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APA-OTS-Meldungen aus dem Finanzsektor in der "BSN Extended Version"
Wichtige Originaltextaussendungen aus der Branche. Wir ergänzen vollautomatisch Bilder aus dem Fundus von photaq.com und Aktieninformationen aus dem Börse Social Network. Wer eine Korrektur zu den Beiträgen wünscht: mailto:office@boerse-social.com . Wir wiederum übernehmen keinerlei Haftung für Augenerkrankungen aufgrund von geballtem Grossbuchstabeneinsatz der Aussender. Wir meinen: Firmennamen, die länger als drei Buchstaben sind, schreibt man nicht durchgängig in Grossbuchstaben (Versalien).
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14.04.2014, 4549 Zeichen

Wien (OTS) - 2,1 Milliarden Euro: Diese Summe schütten die im Eliteindex ATX gelisteten Unternehmen an Dividenden für das Geschäftsjahr 2013 aus - 3,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Ausschüttungsquote erhöht sich um 45 Prozent auf knapp 60 Prozent, was nichts anderes heißt, als dass trotz gesunkener Gewinne die Höhe der Dividenden gleich bleibt bzw. sogar steigt. "Eine sorgsame und nachhaltige Unternehmenspolitik kann ich darin wahrlich nicht erkennen", kritisiert AK Präsident Rudi Kaske und fordert die Unternehmen auf, das Geld in selbigen zu halten und in die Zukunft der Betriebe zu investieren.
Während sich in der laufenden Berichtssaison auf der einen Seite Negativ-Meldungen von Seiten der börsennotierten Unternehmen häufen - von Personalkürzungen über Abschreibungen bis hin zu Umsatz- und Gewinneinbußen - dürfen sich auf der anderen Seite die Aktionärinnen und Aktionäre über saftige Dividenden freuen. Denn die Negativ-Entwicklungen in den Gewinn und Verlustrechnungen (GuV) schlagen sich bei den Ausschüttungen nicht nieder. Im Gegenteil: Alle 20 ATX-Unternehmen (inklusive Analystenschätzungen für Voestalpine und Zumtobel sowie Ankündigung Immofinanz) werden heuer für das Geschäftsjahr 2013 Dividenden in Höhe von rund 2,1 Milliarden Euro ausschütten - ein Plus von 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
"In 60 Prozent der Konzerne werden die Dividendenzahlungen erhöht - zum Teil sehr kräftig", sagt Markus Oberrauter, Betriebswirt in der AK Wien und Autor der alljährlich erhobenen Studie zur Ausschüttungspolitik der ATX-Konzerne. Einzig bei der Raiffeisen Bank International lässt sich die gestiegene Summe durch eine höhere Aktienzahl (aufgrund der Kapitalerhöhung) erklären - die Dividende selbst sank von 1,17 auf 1,02 Euro je Anteilsschein, wobei auch die neuen Aktien gleich voll dividendenberechtigt waren. Vier weitere Unternehmen (RHI, SBO, Telekom Austria und Wienerberger) halten das Niveau konstant, Rückgänge gibt es nur bei der Erste Group, beim Maschinenbauer Andritz und beim Faserhersteller Lenzing. Letzterer zahlt - ähnlich wie der Leuchtenkonzern Zumtobel - trotz massivem Personalabbau dennoch eine Dividende. Bei der Immofinanz ist das heurige Geschäftsjahr durch die Abspaltung der Buwog geprägt, wodurch keine Bar-Dividende geplant ist.
Bei gleichzeitig sinkenden Konzernergebnissen führt diese Politik in Summe zu einer wahren Explosion der Ausschüttungsquoten: Umgerechnet auf jene 17 Unternehmen, die bereits für das Geschäftsjahr 2013 ihre Bilanzen gelegt haben, liegt die Ausschüttungsquote bei fast 60 (!) Prozent. Im Vorjahr machte diese 40,1 Prozent aus - das bedeutet für das heurige Jahr eine Steigerung von 45 Prozent.
Einige "Schmankerl" dazu: Der Baustoffkonzern Wienerberger belohnt seine Aktionäre mit einer Dividende, obwohl das Unternehmen einen Verlust geschrieben hat - allerdings hat das schon fast Tradition, auch im Vorjahr wurde trotz Minus verteilt. Ähnlich bei der Erste Group: Da steht zwar am Ende der GuV noch ein Plus von 61 Millionen Euro, zieht man allerdings die Dividende für das Partizipationskapital ab, resultiert daraus ein zu verteilendes Ergebnis von minus 23,7 Millionen Euro.
Mit dem Immobilienunternehmen Conwert und der Österreichischen Post - dem Dividendenpapier im ATX - gibt es gleich zwei ATX-Mitglieder, die mehr ausschütten als sie Gewinn erwirtschaftet haben. Dass das auf die Dauer nicht gut gehen kann, zeigt das Beispiel Telekom Austria. Jahrelang führte der Telekom-Konzern die Liste der höchsten Ausschüttungsvolumina an, was letztlich an die Substanz des Unternehmens ging. "Hier wurde immerhin die Reißleine gezogen und die Ausschüttungen auf ein notwendiges Minimum herabgesetzt", so Oberrauter.
"Diese Entwicklung ist alles andere als erfreulich", zieht AK Präsident Kaske Bilanz. Und weiter: "Den Unternehmen werden auf diese Art und Weise wichtige Investitionen in die Zukunft vorenthalten, was wiederum zu einem Bumerang werden kann. Denn irgendwann leidet die Wettbewerbsfähigkeit und die Folge ist dann das Unkreativste, was sich die Manager einfallen lassen können: massiver Personalabbau" warnt Kaske. Der AK Präsident fordert daher die Unternehmen auf: Weniger ausschütten und mehr in die Unternehmen und Mitarbeiter investieren.
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    AK Studie: Gewinne sinken, Dividenden steigen


