13.03.2018, 3871 Zeichen
Aus dem Börsenbrief im Sinne des Börse Social Network Club. http://www.boerse-social.com/gabb
Wiener Linien verkaufen ungültige Fahrscheine. Endlich ist es wärmer. Weil es ist auch diesen Winter wieder passiert, genauso wie im vorigen: dass sich die Fahrscheinautomaten bei Kälte "verziehen", wie es mir ein Mitarbeiter der Wiener Linien erklärt hat, als ich mich wegen des unübersehbaren Aufdrucks "GILT NICHT ALS FAHRSCHEIN !" auf meinem ganz legal um viel Geld erworbenen Fahrschein an ihn gewandt habe. Der nette Herr hat mir den einen Fehldruck gegen einen gültigen Fahrschein umgetauscht. Einige andere Male habe ich nicht das Glück gehabt, zum Schalter vordringen zu können, zu manchen Zeiten stehen bis zu 15 Leute am Fahrkartenschalter angestellt. Wer die Kontrollore der Wiener Linien kennt, möchte vermeiden, mit ihnen über die Gültigkeit des Fahrscheins diskutieren zu müssen, zumal sie auch das Recht haben, handgreiflich zu werden, der Fahrgast aber gleichzeitig nicht das Recht hat, sich zu wehren. Im Vorjahr wurde das Gesetz diesbezüglich verschärft: der Fahrgast ist immer schuld, das Organ hat immer recht. Auch Deutsch sprechende Touristen haben mich schon gefragt, warum auf ihren Fahrscheinen "GILT NICHT ALS FAHRSCHEIN !" steht, und was sie jetzt tun sollen. Nicht Deutsch sprechenden Touristen fällt das eh nicht auf. Aber ärgerlich ist das für jeden, wenn er mit so einem ungültigen Fahrschein vom Kontrollorgan erwischt wird.
Die Lösungen bei Minusgraden können also nur sein: Die Fahrscheine bei ÖBB-Automaten kaufen, die haben dieses Kälteproblem nicht. Oder in Trafiken, aber nicht alle verkaufen Fahrscheine. Oder direkt am Schalter der Wiener Linien oder ÖBB, aber da sind halt oft lange Schlangen.
Das kann sich wohl nur ein Monopolbetrieb leisten. So ein Problem auch nach einem Jahr noch nicht zu lösen. Kein anderes Unternehmen würde sich trauen, eine Ungültigkeitserklärung auf Eintrittskarten oder sonstwas zu stempeln, wenn der Kunde für die Leistung bezahlt hat. Was wird ein Chef sagen, dem man so eine ungültige Fahrkarte in der Reiserechnung abgibt? Was die Kontrollore sagen, kann ich mir vorstellen. Eine der berühmten 100 Ausreden. Wer so eine als ungültig erklärte Fahrkarte in Händen hat, kommt sich vor, wie wenn er nur ein Muster in Händen hielte, keinen echten Fahrschein. Obwohl er ihn bezahlt hat.
Jede kleine Verfehlung des Fahrgasts führt zu teuren Konsequenzen, ich bin sogar einmal Zeuge geworden, wie ein Kontrollorenteam zwei Touristinnen mitten am Kahlenberg aussteigen hat lassen, weil sie behauptet haben, die beiden hätten direkter fahren müssen, 20 Minuten Verzögerung durchs Umsteigen seien zuviel und somit eine unzulässige Fahrtunterbrechung. Die haben ja keine Ahnung, wie viele Busse auf den Kahlenberg man im Hochsommer fahren lassen muss, weil sie heillos überfüllt sind. Und 20 Minuten Umsteigezeit vertrödeln schaffen auch echte Wiener, wenn sie nicht gut zu Fuss sind. Wer mit Öffentlichen Verkehrsmitteln fährt, will ja nicht rennen. Aber sie selbst erlauben sich sogar die Verfehlung, auf legal erworbene Fahrkarten "GILT NICHT ALS FAHRSCHEIN !" zu drucken, und das jetzt schon im zweiten Jahr. Immer wenn es Minusgrade hat.
Übrigens gelten die alten Fahrscheine, wer noch welche daheim hat, bis zum 30.6.2018. Danach können sie umgetauscht werden. Ein Tipp an Leute aus den Bundesländern, die mit einem VOR-Fahrschein nach Wien kommen: Viele von Euch zahlen die Wienzone doppelt, ist mir aufgefallen. Schaut zuerst auf Euren Fahrschein, den Ihr z.B. bis Wien-Hauptbahnhof gekauft habt. Wenn da schon "Inkl. Wien: Kernzone" steht, braucht Ihr Euch nicht noch einen zusätzlichen Fahrschein für Wien kaufen. Wer die Fahrt nicht unterbricht, sondern zügig an sein Ziel weiterfährt, für den reicht es, 1x die Kernzone gekauft zu haben. Ihr müsst nicht soviel Geld verschenken, die Wiener Linien schenken uns auch nichts.
BörseGeschichte Podcast: Wolfgang Matejka vor 10 Jahren zum ATX-25er
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