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wikifolio will Österreichs erstes Unicorn werden, spricht u.a. über Gewinnsituation und anklopfende Käufer (Angelika Kramer für das Fintech-Fachheft 44)   




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23.05.2016
 
wikifolio-Gründer Andreas Kern im Talk mit Angelika Kramer über den Mrd.-Dollar-Traum von Euro­pas stärkster Social-Trading-Plattform bzw. diverse Herausforderungen im Alltag eines Fintechs. ( Das Fachheft 44 im Fast Forward Modus ) 
 
Frage ( Angelika Kramer): Wie sind Sie mit der Entwicklung von ­wikifolio zufrieden; nennen Sie uns ein paar aktuelle Kennzahlen?
 
Andreas Kern: Wir liegen mit unserem Wachstum ziemlich im Plan. Natürlich war der heurige Marktstart für uns auch nicht förderlich, aber unser Workflow ist on track, und der Mittelzufluss ist stabil. Wir weisen fast in allen Kennzahlen 60 bis 80 Prozent Wachstum auf.
 
Wie viele Mitarbeiter beschäftigen Sie? 
 
Wir haben aktuell 35 Mitarbeiter, vorwiegend in der Technik, der Entwicklung, Market Operator und Trader Support. Aber was wir uns zur Gänze ersparen, sind Asset Manager und Vertriebsmitarbeiter. Dafür haben wir wikifolios von mehr als 10.000 privaten und professionellen Tradern und unser Content wird über Plattformen wie Onvista, Com­direct oder BSN verteilt. Man hat uns deswegen auch schon einmal das Uber der Finanzindus­trie genannt.
 
Wie sehr spüren Sie denn den Gegenwind der etablierten Finanzindustrie?
 
Die Finanzindustrie ist mit uns hoch zufrieden, wir haben dort mehr Freunde als Feinde, weil sie uns ja auch als Tool nützen können. Die Börsen lieben uns überhaupt heiß. Tatsächlich ist es so, dass wir ja ein neues Segment bedienen: Die wirklich Vermögenden kommen in der Regel nicht zu uns. Bei Investments in der Höhe zwischen 50.000 und 200.000 Euro, wie sie bei uns getätigt werden, ist es ja ohnehin schwierig, gute Beratung von den Banken zu bekommen. 
 
Wenn Sie den Banken nur zu Diensten sind, haben Sie sicher schon etliche Kaufangebote für wikifolio bekommen?
 
Ja, es fragen bei uns laufend Unternehmen an, ob sie bei uns einsteigen können; gerade heute Morgen hat ein millionenschwerer US-Fonds angefragt.
 
Und was sagen Sie dem?
 
Das weiß ich noch nicht. 
 
Aber wo wollen Sie denn mit wikifolio hin? Gibt es so etwas wie ein Exit-Szenario?
 
Wir wollen das erste österreichische Unicorn (Anm.: Unternehmenswert mehr als eine Mrd. USD) werden, und das wissen auch unsere Eigentümer. Aber bis dahin ist es, zugegeben, noch ein weiter Weg. 
 
Wie sehr steigt Ihnen denn die Finanzmarktaufsicht auf die Füße; immerhin sind ja großteils völlige Laien als Trader aktiv?
 
Natürlich beschäftigen wir uns intensiv mit dem rechtlichen Rahmen. Manche glauben ja, die Regulierung betrifft uns überhaupt nicht. Dass es Fintechs in Sachen Regulierung leichter haben, ist ausgemachter Unsinn! Wir müssen genauso alle Gesetze einhalten – mit dem Unterschied, dass wir keine 30 Leute in der Rechtsabteilung sitzen haben. Alle zwei Wochen erstellen wir ca. 100 Nachträge und Terms, welche von Lang & Schwarz, unserem Emissionspartner, an die zuständige BaFin gesendet werden. Wir waren auch im Vorfeld zum Launch unserer Plattform mit der Aufsicht, auch in Österreich mit der FMA und in der Schweiz mit der Finma in intensiven ­Gesprächen.
 
Sie haben einmal das Ziel definiert, dass Sie 2017 einen Gewinn erzielen wollen. Geht sich das aus?
 
Operativ sind wir bereits positiv; wir haben letztes Jahr ein knapp siebenstelliges Plus erzielt. Aber die ganzen Investments, die wir tätigen, machen es natürlich nicht unbedingt leichter, Gewinne zu erzielen. Dass wir einen Jahresüberschuss erzielen, hat momentan jedenfalls keinen Vorrang für uns.
 
