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Inbox: Trotz hoher Bewertungen - Private Equity-Branche erwartet heuer mehr Transaktionen


23.02.2018

Zugemailt von / gefunden bei: Roland Berger (BSN-Hinweis: Lauftext im Original des Aussenders, Titel (immer) und Bebilderung (oft) durch boerse-social.com aus dem Fotoarchiv von photaq.com)

Die Private-Equity-Branche erwartet 2018 mehr M&A-Transaktionen durch Private Equity (PE)-Gesellschaften als im Vorjahr. Positive Konjunkturaussichten wiegen dabei wirtschaftspolitische Unsicherheiten wie zum Beispiel die schleppenden Brexit-Verhandlungen auf. Zu diesem Schluss kommt der neue "European Private Equity Outlook 2018", für den Roland Berger europaweit Private-Equity-Experten befragt hat. Attraktive Branchen für M&A mit PE-Beteiligung sind vor allem Pharma und Healthcare, Business Services & Logistics sowie Technologie und Medien. Dabei steigt auch das Interesse chinesischer Investoren, die von einem großen Heimatmarkt und guten Finanzierungsbedingungen profitieren können.

"Die Stimmung in der PE-Branche ist insgesamt gut, auch wenn auf dem wichtigsten M&A-Markt Großbritannien die Unsicherheit durch die schleppenden Brexit-Verhandlungen anhält", erklärt Sascha Haghani, CEO für die DACH-Region und Head of Restructuring & Corporate Finance von Roland Berger.

"Obwohl die Unternehmensbewertungen schon im vergangenen Jahr teilweise sehr hoch waren, suchen die Fonds weiterhin nach attraktiven Übernahmekandidaten", sagt Christof Huth, Partner und Leiter des Investor Support-Teams von Roland Berger. "Durch das niedrige Zinsniveau können Firmenübernahmen leichter mit Fremdkapital finanziert werden."

Das stärkste Wachstum der PE-Aktivität in Europa erwarten die befragten Experten in Frankreich. Grund dafür ist das wirtschaftsfreundlichere Klima des Landes. Auch für Spanien und Portugal wird ein hohes Wachstum erwartet, wobei hier vor allem Nachholeffekte wirken. Dagegen nehmen Griechenland und Großbritannien, das weiterhin unter der Brexit-Unsicherheit leidet, die beiden letzten Plätze im Länderranking ein. Die PE-Aktivitäten in Deutschland dürften 2018 moderat zunehmen, wobei der deutsche Markt bereits von einem hohen Transaktionsniveau ausgeht.

Als besonders attraktive Branchen nennen 80 Prozent der Befragten Pharma und Healthcare, gefolgt von Business Services & Logistics (75%) sowie Technologie und Medien (74%). Weniger Akquisitionen erwarten sie hingegen in der Energiebranche (16%), der Bauindustrie (14%) und der Automobilindustrie (11%). "Stabile und oft konjunkturresistente Geschäftsmodelle wie bei Pharma- und Healthcare-Unternehmen sind aktuell sehr gefragt", erklärt Huth. "Auch Technologiefirmen sind beliebte Übernahmekandidaten."

Tendenziell liegt jedoch der Schwerpunkt der PE-Gesellschaften dieses Jahr eher bei Desinvestitionen als bei weiteren Akquisitionen: So hat der Verkauf existierender Beteiligungen (30%) im Gegensatz zu den Vorjahren oberste Priorität noch vor Neuinvestitionen (25%) und der Weiterentwicklung von Portfoliounternehmen (22%). Die Vermutung liegt nah, dass ein wichtiger Grund für die Priorität der Desinvestitionen im aktuell hohen Bewertungsniveau liegt; so stellen 93 Prozent der Befragten eine gewisse Überbewertung bei Unternehmenspreisen fest.

Als Akquisitionsziele nennen die Befragten an erster Stelle Mehrheitsbeteiligungen an Familienunternehmen (58%), gefolgt von Unternehmen, die bereits im Besitz eines PE-Fonds sind, sogenannte Secondary Buyouts (54%). Was die Größe der Übernahmen betrifft, werden die meisten Deals auch in diesem Jahr im Small Cap- (unter 100 Millionen Euro) und Mid Cap-Segment (bis 500 Millionen Euro) erwartet.

Chinesische Investoren kaufen weiter zu

Chinesische Investoren treten in den vergangenen Jahren verstärkt als Käufer auf und sind dabei in vielen Branchen gerne gesehen. "Viele Unternehmen, vor allem kleine und mittelgroße, haben nur einen sehr limitierten Zugang zum wichtigen Absatzmarkt China", sagt Christof Huth. "Ein chinesischer Investor, der dort die Türen öffnet, kann dabei sehr hilfreich sein."

Sehr gefragt bei chinesischen Investoren sind Unternehmen aus der Investitionsgüterbranche und dem Maschinenbau (19%), der Technologie-und Medienbranche (17%) und gerade auch der Automobilbranche (14%), wo es im vergangenen Jahr bereits mehrere namhafte Akquisitionen mit chinesischer Beteiligung gab.

