Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.





Lindt, Nestlé, Barry Callebaut, Mondelēz: Weihnachtszeit ist Schokoladenzeit (Christoph Scherbaum)

Bild: © Dirk Herrmann, Schokolade

Autor:
Christoph Scherbaum

Die Börsenblogger ist das einfache und direkte Sprachrohr von Journalisten und deren Kollegen, die teils schon mit jahrzehntelanger Arbeits- und Börsenerfahrung aufwarten können. Auch als professionelle Marktteilnehmer. Letztlich sind wir alle Börsenfans. Aber wir vertreten in diesem Blog auch eine ganz simple Philosophie: Wir wollen unabhängig von irgendwelchen Analysten, Bankexperten oder Gurus schreiben, was wir zum aktuellen (Börsen-)Geschehen denken, was uns beschäftigt. Das kommt Ihnen, dem Leser, zu Gute.

>> Website


>> zur Startseite mit allen Blogs

15.12.2017, 7595 Zeichen

Es ist jedes Jahr dasselbe: Die Schokoladenhersteller überbieten sich mit ihrem Angebot an verlockenden Süßigkeiten. Egal ob Goldhase, Schmunzelweihnachtsmann, Nugatei oder andere Leckereien – als Anleger kommt man an süßen Aktien nicht vorbei. Ein Grund mal etwas genauer hinzusehen.

Gewaltige Anstrengung. 143 Millionen Schoko-Nikoläuse und -Weihnachtsmänner wurden hierzulande nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie für das diesjährige Weihnachtsfest produziert. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein leichter Zuwachs. Knapp 47 Millionen der hierzulande hergestellten Schoko-Weihnachtsmänner gehen übrigns in den Export, und zwar nicht nur in die europäischen Nachbarstaaten, sondern auch u. a. in die USA, nach Kanada, Australien und Norwegen. Besonders beliebt sind deutsche Schoko-Nikoläuse in Österreich, den Benelux-Staaten, der Schweiz, Frankreich und Italien sowie Osteuropa.

Infografik: So viele Schokofiguren produziert die Süßwarenindustrie | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Nestlé will Anteilseigner nicht nur mit Süßigkeiten beglücken. Der weltweit größte Nahrungsmittelkonzern Nestlé (WKN: A0Q4DC / ISIN: CH0038863350), zu dem süße Marken wie KitKat, Lion, Nuts, Smarties oder YES gehören, will die Zeit zwischen Weihnachten und Ostern mit erhöhtem Schokoladenkonsum nutzen, um das Konzernwachstum anzukurbeln. Zuletzt haben die Schweizer ihr langjähriges Ziel, aus eigener Kraft um 4 bis 6 Prozent zu wachsen, immer wieder verfehlt. Die Profitabilität ließ ebenfalls zu wünschen übrig. Jetzt soll alles anders werden. Wie genau der ehemalige Chef des Gesundheitskonzerns Fresenius, Ulf Mark Schneider, Nestlé wieder flotter machen will, wurde im September auf einem Investorentag in London bekannt. Dieser sollte in die Geschichte eingehen. Erstmals verpasste sich Nestlé in seiner langen Geschichte nämlich ein Renditeziel: Die bereinigte operative Marge soll von 16 Prozent im Jahr 2016 bis 2020 auf 17,5 bis 18,5 Prozent anwachsen. Auf der Umsatzseite wird ein organisches Plus im mittleren einstelligen Prozentbereich angepeilt. Dass es zu den ambitionierten Zielen gekommen ist, ist auch dem aktivistischen US-Investor Daniel Loeb zu verdanken. Gleich nachdem seine Beteiligung mit seinem Hedgefonds Third Point an Nestlé und die Forderungen an das Management bekannt geworden war, legten die Schweizer ein auf drei Jahre angelegtes, 20 Mrd. CHF schweres Aktienrückkaufprogramm auf, um Anteilseigner nicht nur mit Schokoladengeschenken zu beglücken. Nestlé dürfte (wieder) eine spannende Story werden.