Welche Pläne haben Sie also?
 
Uns ist es jetzt einmal wichtig, in neue Märkte vorzudringen. In der Schweiz sind wir ja bereits seit Kurzem, jetzt arbeiten wir gerade an einer mehrsprachigen Version von wikifolio. Drei neue Märkte wollen wir im ersten Halbjahr noch schaffen; das ist eine ganz schöne Herausforderung: andere Währung, andere Sprache. Hier investieren wir einiges Geld.
 
Sie wollten auch eigene Produkte für institutionelle Investoren auf den Markt bringen. Wie sieht es da aus?
 
Dazu muss man sagen, dass zehn Prozent der deutschen Vemögensverwalter bereits mit ­wikifolio arbeiten. Aber es ist richtig, dass wir größere Tickets anziehen wollen und deshalb den Vertrieb in Family Offices verstärken werden; der Bedarf dort ist durch die Niedrigzinspolitik auch vorhanden, denn Anleihen fallen als Investment weitgehend weg. 
 
Welche Größenordnung wollen Sie da ansprechen?
 
Die Größe der Investments ist nach oben ­offen. In Deutschland haben wir mit dem Vertrieb bereits begonnen, auch Österreich wird ein Thema werden. 
 
Wenn es bei Ihren wikifolios zu Megaverlusten kommt, kann jemand haftbar gemacht werden, der Trader oder wikifolio?
 
Das Gute bei uns ist ja, dass alles sehr transparent ist. Wenn ein Anleger keine Hebelprodukte will, dann hat er auch keine. Aber unsere Zielgruppe sind natürlich nicht blutige Anfänger, sondern unsere Anleger wissen in der Regel, welches Risiko sie mit uns eingehen. wikifolios sind ja auch als Beimischung gedacht. Auch bei der Risikoklassifizierung heben wir uns von der Konkurrenz ab. Was da in der Branche zum Teil üblich ist, ist zum Fürchten. Die Risikoklassifizierung erfolgt meist aufgrund einer historischen Betrachtung; wir arbeiten an einem System, das gleich am ersten Tag anschlägt, wenn es zu Abweichungen kommt.
 
Wann wollen Sie das anbieten?
 
Dafür gibt es keinen Zeitplan. Unser Haupt­fokus liegt jetzt einmal auf der englischen Version von wikifolio. 
 
Warum ist Lang & Schwarz ihr Emissionshaus?
 
Lang & Schwarz ist ein führender Anbieter von OTCs und ETFs in Stuttgart. Es ist ein kleines, flexibles Haus und das ist bei neuen Produkten sehr wichtig. Ich kenne dort jeden Developer persönlich und wenn ich mit dem Vorstand telefonieren will, dann habe ich ihn am Apparat. Das ist mir wichtiger, als ein kleines Rad in einer großen Bank zu sein.
 
Gibt es Trader, die vom wikifolio-Business allein leben können?
 
Angeblich gibt es einige, die sechsstellige Beträge verdienen. Einer unserer Trader, Richard Dobetsberger, hat ja sogar seinen Job an den Nagel gehängt. Es ist eines unserer Ziele, unsere Trader in Zukunft stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Die Persönlichkeit soll stärker präsentiert werden. 
 
Haben Sie eine Statistik, wie viel eigenes Geld die Trader in die Produkte stecken?
 
Es gibt auf unserer Plattform einen Real-­Money-Filter, wonach die Trader durchschnittlich rund zehn Prozent eigenes Geld zuschießen.
 
Wie wird sich die Bankenlandschaft Ihrer Meinung nach in den nächsten fünf Jahren verändern?
 
In den nächsten fünf Jahren werden die Veränderungen wahrscheinlich noch nicht so schlimm, aber in 15 Jahren werden die Umwälzungen schon sehr radikal sein. Bei vielen Produkten ist der Kostendruck so hoch, dass spezialisierte Anbieter das verstärkt und auch billiger machen werden. 
 
Wie weit sind denn heimische Banken mit ihren Innovationen?
 
Ich denke, es gibt ganz gute Ansätze wie ‚George‘ von der Erste Group. Aber es gibt rund 1.000 Start-ups, die an ähnlichen Produkten wie George arbeiten. Man muss sagen: Verglichen mit etwa Mobilfunkanbietern, haben Banken schlechte Karten. Mobilfunkanbieter verfügen über ein Netz als wichtiges Asset, so etwas haben Banken nicht. Und Banken sitzen auf teuren Filialnetzen. Filialen waren einmal ein PR-Tool, das sind sie heute nicht mehr; heute sind Filialen ein Problem, aber kein Asset für Banken. 
 
