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Die Rallye im DAX zur 13.000 (Andreas Mueller, Christoph Scherbaum)

Autor:
Christoph Scherbaum

Die Börsenblogger ist das einfache und direkte Sprachrohr von Journalisten und deren Kollegen, die teils schon mit jahrzehntelanger Arbeits- und Börsenerfahrung aufwarten können. Auch als professionelle Marktteilnehmer. Letztlich sind wir alle Börsenfans. Aber wir vertreten in diesem Blog auch eine ganz simple Philosophie: Wir wollen unabhängig von irgendwelchen Analysten, Bankexperten oder Gurus schreiben, was wir zum aktuellen (Börsen-)Geschehen denken, was uns beschäftigt. Das kommt Ihnen, dem Leser, zu Gute.

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08.05.2017, 6683 Zeichen

Die Rallye im DAX setzte sich also fort – erst zögerlich, doch zum Wochenausgang sehr massiv. Es war kein globales Phänomen, sondern vielmehr eine europäische Rallye. Allein bis XETRA-Schluss im DAX konnte dieser um 2,24 Prozent zulegen UND nachbörslich noch einmal 100 Punkte als Bonus verbuchen. Warum und weshalb und vor allem wann kommt die Korrektur dieser Bewegung, bewegt die Trader zum Wochenstart und ist Kern dieser charttechnischen Analyse.

Die Rallye im DAX in der Vorwoche

In der Vorwoche hatte ich bereits auf die Möglichkeit einer Korrektur hingewiesen. Denn eine „Korrektur nach dem Allzeithoch“ wäre nicht nur gesund, sondern auch charttechnisch nötig. Dabei hatte ich das Korrekturziel (1) mit dem ehemaligen Allzeithoch gekoppelt und so dargestellt: (Chart als Rückblick)

 

Die Rallye im DAX OHNE Korrekturziel (1)
Korrekturziel (1) im DAX nicht erreicht

 

Bis zu diesem Punkt ließen die Bullen jedoch den Markt nicht korrigieren. In der tiefsten Bewegung gleich am Dienstag korrigierte der DAX nur bis 12.433 Punkte und erreichte damit das skizzierte Korrekturziel (1) NICHT. Ein extrem starkes Zeichen, was sich mit neuen Allzeithochs am Mittwoch gleich noch einmal verstärkte.

Ebenso trugen auch die Rekordzahlen von Facebook zur Euphorie bei und natürlich die Apple -Quartalszahlen, welche den Sprung zur Marktkapitalisierung von 773 Milliarden erzeugten!

So fiel die anvisierte Korrektur im DAX sehr gering aus und das GAP wurde einfach ignoriert.

 

Die Rallye im DAX mit Minimalkorrektur
DAX mit Minimalkorrektur

 

Ohne Störfeuer von der US-Notenbank FED am Mittwoch, bei der keine Zinsänderung erfolgte, ging die Dynamik somit auch am Gesamtmarkt weiter und wurde von den positiven Unternehmensergebnissen der US-Schwergewichte am Aktienmarkt noch einmal angeheizt. Dabei trübten auch die geringeren Verkaufszahlen von Tesla , übrigens nun der wertvollste Autobauer der USA, den Gesamtmarkt nicht.

Zum Wochenausklang unterstützten die US-Arbeitsmarktdaten noch einmal. Die Beschäftigungszahl stieg im April stärker als erwartet um 210.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft. Experten hatten mit 185.000 gerechnet. Damit liegt auch die Erwerbslosenquote sehr tief bei 4,4 Prozent und markiert damit den tiefsten Wert seit 10 Jahren! Nicht verwunderlich, dass der Dow Jones seine runde Marke von 21.000 Punkten zum Wochenende erneut erreichen konnte.

Ein Plus der Statistik kam hinzu. Trendwochen verstärken sich in der Regel am Freitag. Und dafür taten die Broker auch einiges, denn die Margins wurden im Vorfeld der Frankreich-Wahl für die meisten Trader angehoben. Klick – Klack – Position geschlossen, hieß es dann für viele Bären noch einmal zum Wochenende.

 

Die Rallye im DAX zum Wochenende
Trendwoche DAX zum Wochenende

 

Ob zu voreilig oder gerade noch rechtzeitig, werden wir wohl in wenigen Stunden erst sehen.

Trägt die Rallye im DAX bis zur 13.000?

Mit Überschreitung des ehemaligen Allzeithochs knapp unter 12.400 Punkten wurden weitere Kaufsignale in den großen Zeitebenen generiert. Auf diese achten vor allem institutionelle Anleger wie Pensionsfonds und Vermögensverwalter und befeuern somit die Rallye im DAX. Sich gegen diesen großen Kapitalfluss zu stemmen, ist sehr gefährlich. Die Tatsache, dass nicht einmal das Korrekturziel (1) aus der Vorwoche und damit ein Pullback zu diesem Ausbruchslevel erfolgte, zeigt die hohe Dynamik dieser Bewegung.

Zur Darstellung des Tagescharts nutze ich heute den Vollzeitchart, also auch außerhalb der XETRA-Handelszeiten. Dort ist die nachbörsliche Bewegung vom Freitag mit abgebildet. Klar zu sehen ist die Aufwärtstendenz und ebenfalls gut erkennbar die Dynamik ab Überschreitung der 12.400 Punkte.