Nestlé-Aktie: boerse-frankfurt.de

Lindt & Sprüngli: Mehr als ein Schokohase. Egal, ob Jung oder Alt: Zu Weihnachten oder Ostern erfreut man sich überall auf der Welt am Geschmack einer guten Schokolade. Und diese kommt bekanntlich vor allem aus der Schweiz. Wie kaum ein anderer steht dabei Lindt & Sprüngli (WKN: 870503 / ISIN: CH0010570767) für die Schokoladenkultur der Eidgenossen. Dabei ist das Unternehmen, dessen Ursprünge auf das Jahr 1845 zurückgehen, vor allem für seine Schokohasen bekannt. Die Anfänge des goldenen Häschens gehen auf das Jahr 1952 zurück. Heute kommt der Schokohase mit seiner charakteristischen Glocke und der roten Schleife um den Hals in vier verschiedenen Geschmacksrichtungen und sechs verschiedenen Größen daher. Lindt hat darüber hinaus noch viel mehr zu bieten. Trotzdem war 2017 kein einfaches Jahr für die Schokoladenhersteller. Die Branche musste vor allem in der ersten Jahreshälfte mit einer weitreichend verhaltenen Konsumentenstimmung fertig werden. Nun liegt es an Marco Peter, dem neuen CEO von Lindt & Sprüngli, dafür zu sorgen, dass das Unternehmen selbst in schwierigen Märkten überzeugen und sich zumindest Marktanteile sichern kann. Nicht nur für Goldhasen-Fans dürfte Lindt & Sprüngli weiterhin eine Top-Aktie bleiben.

Lindt & Sprüngli-Aktie: boerse-frankfurt.de

Barry Callebaut präsentiert Weltsensation. Unabhängig davon, ob Sie gerade einen Schokohasen oder -nikolaus verputzen, die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Barry Callebaut (WKN: 914661 / ISIN: CH0009002962) die Schokolade für die Herstellung der Nascherei geliefert hat. Das Schweizer Unternehmen ist der Marktführer auf dem weltweiten Schokoladen- und Kakaomarkt. Der Züricher Konzern setzt weltweit mit rund 10.000 Mitarbeitern an mehr als 50 Standorten jährlich rund 7 Mrd. CHF um. Jeder, der Schokolade professionell verarbeiten möchte, kommt als Kunde infrage. So wie Chocolatiers, Konditoren, Bäcker, Hotels, Restaurants oder Caterer, aber natürlich auch die Großindustrie. Auch bei Innovationen ist Barry Callebaut spitze. Bisher kannten wir drei Schokoladensorten: zartbitter, weiß und Milchschokolade. Mit der „Ruby“-Schokolade, hergestellt aus der „Ruby“-Kakaobohne hat Barry Callebaut eine vierte Variante vorgestellt. Ganze 80 Jahre nach der Markteinführung von weißer Schokolade! Die rötliche Schokolade soll nicht bitter, milchig oder süß schmecken, sondern fruchtig. Für die Herstellung werden aber weder Beeren noch Beerenaroma verwendet. Wir dürfen gespannt sein, ob die „Ruby“-Schokolade einen ähnlichen Siegeszug antreten wird wie die anderen Sorten.

Barry-Callebaut-Aktie: boerse-frankfurt.de

Mondelēz und die lila Kuh. Für viele Kinder sind Kühe lila. Nicht nur zu Weihnachten oder Ostern. Diese Vorstellung haben die Kleinen einem Unternehmen zu verdanken. 1972 entwickelte die Werbeagentur Young & Rubicam die Milka Kuh, 1973 wurde sie zentrale Werbefigur für MILKA (zusammengesetzt aus den Wörtern Milch und Kakao). Die Marke mit einer über einhundertjährigen Tradition war allerdings schon lila bevor die Kuh lila wurde. Sie lässt sich bis in das Jahr 1826 in die Stadt Neuenburg in der Schweiz zurückverfolgen. MILKA heißt die Schokolade allerdings erst seit 1901. Noch heute wird bei der Herstellung der Schokolade ausschließlich Milch aus der Alpenregion verwendet. MILKA gehört heute zum US-Lebensmittelkonzern Mondelēz (WKN: A1J4U0 / ISIN: US6092071058). Dieser hat seinerseits ebenfalls eine bewegte Geschichte hinter sich. Am 1. Oktober 2012 spaltete sich der US-Konzern Kraft Foods Inc. in Mondelēz International Inc. und die Kraft Foods Group auf. Die US-Geschäfte verblieben bei der Kraft Foods Group, die später in der The Kraft Heinz Company aufging, während die Geschäfte im Rest der Welt fortan unter dem Mondelēz-Dach liefen. Die wichtigsten Schokoladenmarken, also diejenigen, die jährlich mehr als 1 Mrd. US-Dollar einbringen, sind MILKA, Cadbury und Cadbury Dairy Milk.