Haben Sie nicht die Angst, dass wikifolio ­kopiert wird?
 
Natürlich ist wikifolio eine tolle Erfolgs­story, aber bislang ist es uns noch nicht passiert, dass uns jemand kopiert hat. Aber es ist dennoch wichtig, First-Mover zu sein. Wir schauen uns auf der ganzen Welt nach neuen Märk­ten um.
 
Wie denken Sie über Bankomatgebühren?
 
Meiner Meinung nach sollte man Bankomatgebühren raufsetzen und Kreditkartengebühren runtersetzen; Bargeld ist böse und hilft nur Verbrechern. 
 
Anm: boerse-social.com ist der exklusive Website-Partner in Österreich für Auswertungen aus der wikifolio-API und zählt zu den grössten Referrern von wikifolio.com überhaupt.
 

facts

wikifolio wurde im Jahr 2012 vom Österreicher Andreas Kern gegründet und gilt mittlerweile als führende europäische Online-Plattform, auf der private Trader und professionelle Vermögensverwalter ihre Ideen teilen und Anleger gewinnen können. Zuletzt konnte sich wikifolio in einem internationalen Pitch für den European Fintech Award in Amsterdam gegen Konkurrenten wie Meniga, Number26 oder MoneyFarm durchsetzen.
Als Emissionshaus fungiert das deutsche Institut Lang & Schwarz, als Aktionäre konnten Holtzbrinck Ventures, die Beteiligungsgesellschaft des Handelsblatts (21%) und Speed Invest (30%) gewonnen werden. 
Es kann mittlerweile in mehr als 4.000 wikifolios investiert werden, das Handelsvolumen liegt bei rund 8 Mrd. €.
 
 

Yes! Andreas Kern und Stefan Greunz, wikifolio


Passt zur kommenden Fintech-Nummer: wikifolio-Gründer Andreas Kern versucht Robo-Advisor Stefan Greunz zu fassen


Andreas Kern (wikifolio) #photaqseries http://photaq.com/series, (© Martina Draper/photaq)


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Fachheft aktuell

Geschäftsberichte

wikifolio will Österreichs erstes Unicorn werden, spricht u.a. über Gewinnsituation und anklopfende Käufer (Angelika Kramer für das Fintech-Fachheft 44)   


23.05.2016
 
wikifolio-Gründer Andreas Kern im Talk mit Angelika Kramer über den Mrd.-Dollar-Traum von Euro­pas stärkster Social-Trading-Plattform bzw. diverse Herausforderungen im Alltag eines Fintechs. ( Das Fachheft 44 im Fast Forward Modus ) 
 
Frage ( Angelika Kramer): Wie sind Sie mit der Entwicklung von ­wikifolio zufrieden; nennen Sie uns ein paar aktuelle Kennzahlen?
 
Andreas Kern: Wir liegen mit unserem Wachstum ziemlich im Plan. Natürlich war der heurige Marktstart für uns auch nicht förderlich, aber unser Workflow ist on track, und der Mittelzufluss ist stabil. Wir weisen fast in allen Kennzahlen 60 bis 80 Prozent Wachstum auf.
 
Wie viele Mitarbeiter beschäftigen Sie? 
 
Wir haben aktuell 35 Mitarbeiter, vorwiegend in der Technik, der Entwicklung, Market Operator und Trader Support. Aber was wir uns zur Gänze ersparen, sind Asset Manager und Vertriebsmitarbeiter. Dafür haben wir wikifolios von mehr als 10.000 privaten und professionellen Tradern und unser Content wird über Plattformen wie Onvista, Com­direct oder BSN verteilt. Man hat uns deswegen auch schon einmal das Uber der Finanzindus­trie genannt.
 
Wie sehr spüren Sie denn den Gegenwind der etablierten Finanzindustrie?
 
Die Finanzindustrie ist mit uns hoch zufrieden, wir haben dort mehr Freunde als Feinde, weil sie uns ja auch als Tool nützen können. Die Börsen lieben uns überhaupt heiß. Tatsächlich ist es so, dass wir ja ein neues Segment bedienen: Die wirklich Vermögenden kommen in der Regel nicht zu uns. Bei Investments in der Höhe zwischen 50.000 und 200.000 Euro, wie sie bei uns getätigt werden, ist es ja ohnehin schwierig, gute Beratung von den Banken zu bekommen. 
 
