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26.02.2013, 2562 Zeichen

Der Gegendwind an der Wall Street wird in den kommenden Wochen zunehmen. Wir sehen vermehrt Zeichen, dass das globale, wie auch das amerikanische Wachstum, an Dynamik verliert. Vor allem um die Konsumfreude amerikanischer Haushalte steht es schlecht:

In den USA lahmt der Konsum erneut.....
Der Benzinpreis ist in den USA seit Ende Januar um 15% gestiegen. Seit Januar gibt es zudem wieder die 2% Sozialversicherungs-Lohnsteuer, die die Haushalte im Jahr durchschnittlich 1.300 Dollar kostet. Erschwerend kommt hinzu, dass sich das Finanzamt in diesem Jahr mit Steuerrückerstattungen mehr Zeit lässt. In den letzten zwei Wochen wurden 55 Milliarden Dollar erstattet. Im Vorjahreszeitraum waren es bereits 77 Milliarden Dollar. In anderen Worten: Der Konsum wird gebremst und die Wirtschaft verliert kurzfristig an Schwung. Besonders der Einzelhandel bekommt die trübe Stimmung der Verbraucher zu spüren. Neben Wal-Mart meldete auch Abercrombie & Fitch und Nordstrom verhaltene Aussichten für das laufende Quartal. Die nach Home Depot zweitgrößte US-Baumarktkette Lowe’s, kann mit den Aussichten auch nicht begeistern.

Chinas Wachstum verliert an Schwung.....
Chinas Shanghai Comp Index hat letzte Woche fast 5% verloren und liegt seit Jahresauftakt nur noch rund 2% im Plus. Der Index zur verarbeitende Industrie lag im Februar unter den Erwartungen des Marktes. Auch die Quartalszahlen von Nike und Yum Brands (Burger King) signalieren, dass das Wachstum an Schwung verliert. Vergleicht man die offiziellen Daten der Regierung, mit den Schätzungen der Privatwirtschaft, entsteht ein oft anderes Bild: Offiziell sind die Einzelhandelsumsätze im Dezember um 15% gestiegen. Doch laut dem Nielsen’s Index für Konsumgüter, lag die Steigerung eher bei 9%. Die Exporte sollen im Dezember um 14% gestiegen sein. Analysten der RBS sprechen jedoch von 10%. Mit Spannung wartet der Markt nun auf den Kongress der Volkspartei am 5. März. Dort sollen angeblich weitere Schritte zur Abkühlung des Immobilienmarktes entschieden werden. Kurzum: Es wird Liquidität aus dem Markt genommen.

Eurozone lahmt weiterhin....
Das reale Wirtschaftswachstum in der Eurozone soll in diesem Jahr stagnieren und nur bei 0% liegen, so eine Umfrage der EZB. Die Prognosen lagen ursprünglich bei 0,3%. Die Ziele für 2014 wurden von 1,3 auf 1,1% gesenkt. Nach den schwachen Daten der Industrie hoffen einige Marktteilnehmer auf eine Zinssenkung der EZB, bei der anstehenden Tagung am 7. März.
(mit freundlicher Genehmigung von Markus Koch, Kapitalmarktexperte - http://www.facebook.com/markus.koch.ntv)



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