27.09.2016, 3081 Zeichen
- Analysten sprachen gestern von Gewinnmitnahmen. Viele Anleger hätten zudem Vorsicht walten lassen, weil sich die Blicke verstärkt auf den US-Präsidentschaftswahlkampf richteten, zumal unmittelbar vor der ersten TV-Debatte zwischen den Kandidaten Clinton und Trump. Selbst ein überraschend guter ifo-Geschäftsklimaindex im September konnten den Rückgang der Kurse nicht aufhalten. Für Verunsicherung sorgte daneben der freie Fall der Aktie der Deutschen Bank. Belastet von einer drohenden Kapitalerhöhung angesichts einer bislang noch auf 14 Milliarden Dollar lautenden Schadenersatzforderung in den USA wegen fauler Hypothekenpapiere fiel der Kurs um 7,5% auf 10,55 Euro und damit den niedrigsten Stand seit Jahrzehnten. Hinzu kamen als Belastungsfaktoren Spekulationen um Staatshilfen für das Geldhaus, denen aber sowohl die Bank wie auch die Regierung entgegentraten. Der ATX konnte sich von Sorgen um Deutschland etwas lösen und verlor als europäischer Outperformer "nur" 0,9%, verkauft wurden RHI (-5,0%), RBI (-2,0%) und Erste Bank (-1,9%).
- In ihrem ersten TV-Duell gestern Abend haben sich die US-Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und Donald Trump gegenseitig eklatante Charakterschwächen vorgeworfen und damit die Befähigung für das höchste Staatsamt abgesprochen. Laut der SZ hat eine Umfrage unter Zuschauern von CNN/ORC ergeben, dass 62 Prozent denken, Clinton habe die Debatte gewonnen. 27 Prozent haben demnach Trump vorne gesehen. Allerdings habe CNN angegeben, dass unter den Befragten dieser frühen Umfrage mehr Demokraten gewesen seien als bei normalen Umfragen. Das Ergebnis einer Umfrage von Public Policy Polling laute: 51 Prozent glaubten, Clinton habe gewonnen, 40 Prozent sehen Trump als Sieger.
- Analysten verweisen auf die Befürchtung, dass Trump aufgrund seiner radikalen Haltung "America First" einen Handelskrieg anzetteln könnte und eine beschränkte Zuwanderung die Auswahl an benötigten Arbeitskräften beeinträchtigen würde. Die Finanzierung seiner politischen Ziele würde zudem ein deutlich höheres US-Budgetdefizit nach sich ziehen - nicht ohne Konsequenz für den Dollar, warnen Analysten.Andere Experten geben sich dagegen gelassener. Es sei unklar, wie sich ein Präsident Trump im Amt verhalten werde. Auch hänge viel von den Machtverhältnissen im US-Kongress ab, der ebenfalls neu gewählt werde.
- Die europäischen Aktienmärkte sind vorbörslich leicht positiv indiziert. Die asiatischen Börsen schließen mehrheitlich im Plus. Von der Makroseite werden heute US-Konsumdaten gemeldet. Von der Unternehmensseite ist es relativ ruhig.
UNTERNEHMEN
Uniqa
Der österreichische Versicherungskonzern will sich laut den Gewerkschaftsvertretern von den drei italienischen Töchtern UNIQA Assicurazioni, UNIQA Previdenza und UNIQA Life trennen, die italienweit insgesamt 400 Mitarbeiter beschäftigen. Vier Interessenten hätten bereits ihr Angebot für die drei UNIQA-Gesellschaften eingereicht. Dabei handle es sich um die italienischen Versicherungskonzerne Cattolica und Mutua, sowie die Investmentfonds Apollo und Cinven, hieß es aus Gewerkschaftskreisen.
BörseGeschichte Podcast: Barbara Potisk-Eibensteiner vor 10 Jahren zum ATX-25er
ATX
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RHI Letzter SK: 38.30 ( 0.00%)
Uniqa
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