Mondelez-Aktie: boerse-frankfurt.de

FAZIT. Wie man sieht, ist die Welt der Schoko-Aktien bunt und vielfältig. Was man dabei favorisiert, ist letztlich immer auch eine Frage des Geschmacks. Der eine mag lieber Milka, der andere lieber Lindt? Da gibt es keine eindeutige Antwort. Bei den Aktien ist es ähnlich. Keines der vier Unternehmen ist mit den anderen vergleichbar. Letztlich muss die Aktie auch immer zum Rest-Portfolio passen. Stichworte wären hier Länderverteilung, Branchenschwerpunkt, Dividendenhöhe. Dennoch dürfte eine der vier Aktien sicher für viele interessant sein. Das gilt erst recht, weil Schokolade längst zum Dauerthema geworden ist. Weihnachten und Ostern sind zwar weiterhin wichtige Verkaufszeiträume, aber das Geschäft verteilt sich inzwischen ganz gut über das gesamte Jahr – sehr zur Freude der Anleger.

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage

Ihre dieboersenblogger.de-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

Melden Sie sich hier für unsere kostenlosen Newsletter an. Sie finden dort unser kostenfreies Newsletter-Angebot mit dem Namen “Die Börsenblogger Auf die Schnelle” (Wochentags) und “Die Börsenblogger D-A-CH Rundschau” (Samstags).


(15.12.2017)

BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Silvesterparty Wiener Börse feat. Wolfgang Matejka & Gunter Deuber: Wer den Wiener Markt 2025 wachgeküsst hat (und sehr viel mehr)




 

Bildnachweis

1. Schokolade , (© Dirk Herrmann)   >> Öffnen auf photaq.com

Aktien auf dem Radar:UBM, Agrana, Zumtobel, Addiko Bank, Austriacard Holdings AG, Palfinger, ATX, ATX Prime, ATX TR, ATX NTR, Bawag, Mayr-Melnhof, RBI, Wienerberger, Lenzing, Rosenbauer, Warimpex, CA Immo, FACC, Wolford, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, VIG, Amag, AT&S, CPI Europe AG, Österreichische Post, voestalpine, Infineon, Merck KGaA, Fresenius Medical Care.


Random Partner

Schwabe, Ley & Greiner (SLG)
Das Unternehmen SLG wurde 1988 gegründet und ist spezialisiert auf die Beratung im Bereich Finanz- und Treasury-Management. Wir sind Marktführer im gesamten deutschsprachigen Raum und verfügen über einen soliden Partnerkreis. Diesen haben wir zur Stärkung des Unternehmens kontinuierlich erweitert.

>> Besuchen Sie 62 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


 Latest Blogs

» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. Silvesterparty mit Wolfgang Matejka und...

» LinkedIn-NL: Unsere Silvesterpodcastparty über den Jahreswechsel und ein...

» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. Johannes Linhart Senat der Wirtschaft, ...

» Börsepeople im Podcast S22/20: Johannes Linhart

» Wiener Börse Party #1063: Closing Bell 2025 für die Wiener Börse, die mi...

» Österreich-Depots: Zum Ultimo noch einmal deutlich fester (Depot Kommentar)

» Börsegeschichte 30.12. (Börse Geschichte) (BörseGeschichte)

» Nachlese: Der Golden Finance Cut (audio cd.at)

» PIR-News: Erfolgreiches Jahr an der Wiener Börse, höheres Kursziel für E...

» Die Wiener Schluss-Robots 2025 im Original (Christian Drastil)


Useletter

Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

Newsletter abonnieren

Runplugged

Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

per Newsletter erhalten


Meistgelesen
>> mehr





PIR-Zeichnungsprodukte
Newsflow
>> mehr

Börse Social Club Board
>> mehr
    #gabb #2009

    Featured Partner Video

    Wiener Börse Party #1059: ATX über 5200, Erste Group-Aktie mit Windenergie erstmals in der Dreistelligkeit, Opening Bell läutet Andrea Maier

    Die Wiener Börse Party ist ein Podcastprojekt für Audio-CD.at von Christian Drastil Comm.. Unter dem Motto „Market & Me“ berichtet Christian Drastil über das Tagesgeschehen an der Wiener Börse. Inh...

    Books josefchladek.com

    Dominique Lapierre, Jean-Pierre Pedrazzini, René Ramon
    So lebt man heute in Rußland
    1957
    Blüchert

    Tenmei Kanoh
    New York 1969
    2014
    Ishi Inc.