Wenn Sie den Banken nur zu Diensten sind, haben Sie sicher schon etliche Kaufangebote für wikifolio bekommen?
 
Ja, es fragen bei uns laufend Unternehmen an, ob sie bei uns einsteigen können; gerade heute Morgen hat ein millionenschwerer US-Fonds angefragt.
 
Und was sagen Sie dem?
 
Das weiß ich noch nicht. 
 
Aber wo wollen Sie denn mit wikifolio hin? Gibt es so etwas wie ein Exit-Szenario?
 
Wir wollen das erste österreichische Unicorn (Anm.: Unternehmenswert mehr als eine Mrd. USD) werden, und das wissen auch unsere Eigentümer. Aber bis dahin ist es, zugegeben, noch ein weiter Weg. 
 
Wie sehr steigt Ihnen denn die Finanzmarktaufsicht auf die Füße; immerhin sind ja großteils völlige Laien als Trader aktiv?
 
Natürlich beschäftigen wir uns intensiv mit dem rechtlichen Rahmen. Manche glauben ja, die Regulierung betrifft uns überhaupt nicht. Dass es Fintechs in Sachen Regulierung leichter haben, ist ausgemachter Unsinn! Wir müssen genauso alle Gesetze einhalten – mit dem Unterschied, dass wir keine 30 Leute in der Rechtsabteilung sitzen haben. Alle zwei Wochen erstellen wir ca. 100 Nachträge und Terms, welche von Lang & Schwarz, unserem Emissionspartner, an die zuständige BaFin gesendet werden. Wir waren auch im Vorfeld zum Launch unserer Plattform mit der Aufsicht, auch in Österreich mit der FMA und in der Schweiz mit der Finma in intensiven ­Gesprächen.
 
Sie haben einmal das Ziel definiert, dass Sie 2017 einen Gewinn erzielen wollen. Geht sich das aus?
 
Operativ sind wir bereits positiv; wir haben letztes Jahr ein knapp siebenstelliges Plus erzielt. Aber die ganzen Investments, die wir tätigen, machen es natürlich nicht unbedingt leichter, Gewinne zu erzielen. Dass wir einen Jahresüberschuss erzielen, hat momentan jedenfalls keinen Vorrang für uns.
 
Welche Pläne haben Sie also?
 
Uns ist es jetzt einmal wichtig, in neue Märkte vorzudringen. In der Schweiz sind wir ja bereits seit Kurzem, jetzt arbeiten wir gerade an einer mehrsprachigen Version von wikifolio. Drei neue Märkte wollen wir im ersten Halbjahr noch schaffen; das ist eine ganz schöne Herausforderung: andere Währung, andere Sprache. Hier investieren wir einiges Geld.
 
Sie wollten auch eigene Produkte für institutionelle Investoren auf den Markt bringen. Wie sieht es da aus?
 
Dazu muss man sagen, dass zehn Prozent der deutschen Vemögensverwalter bereits mit ­wikifolio arbeiten. Aber es ist richtig, dass wir größere Tickets anziehen wollen und deshalb den Vertrieb in Family Offices verstärken werden; der Bedarf dort ist durch die Niedrigzinspolitik auch vorhanden, denn Anleihen fallen als Investment weitgehend weg. 
 
Welche Größenordnung wollen Sie da ansprechen?
 
Die Größe der Investments ist nach oben ­offen. In Deutschland haben wir mit dem Vertrieb bereits begonnen, auch Österreich wird ein Thema werden. 
 
Wenn es bei Ihren wikifolios zu Megaverlusten kommt, kann jemand haftbar gemacht werden, der Trader oder wikifolio?
 
Das Gute bei uns ist ja, dass alles sehr transparent ist. Wenn ein Anleger keine Hebelprodukte will, dann hat er auch keine. Aber unsere Zielgruppe sind natürlich nicht blutige Anfänger, sondern unsere Anleger wissen in der Regel, welches Risiko sie mit uns eingehen. wikifolios sind ja auch als Beimischung gedacht. Auch bei der Risikoklassifizierung heben wir uns von der Konkurrenz ab. Was da in der Branche zum Teil üblich ist, ist zum Fürchten. Die Risikoklassifizierung erfolgt meist aufgrund einer historischen Betrachtung; wir arbeiten an einem System, das gleich am ersten Tag anschlägt, wenn es zu Abweichungen kommt.
 
