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Rasinger über Luft-Aktiva, die von zu wenigen ausgeputzt werden ...

Magazine aktuell


#gabb aktuell



30.05.2012, 2259 Zeichen

... und das u.a. gilt meines Erachtens nach noch viel stärker für nicht notierte Konzerne. Da werden bisweilen Fantasiebuchwerte hochgehalten. Bis man dann von heute auf morgen Sanierungskandidat ist ...

"In einer Analyse von Leitner-Hanetseder/Rebhan (erschienen in der SWK 14/15 vom 15.5.2012) wurde festgestellt, dass der Firmenwert (Goodwill) aus Unternehmensakquisitionen fast 9 Prozent der Bilanzsumme bzw. 27 Prozent des Eigenkapitals bei den ATX-20-Unternehmen (Daten 2010) ausmacht. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten sind das tickende Bomben, die durch notwendig werdende Abschreibungen dramatische Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung haben kann. 2011 hat es zum Beispiel die Erste Bank Group erwischt. Die Folge war ein Dividendenausfall. Auch die Telekom „sitzt“ auf hohen Firmenwerten.

Die IFRS-Bilanzierungsregeln, die statt einer laufenden Abschreibung einen sehr oft kritikwürdigen „Impairment“-Test vorsehen, haben die hemmungslosen Akquisitionen begünstigt. Der „Impairment“-Test, übersetzt Werthaltigkeitstest, ist insofern problematisch, da er durch eine Bewertung nach der DCF-Methode auf Basis des Business-Planes des Managements durchgeführt wird. Wen wundert es daher, dass bei einem Wechsel des Top-Managements als erstes diese „Luft“-Aktiva ausgeputzt werden. Begründung: Änderung des Business-Planes wegen Strategiewechsels. Es wird so getan, als wäre die Zukunft vorhersehbar und Erträge und Cash Flows exakt planbar. Auf der eine Seite hütet sich jedes Management vor Ergebnisprognosen mit dem Hinweis auf mangelnde „Visibilität“, auf der anderen Seite werden in einer arguumentierbaren Bandbreite Annahmen getroffenen, die wesentliche Auswirkungen auf den „Impairment“-Test haben. Ein weiteres Steuerungselement sind die zur Anwendung kommenden Zinssätze und Ab- und Zuschläge.

Es wundert daher den Praktiker nicht, dass den Jahresabschlüssen immer mehr missstraut wird. Durch die Abkehr vom „Vorsichtsprinzip“ hin zu den internationalen, angelsächsisch beeinflussten IFRS-Regeln wurde die Aussagekraft der Bilanzen ausgehöhlt und eine Wissenschaft für Spezialisten. Hauptmotiv für diese Entwicklung war die Erhöhung der Transparenz. Die Auswirkungen in der Praxis zeigen indes das Gegenteil."

(Wilhelm Rasinger, IVA)



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    30.05.2012, 2259 Zeichen

    ... und das u.a. gilt meines Erachtens nach noch viel stärker für nicht notierte Konzerne. Da werden bisweilen Fantasiebuchwerte hochgehalten. Bis man dann von heute auf morgen Sanierungskandidat ist ...

    "In einer Analyse von Leitner-Hanetseder/Rebhan (erschienen in der SWK 14/15 vom 15.5.2012) wurde festgestellt, dass der Firmenwert (Goodwill) aus Unternehmensakquisitionen fast 9 Prozent der Bilanzsumme bzw. 27 Prozent des Eigenkapitals bei den ATX-20-Unternehmen (Daten 2010) ausmacht. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten sind das tickende Bomben, die durch notwendig werdende Abschreibungen dramatische Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung haben kann. 2011 hat es zum Beispiel die Erste Bank Group erwischt. Die Folge war ein Dividendenausfall. Auch die Telekom „sitzt“ auf hohen Firmenwerten.

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