    JH Engström
    Dimma Brume Mist
    2025
    Void

    Thonet
    Stahlrohrmöbel (Catalogue 1934)
    1934
    Selbstverlag

    Claudia Andujar
    Genocídio do Yanomami
    2025
    Void


    15.12.2017, 7595 Zeichen

    Es ist jedes Jahr dasselbe: Die Schokoladenhersteller überbieten sich mit ihrem Angebot an verlockenden Süßigkeiten. Egal ob Goldhase, Schmunzelweihnachtsmann, Nugatei oder andere Leckereien – als Anleger kommt man an süßen Aktien nicht vorbei. Ein Grund mal etwas genauer hinzusehen.

    Gewaltige Anstrengung. 143 Millionen Schoko-Nikoläuse und -Weihnachtsmänner wurden hierzulande nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie für das diesjährige Weihnachtsfest produziert. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein leichter Zuwachs. Knapp 47 Millionen der hierzulande hergestellten Schoko-Weihnachtsmänner gehen übrigns in den Export, und zwar nicht nur in die europäischen Nachbarstaaten, sondern auch u. a. in die USA, nach Kanada, Australien und Norwegen. Besonders beliebt sind deutsche Schoko-Nikoläuse in Österreich, den Benelux-Staaten, der Schweiz, Frankreich und Italien sowie Osteuropa.

    Infografik: So viele Schokofiguren produziert die Süßwarenindustrie | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

    Nestlé will Anteilseigner nicht nur mit Süßigkeiten beglücken. Der weltweit größte Nahrungsmittelkonzern Nestlé (WKN: A0Q4DC / ISIN: CH0038863350), zu dem süße Marken wie KitKat, Lion, Nuts, Smarties oder YES gehören, will die Zeit zwischen Weihnachten und Ostern mit erhöhtem Schokoladenkonsum nutzen, um das Konzernwachstum anzukurbeln. Zuletzt haben die Schweizer ihr langjähriges Ziel, aus eigener Kraft um 4 bis 6 Prozent zu wachsen, immer wieder verfehlt. Die Profitabilität ließ ebenfalls zu wünschen übrig. Jetzt soll alles anders werden. Wie genau der ehemalige Chef des Gesundheitskonzerns Fresenius, Ulf Mark Schneider, Nestlé wieder flotter machen will, wurde im September auf einem Investorentag in London bekannt. Dieser sollte in die Geschichte eingehen. Erstmals verpasste sich Nestlé in seiner langen Geschichte nämlich ein Renditeziel: Die bereinigte operative Marge soll von 16 Prozent im Jahr 2016 bis 2020 auf 17,5 bis 18,5 Prozent anwachsen. Auf der Umsatzseite wird ein organisches Plus im mittleren einstelligen Prozentbereich angepeilt. Dass es zu den ambitionierten Zielen gekommen ist, ist auch dem aktivistischen US-Investor Daniel Loeb zu verdanken. Gleich nachdem seine Beteiligung mit seinem Hedgefonds Third Point an Nestlé und die Forderungen an das Management bekannt geworden war, legten die Schweizer ein auf drei Jahre angelegtes, 20 Mrd. CHF schweres Aktienrückkaufprogramm auf, um Anteilseigner nicht nur mit Schokoladengeschenken zu beglücken. Nestlé dürfte (wieder) eine spannende Story werden.

    Nestlé-Aktie: boerse-frankfurt.de

    Lindt & Sprüngli: Mehr als ein Schokohase. Egal, ob Jung oder Alt: Zu Weihnachten oder Ostern erfreut man sich überall auf der Welt am Geschmack einer guten Schokolade. Und diese kommt bekanntlich vor allem aus der Schweiz. Wie kaum ein anderer steht dabei Lindt & Sprüngli (WKN: 870503 / ISIN: CH0010570767) für die Schokoladenkultur der Eidgenossen. Dabei ist das Unternehmen, dessen Ursprünge auf das Jahr 1845 zurückgehen, vor allem für seine Schokohasen bekannt. Die Anfänge des goldenen Häschens gehen auf das Jahr 1952 zurück. Heute kommt der Schokohase mit seiner charakteristischen Glocke und der roten Schleife um den Hals in vier verschiedenen Geschmacksrichtungen und sechs verschiedenen Größen daher. Lindt hat darüber hinaus noch viel mehr zu bieten. Trotzdem war 2017 kein einfaches Jahr für die Schokoladenhersteller. Die Branche musste vor allem in der ersten Jahreshälfte mit einer weitreichend verhaltenen Konsumentenstimmung fertig werden. Nun liegt es an Marco Peter, dem neuen CEO von Lindt & Sprüngli, dafür zu sorgen, dass das Unternehmen selbst in schwierigen Märkten überzeugen und sich zumindest Marktanteile sichern kann. Nicht nur für Goldhasen-Fans dürfte Lindt & Sprüngli weiterhin eine Top-Aktie bleiben.