Wann wollen Sie das anbieten?
 
Dafür gibt es keinen Zeitplan. Unser Haupt­fokus liegt jetzt einmal auf der englischen Version von wikifolio. 
 
Warum ist Lang & Schwarz ihr Emissionshaus?
 
Lang & Schwarz ist ein führender Anbieter von OTCs und ETFs in Stuttgart. Es ist ein kleines, flexibles Haus und das ist bei neuen Produkten sehr wichtig. Ich kenne dort jeden Developer persönlich und wenn ich mit dem Vorstand telefonieren will, dann habe ich ihn am Apparat. Das ist mir wichtiger, als ein kleines Rad in einer großen Bank zu sein.
 
Gibt es Trader, die vom wikifolio-Business allein leben können?
 
Angeblich gibt es einige, die sechsstellige Beträge verdienen. Einer unserer Trader, Richard Dobetsberger, hat ja sogar seinen Job an den Nagel gehängt. Es ist eines unserer Ziele, unsere Trader in Zukunft stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Die Persönlichkeit soll stärker präsentiert werden. 
 
Haben Sie eine Statistik, wie viel eigenes Geld die Trader in die Produkte stecken?
 
Es gibt auf unserer Plattform einen Real-­Money-Filter, wonach die Trader durchschnittlich rund zehn Prozent eigenes Geld zuschießen.
 
Wie wird sich die Bankenlandschaft Ihrer Meinung nach in den nächsten fünf Jahren verändern?
 
In den nächsten fünf Jahren werden die Veränderungen wahrscheinlich noch nicht so schlimm, aber in 15 Jahren werden die Umwälzungen schon sehr radikal sein. Bei vielen Produkten ist der Kostendruck so hoch, dass spezialisierte Anbieter das verstärkt und auch billiger machen werden. 
 
Wie weit sind denn heimische Banken mit ihren Innovationen?
 
Ich denke, es gibt ganz gute Ansätze wie ‚George‘ von der Erste Group. Aber es gibt rund 1.000 Start-ups, die an ähnlichen Produkten wie George arbeiten. Man muss sagen: Verglichen mit etwa Mobilfunkanbietern, haben Banken schlechte Karten. Mobilfunkanbieter verfügen über ein Netz als wichtiges Asset, so etwas haben Banken nicht. Und Banken sitzen auf teuren Filialnetzen. Filialen waren einmal ein PR-Tool, das sind sie heute nicht mehr; heute sind Filialen ein Problem, aber kein Asset für Banken. 
 
Haben Sie nicht die Angst, dass wikifolio ­kopiert wird?
 
Natürlich ist wikifolio eine tolle Erfolgs­story, aber bislang ist es uns noch nicht passiert, dass uns jemand kopiert hat. Aber es ist dennoch wichtig, First-Mover zu sein. Wir schauen uns auf der ganzen Welt nach neuen Märk­ten um.
 
Wie denken Sie über Bankomatgebühren?
 
Meiner Meinung nach sollte man Bankomatgebühren raufsetzen und Kreditkartengebühren runtersetzen; Bargeld ist böse und hilft nur Verbrechern. 
 
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facts

wikifolio wurde im Jahr 2012 vom Österreicher Andreas Kern gegründet und gilt mittlerweile als führende europäische Online-Plattform, auf der private Trader und professionelle Vermögensverwalter ihre Ideen teilen und Anleger gewinnen können. Zuletzt konnte sich wikifolio in einem internationalen Pitch für den European Fintech Award in Amsterdam gegen Konkurrenten wie Meniga, Number26 oder MoneyFarm durchsetzen.
Als Emissionshaus fungiert das deutsche Institut Lang & Schwarz, als Aktionäre konnten Holtzbrinck Ventures, die Beteiligungsgesellschaft des Handelsblatts (21%) und Speed Invest (30%) gewonnen werden. 
Es kann mittlerweile in mehr als 4.000 wikifolios investiert werden, das Handelsvolumen liegt bei rund 8 Mrd. €.
 
 

Yes! Andreas Kern und Stefan Greunz, wikifolio


Passt zur kommenden Fintech-Nummer: wikifolio-Gründer Andreas Kern versucht Robo-Advisor Stefan Greunz zu fassen


Andreas Kern (wikifolio) #photaqseries http://photaq.com/series, (© Martina Draper/photaq)


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