03.11.2018, 5846 Zeichen
Andreas Kern" data-udi="umb://media/6dc0a03189d846a88cd0b6381a4e183f" />diese Woche wurde die Kryptowährung Bitcoin zehn Jahre alt. Am 30. Oktober 2008 wurde unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto ein Whitepaper mit dem kryptischen Titel „Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System“ veröffentlicht. Der Rest ist bekannt. Der Wert eines Bitcoin entwickelte sich seitdem von buchstäblich Null auf rund 20.000 Dollar in der Spitze. Aktuell notiert er bei rund 6.300 Dollar, was – je nach Perspektive – immer noch eine beeindruckende Gewinnentwicklung ist, oder eben ein Verlust von rund 70 % vom Hoch. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde der Bitcoin erst im vergangenen Jahr bekannt, als der Bitcoin die Schallmauer von 10.000 Dollar durchbrach. Neue Produkte, die ebenfalls auf der Blockchain-Technologie basieren, sind aus dem Boden geschossen. Wer auch immer Schlagwörter wie Kryptowährung, Blockchain oder ähnliches verwendete, durfte damit rechnen, von euphorisierten Anlegern mit Millionen von Dollars zugeschüttet zu werden.

Blockchain auf Bande
Inzwischen ist der erste Hype verfolgen. Die Szene wird zunehmend erwachsen. ICOs („Inital coin offerings“) werden genau geprüft und sind inzwischen fast schon Mangelware. Die Börsenaufsichten haben sich intensiver mit dem Thema Blockchain auseinandergesetzt und erste Regulierungen auf den Weg gebracht. Trotz der abgeflauten Euphorie herrscht weiter große Einigkeit darin, dass die Blockchain-Technologie das Leben der Menschen verändern wird. Wie und in welcher Form ist allerdings noch keineswegs sicher. Möglicherweise findet das Thema künftig stärker innerhalb von Unternehmen und weniger über separate ICOs statt. Dann müsste der Anleger indirekt, sozusagen über Bande investieren.
Banken der Zukunft
Eine Branche, in der die Blockchain zunehmend eine Rolle spielen wird, ist die Finanz- bzw. die Bankbranche. Insofern hat sich Liru Lai („LiruLai“) mit dem wikifolio „Liru Lai Next Banking Stars“ schon einmal goldrichtig positioniert. Die in Deutschland lebende Chinesin setzt auf Unternehmen, die mit neuen Finanztechnologien oder auch neuen Ansätzen wie Social Trading die Bankenlandschaft aufwirbeln. Insofern ist es wenig überraschend, dass in ihrem Portfolio Fintech-Unternehmen wie Square und Wirecard übergewichtet sind. Selbstredend sind auch Tech-Schwergewichte wie Apple oder Alphabet vertreten.
Mit Alibaba und TenCent hält Liru Lai auch Anteile jener beiden Unternehmen, die das Bezahlen in China revolutioniert haben – ein klarer Fingerzeig, dass die Musik in der Branche künftig besonders im Fernen Osten spielen dürfte. Die sehr ordentliche Performance von +24,1 % auf Jahressicht zeugt zudem von einer treffsicheren Titelauswahl.
Branchen der Zukunft
Aber auch Branchen jenseits des Finanzsektors dürften die Blockchain mehr und mehr in ihre Geschäftsmodelle implementieren. Gerade da, wo es um Transparenz und Nachverfolgbarkeit geht, dürfte diese Technologie zur Anwendung kommen. Aus dieser Perspektive wäre es nicht verwunderlich, wenn viele Unternehmen, die sich im wikifolio „Zukunftsbranchen“ von Leon Sanders („TradeMav“) befinden, in Zukunft auch auf die Blockchain setzen. Der norwegische Dividendenstar Marine Harvestbeispielsweise könnte mittels Tokens die Frische und Herkunft seiner Lachse ebenso unverwechselbar garantieren wie die kanadische Aphria die Reinheit ihrer Cannabisprodukte.
Natürlich zählt auch Sanders die Fintech-Werte zu den Zukunftsbranchen: Börsenliebling Wirecard macht rund ein Drittel des wikifolios aus. Mit dieser Schwerpunktsetzung lag der studierte Finanzwirt genau richtig und belohnte sich und seine Anleger mit einer satten Performance von +37,6% auf Sicht der vergangenen zwölf Monate
Sicherheit für die Zukunft
Die Auswahl seiner Titel macht er maßgeblich vom Produktportfolio der jeweiligen Unternehmen abhängig. Derzeit sind mit der US-amerikanischen Splunk und der deutschen Secunet Security zwei Unternehmen in seinem wikifolio übergewichtet, die mit den jeweiligen nationalen Regierungen in Sachen IT-Sicherheit kooperieren. Allerdings scheint Althaus den jüngsten Erholungen an NASDAQ und Co. nur bedingt zu trauen. Er hält einen Gutteil seines Pulvers trocken. Die Cash-Quote beträgt derzeit 42 %. Dass Althaus in Sachen Sicherheit und Börse ein gutes Näschen hat, bestätigt die hervorragende Performance von +35,1 % auf Jahressicht.
Was kommt?
Das sollten Anleger im Auge behalten
Im Zentrum der Aufmerksamkeit liegen in der kommenden Woche die amerikanischen „midterm elections“ am 6. November. Mit dem Wahlausgang entscheidet sich auch maßgeblich der weitere Verlauf der Präsidentschaft von Donald Trump.
Aus Börsensicht wird es besonders im DAX spannend, wo etliche Schwergewichte ihre Quartalszahlen veröffentlichen: Den Reigen eröffnen am Mittwoch BMW und die Münchener Rück, gefolgt von Siemens am Donnerstag und der Allianz am Freitag.
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