13.12.2017, 2849 Zeichen
Nun ist der Bitcoin seit Sonntagabend nun auch als Future am Terminmarkt über die „Chicago Board Options Exchange (CBOE)“ handelbar. Optimisten versprechen sich davon mehr Liquidität und damit auch weniger Schwankungsbreite für diese „Krypto-Währung“. Dies mag einerseits wirklich zutreffen, andererseits könnten sich damit aber auch Schwankungen erhöhen.
Alle Erwartungen übertroffen!
Der Start am Terminmarkt hat alle Erwartungen übertroffen. So stürzten sich die Akteure geradezu auf das Produkt, das den Handel an einer regulierten Börse ermöglicht. Interessanterweise sind dabei auch Leerverkäufe, mit denen man auf fallende Notierungen setzen könnte, weitgehend ausgeblieben. Dies hatte zur Folge, dass nicht nur der Bitcoin selbst, sondern auch andere Krypto-Währungen weiter nach oben getrieben wurden. An der CBOE bestehen Schutzmechanismen, die Panikreaktionen eindämmen sollen. Da der Bitcoin nach dem Start um über 20 Prozent nach oben schoss, griff auch gleich dieser Schutzmechanismus. Aktuell bleibt davon immer noch ein Plus von rund 6,5 Prozent übrig. Die angedachte Reduzierung der Schwankungsbreite hat damit noch nicht so ganz funktioniert.
Risiken nicht unterschätzen.
Man sieht, welche Auswirkungen es haben kann, wenn eine Krypto-Währung über eine regulierte Börse gehandelt werden kann. Nun war der Future auf den Bitcoin sicherlich nur der erste Schritt, weitere in Form von Terminkontrakten auf weitere Krypto-Währungen könnten folgen. Dabei sollte man die Tatsache nicht unterschätzen, dass die „Verbindung“ zwischen dem Käufer und dem Verkäufer eines solchen „Krypto-Terminkontrakts“ ein so genanntes „Clearinghouse“ ist. Sollte eines dieser Clearinghäuser aufgrund der extrem hohen Schwankungsbreite in Schwierigkeiten kommen, würden davon sicherlich auch andere Terminkontrakte, die von diesem Clearinghaus gehandelt werden, betroffen sein. Im Extremfall ergibt sich daraus dann eine Kettenreaktion, die zwar „nur“ von den Krypto-Produkten ausgehen, dafür sich aber auf den Gesamtmarkt sehr deutlich auswirken könnten. Dieses Risiko wurde offensichtlich zugunsten des Termindrucks, einen Future auf den Bitcoin zu bringen, etwas unter den Tisch gekehrt.
Gier frisst Hirn
Man sollte daher vielleicht darüber nachdenken, ob a) der Handel an einem regulierten Handelsplatz für den Bitcoin und ganz speziell für den Anleger wirklich vorteilhaft ist und ob b) der Bitcoin überhaupt die Währung der Zukunft ist, wie er gerne verkauft wird. Zumindest sollte man in jedem Fall darüber nachdenken, ob man sich mit einem solchen Investment wirklich genügend auseinandergesetzt hat und sich auch über dessen Risiken bewusst ist, bevor man auf den aktuell mit Hochgeschwindigkeit fahrenden Zug noch aufspringen will.
Eine erfolgreiche Börsenwoche wünscht Ihnen
Stephan Feuerstein
Hebelzertifikate-Trader
http://www.hebelzertifikate-trader.de
Private Investor Relations Podcast #24: Veronika Rief in der Philosophie-Viertelstunde über Nachhaltigkeitsberichterstattung im Finanzwesen
Bildnachweis
1.
Yes Tino Griesbach Markus Steinacher
>> Öffnen auf photaq.com
Aktien auf dem Radar:AT&S, OMV, Lenzing, Amag, EuroTeleSites AG, Zumtobel, Österreichische Post, DO&CO, Josef Manner & Comp. AG, Rath AG, RBI, Semperit, Warimpex, Telekom Austria, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Austriacard Holdings AG, Agrana, CA Immo, EVN, Flughafen Wien, Frequentis, CPI Europe AG, Verbund.
Random Partner
DADAT Bank
Die DADAT Bank positioniert sich als moderne, zukunftsweisende Direktbank für Giro-Kunden, Sparer, Anleger und Trader. Alle Produkte und Dienstleistungen werden ausschließlich online angeboten. Die Bank mit Sitz in Salzburg beschäftigt rund 30 Mitarbeiter und ist als Marke der Bankhaus Schelhammer & Schattera AG Teil der GRAWE Bankengruppe.
>> Besuchen Sie 59 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» Österreich-Depots: Rekord (Depot Kommentar)
» Börsegeschichte 5.2.: Wolfgang Eder, Polytec (Börse Geschichte) (BörseGe...
» Nachlese: Wolfgang Matejka (audio cd.at)
» Wiener Börse Party #1088: ATX heute schwächer, Addiko Bank gesucht, Edi ...
» PIR-News: Research zu Semperit, Post eröffnet in Linz, Erste Group finan...
» Schnellster Runder-Marken-Sprung im ATX TR finished (Christian Drastil)
» Wiener Börse zu Mittag leichter: Addiko Bank und FACC gesucht
» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. ATX TR 14.000, BASF, Brenntag, Wolfgang...
» ATX-Trends: AT&S, Erste Group, OMV, Lenzing ...
» Österreich-Depots: Wieder Rekord (Depot Kommentar)
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- Wiener Börse: ATX gibt am Donnerstag 1,93 Prozent ab
- Wiener Börse Nebenwerte-Blick: Semperit steigt 3,...
- Wie Rath AG, Semperit, Josef Manner & Comp. AG, W...
- Wie RBI, Verbund, Bawag, voestalpine, SBO und Len...
- Strabag erhält Straßenbau-Aufträge in Polen im We...
- Österreich-Depots: Rekord (Depot Kommentar)
Featured Partner Video
Wiener Börse Party #1070: ATX etwas schwächer, AT&S gesucht, Marinomed-Manager wechselt zu Reploid, Viktoria Gass Opening Bell
Die Wiener Börse Party ist ein Podcastprojekt für Audio-CD.at von Christian Drastil Comm.. Unter dem Motto „Market & Me“ berichtet Christian Drastil über das Tagesgeschehen an der Wiener Börse. Inh...
Books josefchladek.com
Man Ray
Photographie n'est pas L'Art
1937
GLM
Claudia Andujar
Genocídio do Yanomami
2025
Void
Ludwig Kozma
Das Neue Haus
1941
Verlag Dr. H. Girsberger & Cie