 

Die Rallye im DAX ab Allzeithoch
Allzeithoch ohne Korrektur überschritten

 

Immerhin rund 400 Punkte oder 3 Prozent erzeugte dieser Ausbruch auf hohem Niveau noch einmal. Damit ist der DAX seit Jahresstart in der Performance bereits zweistellig und die die Rallye im DAX weit fortgeschritten! Zum Vergleich: Eine durchschnittliche Jahresperformance im DAX beträgt etwa 7,5 Prozent.

Jahresziel also erfüllt und das war’s?

Ganz so einfach ist es dann doch nicht. JA, die Korrektur ist nicht erfolgt bzw. zu klein ausgefallen, aber JA, wir haben noch immer historisch niedrige Zinsen, Gold und Öl sind Underperformer und damit Aktien aktuell weiterhin die einzig ertragreiche Assetklasse.

Einen Wendepunkt kann man im Chartbild bei einem ALLZEITHOCH schwerlich finden. Dies liefert vielleicht die Elliott-Wave-Theorie (dazu eine tolle Einführung HIER) oder Fibonacci – beides wende ich jedoch nicht an. Die Dynamik ist weiterhin intakt, der Markt somit „heiß“ und womöglich auch „heiß gelaufen“, doch nun zieht schon die nächste runde Chartmarke -> 13.000 Punkte.

Der Wochenchart verdeutlicht dies noch einmal:

 

Die Rallye im DAX mit Signal im Wochenchart
Großes Signal im Wochenchart

 

Und sind wir ehrlich: Es sind vom Freitagsstand 22 Uhr nur 1,5 Prozent bis zur 13.000er-Marke. Ein Klacks für den DAX – dies reimt sich sogar.

In Abhängigkeit des Wahlausgangs in Frankreich könnte es somit bereits Montag soweit sein.

Nach aktuellem Stand wird der DAX (alle politischen Ereignisse ausgeklammert, reine Charttechnik) mit einem GAP den XETRA-Handel eröffnen. Die Rallye im DAX wäre somit weiter intakt. Schauen wir dabei auf den XETRA-Chart von 9.00 bis 17.30 Uhr zurück, ist dies rechts oben abgetragen:

Die Rallye im DAX mit potenziellem GAP
Potenzielles GAP im XETRA startet hier

 

Bis zu diesem Punkt wäre die Korrektur somit kein Beinbruch für den Trend und gut möglich. Ja, sogar eine Korrektur bis zu der grob eingezeichneten Aufwärtstrendlinie vom Freitagnachmittag ist hierbei noch im akzeptablen Raum. Erst darunter würde für mich ein Short-Signal entstehen, welches über mehrere Stunden bis Tage eine Relevanz besitzt.

Ich zeichne mir daher diese Linie am Montag im Chartbild erneut ein und beobachte diese als Trigger für das eigene Trading. Ebenfalls auf der „Watchlist“ ist die psychologische 13.000 – was kommt zuerst? Eigentlich für Daytrader egal, die keine Positionen mit im Wochenende hatten. Doch spannend auszudiskutieren und HIER an den neuen Analysen im Bereich Trading zu erfahren.

Viel Erfolg zum Wochenstart wünscht Andreas Mueller (Bernecker1977)

Ein Beitrag von Andreas Mueller

Andreas Mueller ist unter dem Pseudonym „Bernecker1977“ als Trader, Referent und Coach seit 2001 aktiv. Er handelt seit rund 20 Jahren Indizes, Devisen und Rohstoffe an der Börse mit Futures, Derivaten und CFDs. Dabei basiert sein Trading auf Sentimentdaten und Charttechnik. Als studierter Diplom-Kaufmann streut Andreas Mueller seine Erfahrungen u.a. auf wallstreet-online seit dem Jahr 2005 in den „Tages-Trading-Chancen“ ein und ist dort Ansprechpartner für alle börsenrelevanten Fragen. Auf dieboersenblogger.de analysiert er den DAX mit Hilfe der Charttechnik. Weitere Informationen erhalten Sie in seinem Facebook-Kanal und auf seinem Blog www.bernecker1977.de

 


(08.05.2017)


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Akt. Indikation:  216.65 / 216.70
Uhrzeit:  11:44:53
Veränderung zu letztem SK:  -1.98%
Letzter SK:  221.05 ( -1.04%)

DAX Letzter SK:  221.05 ( -0.22%)
Dow Jones Letzter SK:  221.05 ( -0.17%)
Gold Letzter SK:  221.05 ( -0.03%)
Meta
Akt. Indikation:  521.20 / 521.60
Uhrzeit:  11:44:33
Veränderung zu letztem SK:  -2.98%
Letzter SK:  537.40 ( -0.09%)

Tesla
Akt. Indikation:  369.10 / 369.25
Uhrzeit:  11:44:49
Veränderung zu letztem SK:  -2.23%
Letzter SK:  377.60 ( -0.24%)



 

Bildnachweis

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Die Addiko Gruppe besteht aus der Addiko Bank AG, der österreichischen Mutterbank mit Sitz in Wien (Österreich), die an der Wiener Börse notiert und sechs Tochterbanken, die in fünf CSEE-Ländern registriert, konzessioniert und tätig sind: Kroatien, Slowenien, Bosnien & Herzegowina (wo die Addiko Gruppe zwei Banken betreibt), Serbien und Montenegro.

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