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Spannende Meinungen zum Markt (Christine Petzwinkler)

Bild: © Martina Draper/photaq, Aktien, Aktie

22.06.2017, 3388 Zeichen

 

Internationale Asset Management-Gesellschaften lassen gerne ihre ExpertInnen zu speziellen Anlage-Themen oder zum Markt generell sprechen. Ihre Einschätzungen gehen zumeist auch mit grundsätzlichen Erklärungen und Hintergrundinformationen einher und sind deshalb immer lesenswert. Aktuell ist der Grundtenor der Experten-Meinungen am ehesten mit "vorsichtig" einzustufen, wie die folgenden Exzerpte verdeutlichen.
 
In seiner neuesten Ausgabe des „Investment Outlook“ analysiert Dieter Wermuth, Head of Macroeconomic Research bei Wermuth Asset Management, u.a. die derzeitigen Aussichten für Aktien. Er hält die amerikanischen Aktienmärkte, die mit Abstand größten der Welt, für das wichtigste Risiko. "Das Kurs-Buchwertverhältnis des S&P 500-Index liegt bei 3,1, das Kurs-Gewinnverhältnis bei 18,8 und die Dividendenrendite bei mickrigen 2,0 Prozent. Hinzu kommt, dass die Kurse ihr Niveau von vor der Finanzkrise inzwischen schon wieder um 60 Prozent übertreffen. Hier wartet eine Blase darauf zu platzen. Die Aktienmärkte Eurolands, Chinas und Japans sind für sich genommen weniger gefährdet, würden aber zweifellos mit in den Strudel gezogen, wenn es in Amerika zu einem Crash kommt."
 
In einer Research Note beleuchtet James Butterfill, Head of Research and Investment Strategy bei ETF Securities, den Volatilitäts-Index (VIX). Betrachtet man seiner Meinung nach den VIX, den Index für die Marktvolatilität, fehlt es im Markt gegenwärtig an jeglicher Angst. "Blickt man auf die aktuelle Weltlage mit ihrer politischen Instabilität, tragen die Anleger eine Sorglosigkeit zur Schau, die Grund zur Besorgnis gibt. Der VIX und die Aktienbewertungen sind ungewöhnlich hoch korreliert. Das heißt, dass die Anleger Aktien wegen ihrer niedrigen Volatilität kaufen und sich mit den hohen Bewertungen wohl fühlen. Da der VIX das Risiko unseres Erachtens aber zu niedrig angibt, befinden sich Aktienanleger in einer prekären Lage".
 
Benjamin Melman, Leiter Asset Allocation und Sovereign Debt bei Edmond de Rothschild Asset Management, sieht wiederum Chancen bei europäischen Aktien: „Enttäuschende Inflationsraten, der Stillstand durch die Trump-Regierung und die geldpolitische Straffung in China sorgten für Unsicherheit. Aber wenn die globale Wirtschaft über ihr Potenzial wächst, trägt eine akkommodierende Geldpolitik – wie zurzeit von der Notenbank Fed und von der Europäischen Zentralbank geführt – zu einer Ankurbelung der Wirtschaft bei“, meint Melman. Deshalb sollten die Märkte wieder eine positive Grundhaltung einnehmen. Trotzdem wäre es laut dem Edmond de Rothschild-Experten falsch zu glauben, es gebe keine für Krisen anfälligen Bereiche. Auf der Aktienseite hält Edmond de Rothschild Asset Management an einer leichten Übergewichtung fest. Hierbei fokussieren sich die Anlageexperten aber auf Segmente mit höherem Ertragspotenzial. Zum Beispiel auf japanische Aktien: „Gewinnmargen könnten sich entspannen und Gewinne ankurbeln, außerdem sind die Bewertungen immer noch attraktiv“, sagt der Allokationsexperte. Darüber hinaus haben europäische Aktien bei Edmond de Rothschild Asset Management zurzeit Vorzug gegenüber US-Titeln.
 
Fazit: Mit ihren Phrasen wie "Hier wartet eine Blase darauf zu platzen", "Anleger tragen eine Sorglosigkeit zur Schau, die Grund zur Besorgnis gibt" oder "Es wäre falsch zu glauben, es gebe keine für Krisen anfälligen Bereiche" mahnen die Experten allesamt zur Vorsicht.

(22.06.2017)

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1. Aktien, Aktie , (© Martina Draper/photaq)   >> Öffnen auf photaq.com

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