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Edelmetalle und die Gold-Silber-Quote (Max Otte)


Autor:
Max Otte

Prof. Dr. Max Otte promovierte in Princeton und lehrte Betriebswirtschaft an den Hochschulen/Universitäten Worms, Boston, Würzburg und Graz.
Seit 15 Jahren hat er sich voll und ganz dem Privatanleger verschrieben. Sein Ziel: 
Eine bankenunabhängige und nachvollziehbare Aktienanalyse auf Basis wertorientierter Kapitalanlage. Kern seines Strategieansatzes ist die von ihm entwickelte Methode der Königsanalyse®.
In seinem Buch „Der Crash kommt“ prognostizierte Max Otte bereits im Sommer 2006 die internationale Finanzkrise von 2008. Daneben hat der dreimalige „Börsianer des Jahres“ mehr als ein Dutzend weiterer Bücher sowie zahlreiche Artikel in Zeitungen und Fachblättern veröffentlicht. Regelmäßig wird er von den Medien zu Anlage- und Währungsfragen interviewt.
Max Otte ist Gründer der in Köln ansässigen IFVE Institut für Vermögensentwicklung GmbH, die seinen wöchentlichen Börsenbrief Der Privatinvestor herausgibt, sowie Gründer und Mitglied im Verwaltungsrat der in Zug (Schweiz) ansässigen Privatinvestor Verwaltungs AG. Der PI Global Value Fund, der Max Otte Vermögensbildungsfonds und der Max Otte Multiple Opportunities Fund werden gemäß seiner Strategie der Königsanalyse® verwaltet.

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01.06.2016, 3660 Zeichen

Sehr geehrte Privatanleger,

nach einigen Jahren Agonie haben die Goldaktien ein fulminantes Comeback gefeiert. Auch der Goldpreis zieht an. Aktuell steht er bei 1220 Dollar, nachdem der Goldpreis im Januar 2016 bis auf 1050 Dollar gefallen war.

Ich hätte darauf gewettet, dass Gold nicht bis auf 1000 Dollar fällt, alleine schon deshalb, weil Goldman Sachs Anfang 2013 dieses niedrige Kursziel ausgegeben hatte. So ist es dann ja auch gekommen. Und nun: die Schuldenorgie in der Weltwirtschaft geht weiter. Ich habe mich dazu am Freitag im Deutschlandfunk1 geäußert.

Gold hat aller Voraussicht nach seinen Tiefpunkt durchschritten. Im März kaufte sich Blackrock mit 13 Prozent beim größten Gold-ETF der Welt, der von einem Wettbewerber aufgelegt wurde, ein. Die Summe: ungefähr 4 Milliarden Dollar. Insgesamt existieren derzeit ca. 180.000 Tonnen Gold auf der Welt - ein Würfel mit 20 m Kantenlänge. Zum gegenwärtigen Preis sind das knapp 7 Billionen Dollar. Bei einem Weltsozialprodukt von ca. 73 Billionen Dollar im Jahr 2015 wäre das ein Wert von knapp 10 Prozent des Weltinlandsprodukts.

Nun überlasse ich es Ihnen, zu entscheiden, ob das viel oder wenig ist. Als ich „Der Crash kommt“ schrieb, lag die Quote bei ungefähr 15 Prozent. Ich fand das recht wenig, ein Kollege von mir, ein Aktienfan, fand es viel. Auf jeden Fall ist Gold jetzt „billiger“ als damals.

Ebenfalls sehr billig ist Silber. Die Gold-Silber-Quote liegt bei über 70. Das heißt, dass Sie 70 Unzen Silber für eine Unze Gold kaufen können. Ich habe privat gerade etwas Silber nachgekauft. Allerdings ist der niedrige Preis des Silbers in gewisser Weise auch ein Nachteil: schon, wenn Sie 10.000 € in Silber anlegen wollen, haben Sie ganz schön zu schleppen. Der 5-Kilo-Barren liegt derzeit bei 2.700 €, demzufolge wären 10.800 € bereits 20 KG.

Eine gute Möglichkeit: Gold, Silber, die Gold-Silber-Quote und die Gold-Dow-Quote zu verfolgen, ist www.goldprice.org.

Die Dow-Jones-Goldquote, die den Wert des Dow Jones in Relation zum Gold misst, liegt bei 10. Das ist weit weg vom Höchststand der Aktien (in Gold) bei 45 um das Jahr 2000. Und ebenso weit weg vom Höchststand des Goldes (in Aktien). 1980, als Gold extrem teuer war (und Aktien billig), lag die Quote auch einmal bei ca. 2. Aktuell ist der Dow Jones relativ teuer, wenn auch nicht in einer Blase. Gold in Relation zu Aktien bewegt sich im normalen Bereich.

Würden Sie nicht bei diesen Bewertungsrelationen auch etwas Gold haben wollen, wenn sich die Krisen in der Weltwirtschaft verschärfen? Ich schon.

Auf gute Investments!

Ihr

Prof. Dr. Max Otte 

Hinweis/Disclaimer: 

Prof. Dr. Max Otte berät beziehungsweise Unternehmen, an denen Prof. Dr. Max Otte beteiligt ist, beraten den PI Global Value Fund (WKN: A0NE9G) und den Max Otte Vermögensbildungsfonds (WKN: A1J3AM). Diese beiden Fonds könnten Positionen in Titeln halten, die in dieser Kolumne genannt sind. 

Für den Fall, dass Leser dieser Kolumne Positionen in einen genannten Titel in einem Umfang erwerben, der dazu geeignet ist, den Preis des Titels zu beeinflussen, könnte der Verfasser dieser Kolumne und / oder einer beziehungsweise beide die Fonds im Falle der Veräusserung des Titels aus deren Portfolio nach einem solchen Kursanstieg vom Erwerb des Titels durch die Leser der Kolumne profitieren. Auch im Falle eines Verkaufs in einem entsprechenden Umfang durch Leser der Kolumne könnte der Verfasser dieser Kolumne und / oder einer beziehungsweise beide Fonds von fallenden Kursen durch günstigere Einstiegskurse im Falle eines späteren Kursanstiegs profitieren.

© DER PRIVATINVESTOR; www.privatinvestor.de

  

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(01.06.2016)


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    Gold hat aller Voraussicht nach seinen Tiefpunkt durchschritten. Im März kaufte sich Blackrock mit 13 Prozent beim größten Gold-ETF der Welt, der von einem Wettbewerber aufgelegt wurde, ein. Die Summe: ungefähr 4 Milliarden Dollar. Insgesamt existieren derzeit ca. 180.000 Tonnen Gold auf der Welt - ein Würfel mit 20 m Kantenlänge. Zum gegenwärtigen Preis sind das knapp 7 Billionen Dollar. Bei einem Weltsozialprodukt von ca. 73 Billionen Dollar im Jahr 2015 wäre das ein Wert von knapp 10 Prozent des Weltinlandsprodukts.

    Nun überlasse ich es Ihnen, zu entscheiden, ob das viel oder wenig ist. Als ich „Der Crash kommt“ schrieb, lag die Quote bei ungefähr 15 Prozent. Ich fand das recht wenig, ein Kollege von mir, ein Aktienfan, fand es viel. Auf jeden Fall ist Gold jetzt „billiger“ als damals.

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