08.10.2017, 3114 Zeichen
Während die neugewählten Bundestagsfraktionen noch darüber streiten, wer wo sitzen darf, hat der deutsche Leitindex seinen Platz bereits gefunden – ganz oben! Endlich, möchte man meinen, schließlich mussten die Anleger im DAX (WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008) 75 lange Handelstage auf ein neues Allzeithoch warten, während an der Wall Street schon seit Wochen ein Rekordhoch das nächste jagte. Nun also haben auch die deutschen Blue Chips die Jagd auf neue Höchststände eröffnet, und dabei schon einmal eine recht ordentliche Bilanz für den noch jungen Monat Oktober vorgelegt – immerhin +1,1% stehen für die ersten drei Sitzungen zu Buche, und zusammen mit den 6,41%, die der DAX im September aufsatteln konnte, zeichnet sich ein glasklares Bild im Chart ab: die Rallye läuft, und zwar gewaltig! Ganz vorne rangieren in dieser Woche übrigens BMW (WKN: 519000 / ISIN: DE0005190003) (hier sind wir im pqRenditeFaktor investiert), Fresenius (WKN: 578560 / ISIN: DE0005785604), Lufthansa (WKN: 823212 / ISIN: DE0008232125) und Allianz (WKN: 840400 / ISIN: DE0008404005), die wir gerade (ebenfalls im pqRenditeFaktor) im Gewinn verkauft haben. Gut dabei, nämlich im soliden Mittelfeld waren auch Linde (WKN: 648300 / ISIN: DE0006483001) und Continental (WKN: 543900 / ISIN: DE0005439004), in denen wir bekanntlich hier im Market Mover long investiert sind.()
Neuland
Darauf kommen wir auch gleich noch einmal zurück, zunächst wollen wir beim großen Bild verweilen. Mit dem Sprung über die 13.000er-Schallmauer – so er denn gelingt – wird der deutsche Leitindex charttechnisches Neuland betreten. Mögliche Kursziele lassen sich daher kaum bestimmen, am ehesten kann man sich derzeit am langfristigen Aufwärtstrendkanal orientieren, dessen untere Begrenzung im Bereich von 13.200 Punkten verläuft. An dieser Hürde könnten die Notierungen zunächst nach unten abprallen – so sie denn den Weg nach oben fortsetzen. Deutlich interessanter – und zwar aus zweierlei Hinsicht, aber auch darauf kommen wir gleich noch einmal zurück – dürfte möglicherweise die Unterseite werden. Nach den jüngsten Anstiegen nimmt die Wahrscheinlichkeit eines (temporären) Rücksetzers nun stetig zu. Ein solches Pullback wäre auch überaus wünschenswert, schließlich würde der Markt damit etwas runtergekühlt. Und neue Energie für den nächsten Rallyeschub freigesetzt. Zudem dürften dann noch einmal lukrative Einstiegschancen entstehen, die sich für Neu- oder Nachkäufe anbieten.
Ein Beitrag von Sebastian Jonkisch von Prime Quants
Prime Quants verfasst und veröffentlicht Finanzpublikationen für institutionelle und private Anleger, die ihre Börsengeschäfte selbst in die Hand nehmen möchten. Das angebotene Spektrum erstreckt sich von kostenfreien Markt- und Einzelwertanalysen über komplexe Research-Studien bis hin zu täglichen Prognosen und realen Trades. Weitere Informationen unter www.prime-quants.de. Dort erhalten Sie auch den kostenlosen Newsletter Market Mover.
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