15.02.2018, 2531 Zeichen
Den ÖsterreicherInnen die Vorteile von Aktieninvestments aufzuzeigen ist derzeit vielen Marktteilnehmern offenbar ein Anliegen. Auf verschiedensten Plattformen wird hingewiesen, wie viel Rendite die Österreicher durch ihre Sparbuch-Fixierung liegen lassen. Hier einige Beispiele:
In einer Marktanalyse, veröffentlicht auf der Wiener Börse-Homepage, redet Allianz Investmentbank-Vorstand Martin Bruckner den Sparbuch-Sparern ins Gewissen. Wegen der „unseligen Fixierung auf das Sparbuch" habe die Mehrzahl der Österreich nämlich die positive Entwicklung an den Aktienmärkten nicht mitgemacht. "Das Vermögen der österreichischen Haushalte steigt aufgrund dieser sehr konservativen Vorgehensweise geringer als das anderer Länder in unserer Nachbarschaft. Es ist natürlich schon ein relativ später Zeitpunkt, aber für eine Beimischung ist es nie zu spät. Aktiensparen bringt nämlich auf lange Sicht nicht nur den Aktionären Vorteile, sondern belebt auch den österreichischen Kapitalmarkt", meint Bruckner.
Und noch einmal das Thema Österreicher und Aktie: Auf der Raiffeisen-Plattform boerse-live gibt es so etwas wie ein "Motivationsschreiben" für ein Investment in Aktien. Dort heisst es mitunter: Mit „nur“ vier Prozent Aktienanteil verhalten wir uns defensiv, wenn es um die Geldanlage geht. Freies Kapital wird lieber zu historisch niedrigen Zinsen auf Sparbuch und Co gelegt! Und weiter: "Wenn es um Vermögensbildung geht, stehen wir uns selbst gerne im Wege. Dabei sind die Renditen von Aktien historisch gesehen doch beeindruckend. Sieht man sich die Entwicklung des österreichischen Leitindex ATX über die vergangenen 30 Jahre an, so konnte man sich über eine jährliche Rendite von rund acht Prozent freuen. Ein ähnliches Bild ergibt sich für sämtliche renommierte Indizes.
Aber immerhin: Laut den Ergebnissen einer aktuellen Umfrage der Peter Hajek Public Opinion Strategies blieben zwar die Formen der Geldanlage der ÖsterreicherInnen in den vergangenen Jahren weitgehend unverändert, aber das Interesse am Kauf von Wertpapieren hat im Vergleich zu 2016 leicht zugenommen. Es fehlt vor allem an Wissen: Nur vier Prozent gaben an, sich sehr gut mit Veranlagungen an der Börse auszukennen. Ein grundsätzliches Interesse am Aktienkauf könnte laut Befragung durch steuerliche Anreize erreicht werden. So gaben 71 Prozent an, dass eine steuerliche Begünstigung auf Veranlagungen zur privaten Pensionsvorsorge eine sehr gute bzw. gute Idee wäre.
Aus dem Börsenbrief #gabb vom 15.2. 2018
zu bestellen unter https://boerse-social.com/gabb
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