausgebracht werden. Entsprechend steigt der Bedarf an Lithium-Ionen-Batterien. Wie gut für ein Unternehmen wie den US-Spezialchemiekonzern Albemarle (WKN: 890167 / ISIN: US0126531013), der einen großen Teil des weltweiten Lithium-Geschäfts kontrolliert. Zuletzt war es gerade das Lithium-Geschäft, das die Ergebnisse bei Albemarle ankurbelte.

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    Trotz der negativen Auswirkungen des Hurrikans „Harvey“ konnten somit im dritten Quartal 2017 die Umsatzerlöse um 15 Prozent gesteigert werden, während das bereinigte EBITDA um 11 Prozent anstieg und der bereinigte Gewinn je Aktie sogar um 19 Prozent nach oben geschraubt werden konnte. Wenig überraschend, dass sich angesichts solcher Zahlen und vor allem Geschäftsaussichten auch die Albemarle-Aktie sehr gut entwickelt hat. In den vergangenen zwei Jahren hat sich der Kurs fast verdreifacht. Darüber hinaus zahlt das in Charlotte, North Carolina, beheimatete Unternehmen seinen Anteilseignern seit mehr als 20 Jahren regelmäßig eine Dividende aus.

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