07.08.2018, 3093 Zeichen
Gold ist es nicht, womit man aktuell Geld verdienen kann – es sei denn, man setzt auf fallende Notierungen. So zählt Gold zwar zu den Krisenwährungen, allerdings ist zunächst keine Krise in Sicht, so dass auch der Goldpreis (noch) keinen Turnaround erfährt. Schließlich melden die US-Unternehmen weitgehend sehr gute Zahlen, die der Steuerreform von US-Präsident Trump geschuldet sind. Daneben rechnen die USA mit einem (hochgerechneten) Jahreswachstum von sagenhaften 4,1 Prozent. Hier spielen allerdings auch staatliche Einflüsse eine Rolle, da die Staatsausgaben zur Förderung der Wirtschaft entsprechend angehoben wurden.
Heute schon an morgen denken?
Dies scheint offenbar etwas aus der Mode gekommen zu sein. Denn langfristig werden die US-Steuerreform, aber auch durch die erhöhten Staatsausgaben irgendwie finanziert werden müssen. Die Hoffnung, dass dies alleine durch konjunkturelles Wachstum geschieht, dürfte in den kommenden Jahren enttäuscht werden. Aber was interessiert den (westlichen) Politiker von heute, was in zehn Jahren passiert. Schließlich sind dann die Amtsperioden in der Regel vorbei und die Nachwelt darf sich mit dem auf Schulden aufgebauten Wachstum herumschlagen, das dann wahrscheinlich zudem nicht mehr vorhanden ist. Um auf das Eingangsthema zurückzukommen: Dann wird auch Gold wieder als Krisenwährung interessant werden, man muss nur noch ein paar Jahre und günstigere Kurse abwarten.
Berechenbares Ego
So unberechenbar der Zeitpunkt seiner Aktionen in der Regel ist, so berechenbar wird er durch die Aktionen selbst. Der Aktienmarkt reagiert zwar kurzfristig auf die berühmt-berüchtigten Tweets des US-Präsidenten, wie viel Substanz dann aber auf viele Ankündigungen folgt, bleibt eigentlich erst einmal abzuwarten. Häufig folgt auf die Absichtserklärungen dann nicht mehr viel, wie unter anderem das erneute Testen der nordkoreanischen Langstreckenraketen offenbart.
Ein ähnliches Ego wie der US-Präsident besitzt auch das türkische Staatsoberhaupt. Legt man dem einen oder anderen den berühmten Knochen vor die Nase, folgt ein berechenbarer Beißreflex. Dies zeigt sich in diesen Tagen auch am Konflikt der beiden Länder, der durch die Festnahme eines US-amerikanischen Predigers ausgelöst wurde. Auf die politischen Hintergründe möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen. Vielmehr interessant ist, dass beide Staatsoberhäupter gerne Recht haben. Dies führt im Falle der Türkei zu einer atemberaubenden Talfahrt der Türkischen Lira. Da sich das Ego des türkischen Staatsoberhauptes nicht so schnell ändern wird, ist auch nicht davon auszugehen, dass die Lira vor einem raschen Turnaround steht. Wir hatten im Hinblick auf eine weitere Talfahrt der Lira bzw. eines immer festeren Euros gegenüber der Lira eine Long-Position aufgebaut (WKN SC6DTK), die aktuell immer noch interessant ist. Allerdings sei darauf hingewiesen, dass mit der aktuellen Politik in der Türkei der wirtschaftliche Kollaps droht, sollte sie denn fortgesetzt werden.
Eine erfolgreiche Börsenwoche wünscht Ihnen
Stephan Feuerstein
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