Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.





Wie man sich arm sparen kann ... (Christoph Scherbaum)

Bild: © www.shutterstock.com, Sparschwein, zerschlagen, Hammer, schlagen, Geld, Anlage, sparen, http://www.shutterstock.com/de/pic-132805250/stock-photo-h...

Autor:
Christoph Scherbaum

Die Börsenblogger ist das einfache und direkte Sprachrohr von Journalisten und deren Kollegen, die teils schon mit jahrzehntelanger Arbeits- und Börsenerfahrung aufwarten können. Auch als professionelle Marktteilnehmer. Letztlich sind wir alle Börsenfans. Aber wir vertreten in diesem Blog auch eine ganz simple Philosophie: Wir wollen unabhängig von irgendwelchen Analysten, Bankexperten oder Gurus schreiben, was wir zum aktuellen (Börsen-)Geschehen denken, was uns beschäftigt. Das kommt Ihnen, dem Leser, zu Gute.

>> Website


>> zur Startseite mit allen Blogs

12.04.2017, 2873 Zeichen

Es passiert selten, dass sich eine Bank kritisch über ihre (potenziellen) Kunden äußert. So geschehen jüngst durch die comdirect.

Ziel waren die deutschen Sparer, die dies zwar so eifrig tun, aber dennoch Jahr für Jahr viele Milliarden Euro verlieren. Der Grund: Die Deutschen legen ihr Geld zu großen Teilen in Anlagen an, deren Verzinsung deutlich unterhalb der Inflationsrate liegt.

Angesichts der durchschnittlichen Inflationsrate von 1,9 Prozent im ersten Quartal 2017 verlieren die deutschen Sparer jährlich rund 34,2 Mrd. Euro an Kaufkraft. Comdirect-Chef Arno Walter kommentiert diesen Fakt des comdirect Realzins-Radars pointiert: „Die Zahlen zeigen: Deutschland spart sich arm. Noch nie war der Wertverlust niedrig verzinster Geldanlagen höher als aktuell.“

Die Niedrigzinspolitik der EZB zeigt also ihre Wirkung, ohne dass die Sparer reagieren. Tagesgeld, Spareinlagen und Festgeld sind weiter en Vogue. 2,1 Billionen Euro haben sie darin angelegt. Das entspricht mehr als einem Drittel (38 Prozent) des gesamten Finanzanlagevermögens aller Deutschen.

Statistiken zur Entwicklung der Tagesgeldzinsen im Monatsvergleich

Das überrascht umso mehr, wenn man sich die Zinsentwicklung der jüngsten Vergangenheit anschaut. Aktuell verzinsen sie sich im Durchschnitt nur noch mit 0,27 Prozent p.a. Seit Beginn der Finanzkrise Ende 2008 ist die Verzinsung um 2,5 Prozentpunkte zurückgegangen. Berücksichtigt man die Inflation, liegt die reale Verzinsung dieser Sparprodukte sogar bei -1,63 Prozent, so die Direktbank.

Wir Deutsche verlieren Geld. Rechnet man die abstrakten Zahlen mal in die konkreten Belastungen der Sparer um, sieht man folgendes: Jeder Deutsche, vom Kleinkind bis zum Rentner, verliert im Schnitt 413 Euro pro Jahr. Pro Haushalt sind es 872 Euro.

Die Bank führt diese Unvernunft auf den Wunsch zurück, stets kurzfristig verfügbare Mittel bereit zu halten. Es ist jedoch davon auszugehen, dass der kurzfristige Bedarf an liquiden Mittel ständig überschätzt wird. Die Folge: Das Vermögen wird weniger, anstatt zu wachsen. Langfristiger Vermögensaufbau hängt von zwei Faktoren ab:

Der Zeit und der regelmäßigen Einzahlung. Ein Sparer, der monatlich 50 oder 100 Euro in einen ETF-Sparplan steckt und das ganze zwei Jahrzehnte durchhält, braucht sich um seine finanzielle Zukunft keine Gedanken mehr zu machen. Aber allein auf die Idee zu kommen, diesen Schritt zu gehen, ist für viele Deutschen offensichtlich immer noch mit Vorurteilen über den Aktienmarkt behaftet (Zockerparadies, Totalverlustrisiko). Insofern müssen Aktienfans weiterhin Überzeugungsarbeit leisten…

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage

Ihre dieboersenblogger.de-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

Melden Sie sich hier für unsere kostenlosen Newsletter an. Sie finden dort unser kostenfreies Newsletter-Angebot mit dem Namen “Die Börsenblogger Auf die Schnelle” (Wochentags) und “Die Börsenblogger D-A-CH Rundschau” (Samstags).

 


(12.04.2017)

BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Börsepeople im Podcast S23/04: Johanna Duchek




 

Bildnachweis

1. Sparschwein, zerschlagen, Hammer, schlagen, Geld, Anlage, sparen, http://www.shutterstock.com/de/pic-132805250/stock-photo-hammer-breaking-piggy-bank-on-white-background.html , (© www.shutterstock.com)   >> Öffnen auf photaq.com

Aktien auf dem Radar:Amag, Polytec Group, Verbund, Kapsch TrafficCom, Semperit, Frequentis, Wienerberger, Mayr-Melnhof, Palfinger, ATX, ATX Prime, ATX TR, FACC, Pierer Mobility, Porr, ATX NTR, Erste Group, EVN, CPI Europe AG, Lenzing, Addiko Bank, Agrana, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Josef Manner & Comp. AG, RHI Magnesita, Wolford, Österreichische Post, BASF.


