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09.02.2013, 3552 Zeichen

Spätestens seit den starken Kursgewinnen zur Jahreswende versprechen sich viele Börsenprofis von der "Great Rotation" wahre Wunderdinge. Sie soll den Aktienmärkten eine lange Phase mit Kursgewinnen bescheren. Was ist dran an ist dieser Hoffnung?

Die große Rotation soll im weitesten Sinn eine massive Umschichtung von Zinsanlagen in risikoreichere Investmentformen bewirken, insbesondere in Aktien. Ursprünglich war damit jedoch nur eine Rotation der Anleger heraus aus Anleihen und hinein in Aktien gemeint. Warum aber soll die jetzt beginnen? Rekordniedrige Zinsen gibt es schließlich schon länger. Aus drei Gründen:

Erstens, weil mit der Beruhigung der Eurokrise und der Pause im US-Budgetstreit die Angst vor einem Zusammenbruch des internationalen Finanzsystems gewichen ist. Das stärkt die Zuversicht der Anleger - und damit ihre Risikobereitschaft.

Zweitens, weil die Weltkonjunktur erkennbar die Talsohle durchschreitet. Vor allem die Daten aus China, aber auch aus den USA, Japan und sogar Europa deuten auf eine bevorstehende Erholung hin, eine Erholung, die kräftiger als erwartet ausfallen könnte. Das spült den Aktiengesellschaften steigende Gewinne ins Unternehmen.

Drittens denken Führungsmitglieder der US-Notenbank Fed inzwischen laut darüber nach, noch in diesem Jahr die Geldschleusen etwas zuzudrehen und damit den Einstieg aus dem Ausstieg der extrem expansiven Geldpolitik zu wagen. Das würde bedeuten, dass sie ihre massiven Anleihenkäufe einschränken würde - die enormen Volumina an US-Staatsanleihen und -Pfandbriefen müssten also wieder stärker am Markt untergebracht werden. Sobald das Fed-Doping entfällt, spricht deshalb viel für steigende Anleihenrenditen. Und das bedeutet Kursverluste für Bonds.

Nachdem Anleihen seit nunmehr drei Jahrzehnten eine Hausse erlebt haben - freilich mit langen Unterbrechungen - bahnt sich damit eine Trendwende an. Viel tiefer können die Renditen nicht mehr fallen, die Risiken eines Anstiegs aber sind langfristig riesig. Zumal vermeintlich sichere Zinsanlagen wie Staatsanleihen real Verluste bescheren, da die Renditen unterhalb der Inflationsrate liegen - und auch niedriger sind als die Dividendenrenditen vieler Aktien.

Anleger, insbesondere professionelle, reagieren auf derartige Entwicklungen in der Regel frühzeitig. Das lässt sich auch schon an Zahlen ablesen: Der jahrelange Mittelabfluss bei Aktienfonds ist in den letzten Monaten einem Zustrom gewichen, Pensionsfonds und Versicherungen stocken notgedrungen ihre Aktienquoten auf, um ihre Verpflichtungen erfüllen zu können, und Staatsfonds schauen sich zunehmend nach Unternehmensbeteiligungen um. Dagegen geht der Absatz an Rentenfonds zurück und die Renditen für Staatsanleihen aus den sicheren Ländern wie Deutschland und den USA sind leicht gestiegen - mit entsprechenden Verlusten bei den Anleihen.

Das alles deutet auf eine Rotation hin. Allerdings noch nicht auf eine große. Die wird es wohl erst geben, wenn die Inflation wieder anzieht und die Notenbanken klare Ausstiegssignale aus ihrer expansiven Politik aussenden. Dann aber kann es durchaus zu einer Flucht aus Anleihen und anderen Zinsanlegen kommen - und als Alternative bietet sich aufgrund seines Volumens und seiner  Liquidität vor allem der Aktienmarkt an. Höhere Geldzuflüsse aber bedeuten nun einmal steigende Kurse. Und das durchaus jahrelang, weil nach 30 Jahren Rentenhausse viele Anleger eine massiv überhöhte Anleihenquote fahren, deren Abbau und Rotation in Aktien & Co. seine Zeit brauchen wird.

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