Über zwei Drittel der PE-Experten glauben, dass sich das Geschäftsmodell der PE-Branche mehr in Richtung aktives Portfoliomanagement verändern wird. "Wer einen Mehrwert in seinen Portfoliounternehmen schaffen will, der muss sich an wichtigen Entscheidungen aktiv beteiligen - das haben Investoren schon längst erkannt", erklärt Sascha Haghani.

Um den Wert der Beteiligungen zu steigern, planen deshalb 22 Prozent zusätzliche Akquisitionen (Add-ons); 20 Prozent setzen auf Projekte im Bereich Digitalisierung/Industrie 4.0. "Gerade die Digitalisierung wird deutlich häufiger als Aktivitätsfeld genannt als in der Vergangenheit", sagt Haghani. "Das zeigt, dass dieses Thema auch bei PE-Gesellschaften immer relevanter wird."

Immo, Immobilie, Handschlag, Handshake, Deal, OK, Geschäft, Abschluss, Hände (Bild: Pixabay/geralt https://pixabay.com/de/hände-händeschütteln-unternehmen-1063442/ )



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(BSN-Hinweis: Lauftext im Original des Aussenders, Titel (immer) und Bebilderung (oft) durch boerse-social.com aus dem Fotoarchiv von photaq.com)

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    "Die Stimmung in der PE-Branche ist insgesamt gut, auch wenn auf dem wichtigsten M&A-Markt Großbritannien die Unsicherheit durch die schleppenden Brexit-Verhandlungen anhält", erklärt Sascha Haghani, CEO für die DACH-Region und Head of Restructuring & Corporate Finance von Roland Berger.

    "Obwohl die Unternehmensbewertungen schon im vergangenen Jahr teilweise sehr hoch waren, suchen die Fonds weiterhin nach attraktiven Übernahmekandidaten", sagt Christof Huth, Partner und Leiter des Investor Support-Teams von Roland Berger. "Durch das niedrige Zinsniveau können Firmenübernahmen leichter mit Fremdkapital finanziert werden."

    Das stärkste Wachstum der PE-Aktivität in Europa erwarten die befragten Experten in Frankreich. Grund dafür ist das wirtschaftsfreundlichere Klima des Landes. Auch für Spanien und Portugal wird ein hohes Wachstum erwartet, wobei hier vor allem Nachholeffekte wirken. Dagegen nehmen Griechenland und Großbritannien, das weiterhin unter der Brexit-Unsicherheit leidet, die beiden letzten Plätze im Länderranking ein. Die PE-Aktivitäten in Deutschland dürften 2018 moderat zunehmen, wobei der deutsche Markt bereits von einem hohen Transaktionsniveau ausgeht.

    Als besonders attraktive Branchen nennen 80 Prozent der Befragten Pharma und Healthcare, gefolgt von Business Services & Logistics (75%) sowie Technologie und Medien (74%). Weniger Akquisitionen erwarten sie hingegen in der Energiebranche (16%), der Bauindustrie (14%) und der Automobilindustrie (11%). "Stabile und oft konjunkturresistente Geschäftsmodelle wie bei Pharma- und Healthcare-Unternehmen sind aktuell sehr gefragt", erklärt Huth. "Auch Technologiefirmen sind beliebte Übernahmekandidaten."

    Tendenziell liegt jedoch der Schwerpunkt der PE-Gesellschaften dieses Jahr eher bei Desinvestitionen als bei weiteren Akquisitionen: So hat der Verkauf existierender Beteiligungen (30%) im Gegensatz zu den Vorjahren oberste Priorität noch vor Neuinvestitionen (25%) und der Weiterentwicklung von Portfoliounternehmen (22%). Die Vermutung liegt nah, dass ein wichtiger Grund für die Priorität der Desinvestitionen im aktuell hohen Bewertungsniveau liegt; so stellen 93 Prozent der Befragten eine gewisse Überbewertung bei Unternehmenspreisen fest.

    Als Akquisitionsziele nennen die Befragten an erster Stelle Mehrheitsbeteiligungen an Familienunternehmen (58%), gefolgt von Unternehmen, die bereits im Besitz eines PE-Fonds sind, sogenannte Secondary Buyouts (54%). Was die Größe der Übernahmen betrifft, werden die meisten Deals auch in diesem Jahr im Small Cap- (unter 100 Millionen Euro) und Mid Cap-Segment (bis 500 Millionen Euro) erwartet.

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    Chinesische Investoren treten in den vergangenen Jahren verstärkt als Käufer auf und sind dabei in vielen Branchen gerne gesehen. "Viele Unternehmen, vor allem kleine und mittelgroße, haben nur einen sehr limitierten Zugang zum wichtigen Absatzmarkt China", sagt Christof Huth. "Ein chinesischer Investor, der dort die Türen öffnet, kann dabei sehr hilfreich sein."

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