Random Partner

Wiener Börse
Als zentrale Infrastrukturanbieterin der Region öffnet die Wiener Börse AG Tore zu den globalen Finanzmärkten. Sie vereint die Börsenplätze Wien und Prag. Mit modernster Technik und kundenorientierten Services leistet die Wiener Börse als privatwirtschaftliches, gewinnorientiertes Unternehmen einen bedeutenden Beitrag für einen international wettbewerbsfähigen Kapitalmarkt.

>> Besuchen Sie 61 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


 Latest Blogs

» Österreich-Depots: Schwächer (Depot Kommentar)

» Börsegeschichte 20.1.: Extremes zu FACC, Polytec, RBI (Börse Geschichte)...

» Nachlese: Franziska Schmalzl (audio cd.at)

» PIR-News: Flughafen Wien-Ausblick, Strabag kauft, Auftrag für Kapsch Tra...

» Wiener Börse Party #1076: ATX deutlich im Minus und wieder beim Ultimo-W...

» Wiener Börse zu Mittag deutlich schwächer: Nur UBM im Plus

» ATX-Trends: Verbund, Telekom Austria, voestalpine ...

» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. Barbara Riedl-Wiesinger, ASML, Siemens ...

» Wiener Börse Party #1075: ATX leichter; Telekom, VIG und Uniqa gesucht, ...

» Österreich-Depots: Schwächer (Depot Kommentar)


Useletter

Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

Newsletter abonnieren

Runplugged

Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

per Newsletter erhalten


Meistgelesen
>> mehr





PIR-Zeichnungsprodukte
Newsflow
>> mehr

Börse Social Club Board
>> mehr
    BSN MA-Event RHI Magnesita
    BSN MA-Event BASF
    #gabb #2022

    Featured Partner Video

    Börsepeople im Podcast S23/03: Barbara Riedl-Wiesinger

    Barbara Riedl-Wiesinger ist (Eigendefinition) Online-Dinosaurier, Part der Lockengirls und über Nvidia sprechen wir auch. Wir gehen eine spannende Karriere als Leaderin im Online-Recruiting durch, ...

    Books josefchladek.com

    Daniele Torriglia
    Il senso della presenza
    2025
    Self published

    Henrik Spohler
    Flatlands
    2023
    Hartmann Projects

    Livio Piatti
    zooreal
    2003
    Kontrast Verlag

    Marjolein Martinot
    Riverland
    2025
    Stanley / Barker

    Michael Rathmayr
    Remedy
    2025
    Nearest Truth


    12.04.2017, 2873 Zeichen

    Es passiert selten, dass sich eine Bank kritisch über ihre (potenziellen) Kunden äußert. So geschehen jüngst durch die comdirect.

    Ziel waren die deutschen Sparer, die dies zwar so eifrig tun, aber dennoch Jahr für Jahr viele Milliarden Euro verlieren. Der Grund: Die Deutschen legen ihr Geld zu großen Teilen in Anlagen an, deren Verzinsung deutlich unterhalb der Inflationsrate liegt.

    Angesichts der durchschnittlichen Inflationsrate von 1,9 Prozent im ersten Quartal 2017 verlieren die deutschen Sparer jährlich rund 34,2 Mrd. Euro an Kaufkraft. Comdirect-Chef Arno Walter kommentiert diesen Fakt des comdirect Realzins-Radars pointiert: „Die Zahlen zeigen: Deutschland spart sich arm. Noch nie war der Wertverlust niedrig verzinster Geldanlagen höher als aktuell.“

    Die Niedrigzinspolitik der EZB zeigt also ihre Wirkung, ohne dass die Sparer reagieren. Tagesgeld, Spareinlagen und Festgeld sind weiter en Vogue. 2,1 Billionen Euro haben sie darin angelegt. Das entspricht mehr als einem Drittel (38 Prozent) des gesamten Finanzanlagevermögens aller Deutschen.

    Statistiken zur Entwicklung der Tagesgeldzinsen im Monatsvergleich

    Das überrascht umso mehr, wenn man sich die Zinsentwicklung der jüngsten Vergangenheit anschaut. Aktuell verzinsen sie sich im Durchschnitt nur noch mit 0,27 Prozent p.a. Seit Beginn der Finanzkrise Ende 2008 ist die Verzinsung um 2,5 Prozentpunkte zurückgegangen. Berücksichtigt man die Inflation, liegt die reale Verzinsung dieser Sparprodukte sogar bei -1,63 Prozent, so die Direktbank.

    Wir Deutsche verlieren Geld. Rechnet man die abstrakten Zahlen mal in die konkreten Belastungen der Sparer um, sieht man folgendes: Jeder Deutsche, vom Kleinkind bis zum Rentner, verliert im Schnitt 413 Euro pro Jahr. Pro Haushalt sind es 872 Euro.

