07.07.2019
Zugemailt von / gefunden bei: Raiffeisen Research (BSN-Hinweis: Lauftext im Original des Aussenders, Titel (immer) und Bebilderung (oft) durch boerse-social.com aus dem Fotoarchiv von photaq.com)
Aus dem Wöchentlichen Marktausblick von Raiffeisen Research: Die Kombination aus Zinssenkungsfantasie und Erleichterung über die Wieder-aufnahme der Gespräche im US/chinesischen Handelskonflikt treibt die Märkte weiter an. Während die US-Indizes eine Rekordmarke nach der anderen zu bre- chen scheinen und die mediale Berichterstattung über neue Allzeithochs mittler- weile zur Regel wird, können sogar die europäischen Indizes, welche historisch meist in der Performance der US-Pendants hinterherhinken, stattliche Kursgewinne im zweistelligen Bereich auf YTD-Basis vorweisen. In Summe befinden sich die globalen Aktienmärkte in Anbetracht des aktuellen positiven Newsflows in einem Stimmungshoch, was auch an der impliziten Volatilität des S&P 500 (VIX) zum Ausdruck kommt. Dieser oft als Angstbarometer verstandene Index rutschte zuletzt unter die Marke von 13 und befindet sich damit in unmittelbarer Nähe seines Jahrestiefs. Am Markt herrscht demnach eine äußerst positive Stimmung, wohin- gegen Risiken de facto nicht gepreist werden. Dies bereitet uns Grund zur Sorge, denn mit den Zinssenkungserwartungen, die wir als zu überzogen erachten, dem Irankonflikt und der momentan kaum medial vertretenen Brexit-Debatte existiert eigentlich eine Vielzahl an Risikofaktoren, die deutliches Korrekturpotenzial an den Aktienmärkten mit sich bringen. Auch im Zollstreit haben sich die Rahmenbe- dingungen nur gering geändert. Zwar werden die Gespräche zwischen den USA und China wieder aufgenommen, klare Vorgaben oder Fahrpläne für das weitere Vorgehen bestehen jedoch nicht. In Summe befinden wir uns im Handelskonflikt wieder beim Status Quo von Mitte Mai, mit dem Unterschied, dass die globalen Aktienmärkte seit der letzten Eskalation rund 5 % höher notieren.
In Summe sehen wir mit jedem weiteren Anstieg die Luft zunehmend dünner werden und gehen in Anbetracht der Kombination unterschiedlicher politischer Risiken, der mittlerweile hohen Bewertung und niedrigen Gewinnwachstumserwartungen für 2019e von einer deutlicheren Korrektur über die kommenden Monate aus. Verkauf
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Aktien auf dem Radar:Porr, Kapsch TrafficCom, AT&S, Semperit, RHI Magnesita, Amag, OMV, Lenzing, Strabag, Addiko Bank, FACC, Flughafen Wien, Frequentis, Gurktaler AG VZ, Heid AG, Reploid Group AG, Marinomed Biotech, Bajaj Mobility AG, voestalpine, BKS Bank Stamm, Austriacard Holdings AG, EuroTeleSites AG, CPI Europe AG, Österreichische Post, Telekom Austria, UBM, Fresenius Medical Care, Rheinmetall, SAP, Volkswagen Vz., BMW.
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