31.08.2018, 3621 Zeichen
Der chinesische Autobauer Geely konnte zuletzt mit einigen Erfolgsmeldungen aufwarten. Allerdings wird der Wettbewerb auf dem chinesischen Automarkt immer erbitterter geführt, unter anderem weil klar geworden ist, dass er nicht immer weiterwachsen wird.
Geely ist hierzulande vor allem mit seiner Beteiligung an Daimler bekannt geworden. Anfang des Jahres sicherte sich der Unternehmer und Geely-Chef Li Shufu 9,69 Prozent an den Schwaben. In Schweden ist das Unternehmen vor allem als neuer Eigentümer des traditionsreichen Autoherstellers Volvo bekannt geworden. In China kam das 1986 gegründete Unternehmen über Motorräder zur Pkw-Fertigung. Im Moment sind es vor allem die weltweit, und in China insbesondere, beliebten SUVs, die Geely gute Geschäfte bescheren. Im Halbjahresbericht hieß es sogar, dass sich die Geschäfte zuletzt besser als vom Management erwartet entwickelt hätten.
Laut Unternehmensangaben vom 22. August wurden zwischen Januar und Juni 2018 766.630 Autos verkauft. Ein Anstieg von 44 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Dabei verkauft Geely seine Autos fast ausschließlich auf dem chinesischen Heimatmarkt. Lediglich 8.699 Fahrzeuge wurden exportiert. Ein Anteil an den Gesamtverkäufen von gerade einmal 1,1 Prozent. Allerdings schnappt sich Geely in China, inzwischen dem weltgrößten Automarkt, immer mehr Marktanteile. Laut Bloomberg konnte Geely im ersten Halbjahr beim Pkw-Absatz die japanischen Hersteller Honda, Nissan sowie Toyota überholen und zum drittgrößten Autohersteller aufsteigen. Lediglich General Motors und Volkswagen verkaufen mehr Fahrzeuge. Unter den chinesischen Herstellern ist Geely sogar die weltweite Nummer eins.
Dank der guten Absatzzahlen wurden die Umsatzerlöse in der gleichen Zeit um 36 Prozent auf 53,71 Mrd. Yuan (umgerechnet 6,8 Mrd. Euro) gesteigert. Der den Anteilseignern zurechenbare Nettogewinn kletterte sogar um 54 Prozent auf 6,67 Mrd. Yuan (umgerechnet 843 Mio. Euro). Zudem zeigte sich das Management in Bezug auf die weiteren Unternehmensziele noch optimistischer. Dank neuer Modelle soll die Absatzzahl für 2018 von 1,58 Millionen verkauften Autos erreicht und möglicherweise sogar übertroffen werden. Bis 2020 will man jährlich sogar mehr als 2 Millionen Fahrzeuge verkaufen. Allerdings hat inzwischen auch Geely mit Gegenwind zu kämpfen.
Das Wachstum des chinesischen Automarktes hat sich zu Jahresbeginn abgeschwächt, zuletzt wurden sogar Rückgänge beobachtet. Geely machte dafür unter anderem ausgelaufene Steuervergünstigungen für den Erwerb von spritsparenden Autos verantwortlich. Laut Angaben des Branchenverbandes China Passenger Car Association (PCA) vom 8. August wurden im Juli 5,4 Prozent weniger Autos verkauft als im Vorjahresmonat. Auch bei den für Geely besonders wichtigen SUVs wurde ein Rückgang festgestellt. Darüber hinaus sorgt der chinesisch-amerikanische Handelsstreit für Verunsicherung unter den Herstellern und Autokäufern. Zudem bleibt der chinesische Markt hart umkämpft, nicht nur unter den heimischen Herstellern, sondern vor allem auch aufgrund der vielen Autokonzerne aus dem Ausland.
Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Geely-Aktie erwarten, könnten mit einem klassischen Optionsschein Call der Deutschen Bank (WKN DS6LUN, Laufzeit bis zum 19.12.2018) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Optionsscheins liegt derzeit bei 13,06. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem klassischen Optionsschein Put der Deutschen Bank (WKN DS5RQR, aktueller Hebel 7,04; Laufzeit bis zum 19.12.2018) auf fallende Kurse der Geely-Aktie setzen.
Stand: 30.08.2018
© Deutsche Bank AG -
Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung.
Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Weitere, ausführlichere Angaben zu den Wertpapieren einschließlich der Risiken sind den jeweiligen Basisprospekten, nebst etwaiger Nachträge („Basisprospekte“) sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen zu entnehmen. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Anleger können die Basisprospekte nebst den jeweiligen Endgültigen Bedingungen bei der Deutsche Bank AG, Mainzer Landstraße 11-17, 60329 Frankfurt am Main (Deutschland) kostenlos in Papierform und deutscher Sprache erhalten und unter www.xmarkets.de herunterladen.
Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung der Deutsche Bank AG wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann.
BörseGeschichte Podcast: Florian Novotny vor 10 Jahren zum ATX-25er
Geely
Uhrzeit: 23:00:17
Veränderung zu letztem SK: -1.03%
Letzter SK: 1.90 ( -0.76%)
General Motors Company
Uhrzeit: 23:00:00
Veränderung zu letztem SK: -2.30%
Letzter SK: 72.65 ( -2.65%)
Mercedes-Benz Group
Uhrzeit: 22:59:06
Veränderung zu letztem SK: 0.09%
Letzter SK: 59.78 ( -0.98%)
Toyota Motor Corp.
Uhrzeit: 23:00:17
Veränderung zu letztem SK: 1.21%
Letzter SK: 18.80 ( 3.14%)
Volkswagen
Uhrzeit: 22:59:06
Veränderung zu letztem SK: 0.15%
Letzter SK: 103.20 ( -1.62%)
Bildnachweis
1.
Geely, Flaggen, Himmel - https://de.depositphotos.com/47091517/stock-photo-samara-ru... -
>> Öffnen auf photaq.com
Aktien auf dem Radar:voestalpine, CA Immo, Andritz, Austriacard Holdings AG, RHI Magnesita, Addiko Bank, Rosgix, SBO, Wienerberger, Rosenbauer, Marinomed Biotech, EVN, Mayr-Melnhof, AT&S, DO&CO, Kapsch TrafficCom, Polytec Group, Frequentis, Palfinger, Agrana, Amag, Oberbank AG Stamm, BKS Bank Stamm, Josef Manner & Comp. AG, SW Umwelttechnik, Zumtobel, Wolford, Österreichische Post, Verbund.
Random Partner
VBV
Die VBV-Gruppe ist führend bei betrieblichen Vorsorgelösungen in Österreich. Sowohl im Bereich der Firmenpensionen als auch bei der Abfertigung NEU ist die VBV Marktführer. Neben der VBV-Pensionskasse und der VBV-Vorsorgekasse gehören auch Dienstleistungsunternehmen wie die VBV-Pensionsservice-Center, die VBV-Consult, die VBV-Asset Service und die Betriebliche Altersvorsorge-SoftWare Engineering zur VBV-Gruppe.
>> Besuchen Sie 62 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» Österreich-Depots: Stockpicking Österreich auf weiterem High (Depot Komm...
» Börsegeschichte 12.1.: UBM, EVN (Börse Geschichte) (BörseGeschichte)
» Nachlese: Marija Marjanovic, Ernst Vejdovszky, Gerald Grohmann, mumak.me...
» PIR-News: Auftrag für Porr, Rekord bei der Post, neue Manager bei Reploi...
» Wiener Börse Party #1070: ATX etwas schwächer, AT&S gesucht, Marinomed-M...
» Wiener Börse zu Mittag schwächer: Kapsch TrafficCom, AT&S und Österreich...
» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. Ernst Vejdovszky , Marija Marjanovic, T...
» Börsepeople im Podcast S22/25: Marija Marjanovic
» ATX-Trends: Semperit, UBM, FACC, Strabag ...
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- Wiener Börse Nebenwerte-Blick: Polytec steigt 3,6...
- Wiener Börse: ATX steigt am Montag 0,69 Prozent
- Wie Polytec Group, RHI Magnesita, Kapsch TrafficC...
- Wie AT&S, SBO, DO&CO, Porr, Strabag und EVN für G...
- Post kauft in Ungarn zu
- KTM ab April mit Chief Commercial Officer
Featured Partner Video
kapitalmarkt-stimme.at daily voice: Der einzige Milei în Österreich ist Andreas Babler und gerade er wird das wohl nicht gerne hören
kapitalmarkt-stimme.at daily voice auf audio-cd.at; Gerecht sind Förderungen nicht, daher gehören sie weg.
Unser Ziel: Kapitalmarkt is coming home. Täglich zwischen 19 und 20 Uhr.
Books josefchladek.com
Krass Clement
Født af mørket
2025
Gyldendal
Ray K. Metzker
City Lux
2025
Ludion Publishers
Claudia Andujar
Genocídio do Yanomami
2025
Void
JH Engström
Dimma Brume Mist
2025
Void
Elizabeth Alderliesten
Remember Who You Once Were
2024
Self published