    14.04.2014, 4549 Zeichen

    Wien (OTS) - 2,1 Milliarden Euro: Diese Summe schütten die im Eliteindex ATX gelisteten Unternehmen an Dividenden für das Geschäftsjahr 2013 aus - 3,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Ausschüttungsquote erhöht sich um 45 Prozent auf knapp 60 Prozent, was nichts anderes heißt, als dass trotz gesunkener Gewinne die Höhe der Dividenden gleich bleibt bzw. sogar steigt. "Eine sorgsame und nachhaltige Unternehmenspolitik kann ich darin wahrlich nicht erkennen", kritisiert AK Präsident Rudi Kaske und fordert die Unternehmen auf, das Geld in selbigen zu halten und in die Zukunft der Betriebe zu investieren.
    Während sich in der laufenden Berichtssaison auf der einen Seite Negativ-Meldungen von Seiten der börsennotierten Unternehmen häufen - von Personalkürzungen über Abschreibungen bis hin zu Umsatz- und Gewinneinbußen - dürfen sich auf der anderen Seite die Aktionärinnen und Aktionäre über saftige Dividenden freuen. Denn die Negativ-Entwicklungen in den Gewinn und Verlustrechnungen (GuV) schlagen sich bei den Ausschüttungen nicht nieder. Im Gegenteil: Alle 20 ATX-Unternehmen (inklusive Analystenschätzungen für Voestalpine und Zumtobel sowie Ankündigung Immofinanz) werden heuer für das Geschäftsjahr 2013 Dividenden in Höhe von rund 2,1 Milliarden Euro ausschütten - ein Plus von 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
    "In 60 Prozent der Konzerne werden die Dividendenzahlungen erhöht - zum Teil sehr kräftig", sagt Markus Oberrauter, Betriebswirt in der AK Wien und Autor der alljährlich erhobenen Studie zur Ausschüttungspolitik der ATX-Konzerne. Einzig bei der Raiffeisen Bank International lässt sich die gestiegene Summe durch eine höhere Aktienzahl (aufgrund der Kapitalerhöhung) erklären - die Dividende selbst sank von 1,17 auf 1,02 Euro je Anteilsschein, wobei auch die neuen Aktien gleich voll dividendenberechtigt waren. Vier weitere Unternehmen (RHI, SBO, Telekom Austria und Wienerberger) halten das Niveau konstant, Rückgänge gibt es nur bei der Erste Group, beim Maschinenbauer Andritz und beim Faserhersteller Lenzing. Letzterer zahlt - ähnlich wie der Leuchtenkonzern Zumtobel - trotz massivem Personalabbau dennoch eine Dividende. Bei der Immofinanz ist das heurige Geschäftsjahr durch die Abspaltung der Buwog geprägt, wodurch keine Bar-Dividende geplant ist.
    Bei gleichzeitig sinkenden Konzernergebnissen führt diese Politik in Summe zu einer wahren Explosion der Ausschüttungsquoten: Umgerechnet auf jene 17 Unternehmen, die bereits für das Geschäftsjahr 2013 ihre Bilanzen gelegt haben, liegt die Ausschüttungsquote bei fast 60 (!) Prozent. Im Vorjahr machte diese 40,1 Prozent aus - das bedeutet für das heurige Jahr eine Steigerung von 45 Prozent.
    Einige "Schmankerl" dazu: Der Baustoffkonzern Wienerberger belohnt seine Aktionäre mit einer Dividende, obwohl das Unternehmen einen Verlust geschrieben hat - allerdings hat das schon fast Tradition, auch im Vorjahr wurde trotz Minus verteilt. Ähnlich bei der Erste Group: Da steht zwar am Ende der GuV noch ein Plus von 61 Millionen Euro, zieht man allerdings die Dividende für das Partizipationskapital ab, resultiert daraus ein zu verteilendes Ergebnis von minus 23,7 Millionen Euro.
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    "Diese Entwicklung ist alles andere als erfreulich", zieht AK Präsident Kaske Bilanz. Und weiter: "Den Unternehmen werden auf diese Art und Weise wichtige Investitionen in die Zukunft vorenthalten, was wiederum zu einem Bumerang werden kann. Denn irgendwann leidet die Wettbewerbsfähigkeit und die Folge ist dann das Unkreativste, was sich die Manager einfallen lassen können: massiver Personalabbau" warnt Kaske. Der AK Präsident fordert daher die Unternehmen auf: Weniger ausschütten und mehr in die Unternehmen und Mitarbeiter investieren.
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