    Lindt & Sprüngli-Aktie: boerse-frankfurt.de

    Barry Callebaut präsentiert Weltsensation. Unabhängig davon, ob Sie gerade einen Schokohasen oder -nikolaus verputzen, die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Barry Callebaut (WKN: 914661 / ISIN: CH0009002962) die Schokolade für die Herstellung der Nascherei geliefert hat. Das Schweizer Unternehmen ist der Marktführer auf dem weltweiten Schokoladen- und Kakaomarkt. Der Züricher Konzern setzt weltweit mit rund 10.000 Mitarbeitern an mehr als 50 Standorten jährlich rund 7 Mrd. CHF um. Jeder, der Schokolade professionell verarbeiten möchte, kommt als Kunde infrage. So wie Chocolatiers, Konditoren, Bäcker, Hotels, Restaurants oder Caterer, aber natürlich auch die Großindustrie. Auch bei Innovationen ist Barry Callebaut spitze. Bisher kannten wir drei Schokoladensorten: zartbitter, weiß und Milchschokolade. Mit der „Ruby“-Schokolade, hergestellt aus der „Ruby“-Kakaobohne hat Barry Callebaut eine vierte Variante vorgestellt. Ganze 80 Jahre nach der Markteinführung von weißer Schokolade! Die rötliche Schokolade soll nicht bitter, milchig oder süß schmecken, sondern fruchtig. Für die Herstellung werden aber weder Beeren noch Beerenaroma verwendet. Wir dürfen gespannt sein, ob die „Ruby“-Schokolade einen ähnlichen Siegeszug antreten wird wie die anderen Sorten.

    Barry-Callebaut-Aktie: boerse-frankfurt.de

    Mondelēz und die lila Kuh. Für viele Kinder sind Kühe lila. Nicht nur zu Weihnachten oder Ostern. Diese Vorstellung haben die Kleinen einem Unternehmen zu verdanken. 1972 entwickelte die Werbeagentur Young & Rubicam die Milka Kuh, 1973 wurde sie zentrale Werbefigur für MILKA (zusammengesetzt aus den Wörtern Milch und Kakao). Die Marke mit einer über einhundertjährigen Tradition war allerdings schon lila bevor die Kuh lila wurde. Sie lässt sich bis in das Jahr 1826 in die Stadt Neuenburg in der Schweiz zurückverfolgen. MILKA heißt die Schokolade allerdings erst seit 1901. Noch heute wird bei der Herstellung der Schokolade ausschließlich Milch aus der Alpenregion verwendet. MILKA gehört heute zum US-Lebensmittelkonzern Mondelēz (WKN: A1J4U0 / ISIN: US6092071058). Dieser hat seinerseits ebenfalls eine bewegte Geschichte hinter sich. Am 1. Oktober 2012 spaltete sich der US-Konzern Kraft Foods Inc. in Mondelēz International Inc. und die Kraft Foods Group auf. Die US-Geschäfte verblieben bei der Kraft Foods Group, die später in der The Kraft Heinz Company aufging, während die Geschäfte im Rest der Welt fortan unter dem Mondelēz-Dach liefen. Die wichtigsten Schokoladenmarken, also diejenigen, die jährlich mehr als 1 Mrd. US-Dollar einbringen, sind MILKA, Cadbury und Cadbury Dairy Milk.