    Die Bank führt diese Unvernunft auf den Wunsch zurück, stets kurzfristig verfügbare Mittel bereit zu halten. Es ist jedoch davon auszugehen, dass der kurzfristige Bedarf an liquiden Mittel ständig überschätzt wird. Die Folge: Das Vermögen wird weniger, anstatt zu wachsen. Langfristiger Vermögensaufbau hängt von zwei Faktoren ab:

    Der Zeit und der regelmäßigen Einzahlung. Ein Sparer, der monatlich 50 oder 100 Euro in einen ETF-Sparplan steckt und das ganze zwei Jahrzehnte durchhält, braucht sich um seine finanzielle Zukunft keine Gedanken mehr zu machen. Aber allein auf die Idee zu kommen, diesen Schritt zu gehen, ist für viele Deutschen offensichtlich immer noch mit Vorurteilen über den Aktienmarkt behaftet (Zockerparadies, Totalverlustrisiko). Insofern müssen Aktienfans weiterhin Überzeugungsarbeit leisten…

    In diesem Sinne,
    weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage

    Ihre dieboersenblogger.de-Gründer
    Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

    Melden Sie sich hier für unsere kostenlosen Newsletter an. Sie finden dort unser kostenfreies Newsletter-Angebot mit dem Namen “Die Börsenblogger Auf die Schnelle” (Wochentags) und “Die Börsenblogger D-A-CH Rundschau” (Samstags).

     


    (12.04.2017)

    BSN Podcasts
    Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

    Börsepeople im Podcast S23/04: Johanna Duchek




     

    Bildnachweis

    1. Sparschwein, zerschlagen, Hammer, schlagen, Geld, Anlage, sparen, http://www.shutterstock.com/de/pic-132805250/stock-photo-hammer-breaking-piggy-bank-on-white-background.html , (© www.shutterstock.com)   >> Öffnen auf photaq.com

    Aktien auf dem Radar:Amag, Polytec Group, Verbund, Kapsch TrafficCom, Semperit, Frequentis, Wienerberger, Mayr-Melnhof, Palfinger, ATX, ATX Prime, ATX TR, FACC, Pierer Mobility, Porr, ATX NTR, Erste Group, EVN, CPI Europe AG, Lenzing, Addiko Bank, Agrana, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Josef Manner & Comp. AG, RHI Magnesita, Wolford, Österreichische Post, BASF.


    Random Partner

    Wiener Börse
    Als zentrale Infrastrukturanbieterin der Region öffnet die Wiener Börse AG Tore zu den globalen Finanzmärkten. Sie vereint die Börsenplätze Wien und Prag. Mit modernster Technik und kundenorientierten Services leistet die Wiener Börse als privatwirtschaftliches, gewinnorientiertes Unternehmen einen bedeutenden Beitrag für einen international wettbewerbsfähigen Kapitalmarkt.

    >> Besuchen Sie 61 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


     Latest Blogs

    » Österreich-Depots: Schwächer (Depot Kommentar)

    » Börsegeschichte 20.1.: Extremes zu FACC, Polytec, RBI (Börse Geschichte)...

    » Nachlese: Franziska Schmalzl (audio cd.at)

    » PIR-News: Flughafen Wien-Ausblick, Strabag kauft, Auftrag für Kapsch Tra...

    » Wiener Börse Party #1076: ATX deutlich im Minus und wieder beim Ultimo-W...

    » Wiener Börse zu Mittag deutlich schwächer: Nur UBM im Plus

    » ATX-Trends: Verbund, Telekom Austria, voestalpine ...

    » Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. Barbara Riedl-Wiesinger, ASML, Siemens ...

    » Wiener Börse Party #1075: ATX leichter; Telekom, VIG und Uniqa gesucht, ...

    » Österreich-Depots: Schwächer (Depot Kommentar)


    Useletter

    Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

    Newsletter abonnieren

    Runplugged

    Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
    (kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

    per Newsletter erhalten


    Meistgelesen
    >> mehr





    PIR-Zeichnungsprodukte
    Newsflow
    >> mehr

    Börse Social Club Board
    >> mehr
      BSN MA-Event RHI Magnesita
      BSN MA-Event BASF
      #gabb #2022

      Featured Partner Video

      Börsepeople im Podcast S23/03: Barbara Riedl-Wiesinger

      Barbara Riedl-Wiesinger ist (Eigendefinition) Online-Dinosaurier, Part der Lockengirls und über Nvidia sprechen wir auch. Wir gehen eine spannende Karriere als Leaderin im Online-Recruiting durch, ...

      Books josefchladek.com

      Niko Havranek
      Fleisch #74 „Ganz Wien“
      2025
      Self published

      Raymond Thompson Jr
      It’s hard to stop rebels that time travel
      2025
      Void

      Michael Rathmayr
      Remedy
      2025
      Nearest Truth

      Ludwig Kozma
      Das Neue Haus
      1941
      Verlag Dr. H. Girsberger & Cie

      Daniele Torriglia
      Il senso della presenza
      2025
      Self published