05.11.2018, 3068 Zeichen
In den USA wird es jetzt spannend. Immerhin stehen die „Halbzeitwahlen“ an, bei denen der Kongress neu zusammengesetzt wird. Während viele davon ausgehen, dass das Repräsentantenhaus fest in republikanischer Hand bleibt, darf man beim Senat gespannt sein. Immerhin ist das Land unter dem amtierenden Präsidenten Trump gespalten wie noch nie in der Geschichte und die Ränder werden zudem extremer, wie die letzten, politisch motivierten Straftaten unterstreichen. Trump hatte es nicht einmal angestrebt, das Land nach der Präsidentschaftswahl zu einen, sondern setzt nach wie vor auf Polarisierung seiner teilweise extremen Ansichten. In den letzten Jahren hatte damit auch der Rest der Welt zu kämpfen, womit man nun gespannt sein darf, ob Trump die Mehrheit im Kongress behält. Denn dann wäre für die nächsten beiden Jahre ein bedingungsloses Durchregieren zu erwarten.
Wirtschaftliche Impulse?
Während Trump gerne einen Anstieg an den Aktienmärkten seiner Politik zuschreibt, schiebt er andererseits einen Rückgang der US-Notenbank in die Schuhe. Diese reagiert aktuell mit Zinsanhebungen auf die kräftige Konjunktur, die Trump mit seiner Steuerreform Ende des vergangenen Jahres angefacht hatte. Allerdings ist diese auf Pump finanziert und dürfte sich nicht – wie von Trump behauptet – von selbst finanzieren. Den USA wird daher in den kommenden Jahren ein weiteres Schuldenproblem entstehen. Auch die Wachstumsraten dürften bis 2020 sehr deutlich zurückkommen, so dass der US-Aktienmarkt von dieser Seite keine Unterstützung erhalten sollte. Daran sollte sich auch nichts ändern, wenn Trump die Mehrheit im Kongress erhalten würde.
Konjunkturerlahmung in Europa
Kein positiver Impuls dürfte auch vom „alten Kontinent“ kommen. So offenbart der Einbruch des ifo Wirtschaftsklimas für den Euroraum auf den niedrigsten Stand seit Mitte 2016, dass Lage und Ausblick mittlerweile alles andere als positiv eingeschätzt werden. Dazu dürfte auch das hoch verschuldete Italien dazu beitragen, das derzeit eine Änderung der lockeren Geldpolitik in Europa nahezu unmöglich macht. Genau diese Geldpolitik könnte allmählich aber ernste Probleme mit sich bringen, da die Inflationsrate mittlerweile klar über der Zielmarke von 2,0 Prozent liegt. Dass die EZB das Augenmerk „nur“ auf die Kerninflationsrate (ohne Energie und Treibstoffkosten) richtet, die derzeit bei rund 1,5 Prozent liegt, hat sicherlich etwas von Augenwischerei. Bereits jetzt sorgen die niedrigen Zinsen für eine Blasenbildung am Immobilienmarkt. Die berühmten Carry-Trades dürften bei weiter steigenden US-Zinsen zudem ansteigen und damit ebenfalls nach und nach ein Problem aufbauen, das sich in einer heftigen Korrektur entladen könnte. Bereits vor dem Einbruch infolge der Finanzkrise waren diese Carry-Trades zwischen Japan und den USA zu beobachten. Im aktuellen Fall dürfte es aber noch einige Zeit gehen, bis sich die sich allmählich aufbauende Energie dann etwas deutlicher entlädt.
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Stephan Feuerstein
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