    Mondelez-Aktie: boerse-frankfurt.de

    FAZIT. Wie man sieht, ist die Welt der Schoko-Aktien bunt und vielfältig. Was man dabei favorisiert, ist letztlich immer auch eine Frage des Geschmacks. Der eine mag lieber Milka, der andere lieber Lindt? Da gibt es keine eindeutige Antwort. Bei den Aktien ist es ähnlich. Keines der vier Unternehmen ist mit den anderen vergleichbar. Letztlich muss die Aktie auch immer zum Rest-Portfolio passen. Stichworte wären hier Länderverteilung, Branchenschwerpunkt, Dividendenhöhe. Dennoch dürfte eine der vier Aktien sicher für viele interessant sein. Das gilt erst recht, weil Schokolade längst zum Dauerthema geworden ist. Weihnachten und Ostern sind zwar weiterhin wichtige Verkaufszeiträume, aber das Geschäft verteilt sich inzwischen ganz gut über das gesamte Jahr – sehr zur Freude der Anleger.

    In diesem Sinne,
    weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage

    Ihre dieboersenblogger.de-Gründer
    Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

    Melden Sie sich hier für unsere kostenlosen Newsletter an. Sie finden dort unser kostenfreies Newsletter-Angebot mit dem Namen “Die Börsenblogger Auf die Schnelle” (Wochentags) und “Die Börsenblogger D-A-CH Rundschau” (Samstags).


    (15.12.2017)

    BSN Podcasts
    Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

    Silvesterparty Wiener Börse feat. Wolfgang Matejka & Gunter Deuber: Wer den Wiener Markt 2025 wachgeküsst hat (und sehr viel mehr)




     

    Bildnachweis

    1. Schokolade , (© Dirk Herrmann)   >> Öffnen auf photaq.com

    Aktien auf dem Radar:UBM, Agrana, Zumtobel, Addiko Bank, Austriacard Holdings AG, Palfinger, ATX, ATX Prime, ATX TR, ATX NTR, Bawag, Mayr-Melnhof, RBI, Wienerberger, Lenzing, Rosenbauer, Warimpex, CA Immo, FACC, Wolford, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, VIG, Amag, AT&S, CPI Europe AG, Österreichische Post, voestalpine, Infineon, Merck KGaA, Fresenius Medical Care.


    Random Partner

    Schwabe, Ley & Greiner (SLG)
    Das Unternehmen SLG wurde 1988 gegründet und ist spezialisiert auf die Beratung im Bereich Finanz- und Treasury-Management. Wir sind Marktführer im gesamten deutschsprachigen Raum und verfügen über einen soliden Partnerkreis. Diesen haben wir zur Stärkung des Unternehmens kontinuierlich erweitert.

    >> Besuchen Sie 62 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


     Latest Blogs

    » Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. Silvesterparty mit Wolfgang Matejka und...

    » LinkedIn-NL: Unsere Silvesterpodcastparty über den Jahreswechsel und ein...

    » Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. Johannes Linhart Senat der Wirtschaft, ...

    » Börsepeople im Podcast S22/20: Johannes Linhart

    » Wiener Börse Party #1063: Closing Bell 2025 für die Wiener Börse, die mi...

    » Österreich-Depots: Zum Ultimo noch einmal deutlich fester (Depot Kommentar)

    » Börsegeschichte 30.12. (Börse Geschichte) (BörseGeschichte)

    » Nachlese: Der Golden Finance Cut (audio cd.at)

    » PIR-News: Erfolgreiches Jahr an der Wiener Börse, höheres Kursziel für E...

    » Die Wiener Schluss-Robots 2025 im Original (Christian Drastil)


    Useletter

    Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

    Newsletter abonnieren

    Runplugged

    Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
    (kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

    per Newsletter erhalten


    Meistgelesen
    >> mehr





    PIR-Zeichnungsprodukte
    Newsflow
    >> mehr

    Börse Social Club Board
    >> mehr
      #gabb #2009

      Featured Partner Video

      Wiener Börse Party #1059: ATX über 5200, Erste Group-Aktie mit Windenergie erstmals in der Dreistelligkeit, Opening Bell läutet Andrea Maier

      Die Wiener Börse Party ist ein Podcastprojekt für Audio-CD.at von Christian Drastil Comm.. Unter dem Motto „Market & Me“ berichtet Christian Drastil über das Tagesgeschehen an der Wiener Börse. Inh...

      Books josefchladek.com

      Marjolein Martinot
      Riverland
      2025
      Stanley / Barker

      Daniele Torriglia
      Il senso della presenza
      2025
      Self published

      Anna Fabricius
      Home is where work is
      2024
      Self published

      Elizabeth Alderliesten
      Remember Who You Once Were
      2024
      Self published

      Sasha & Cami Stone
      Femmes. Collection d'études photographiques du corps humain
      1933
      Arts et Métiers Graphiques