09.10.2013, 2356 Zeichen
Nachdem alle börsenotierten Gesellschaften ihre jährliche Hauptversammlung (HV) abgehalten haben und bevor die Vorbereitungen für das nächste Jahr beginnen, etwas zum Nachdenken. Die HV dauern immer noch zu lange, vier bis fünf Stunden sind keine Seltenheit. Der Einwand, dass in Deutschland bei großen Gesellschaften sechs Stunden und mehr benötigt werden, um alle Fragen zu beantworten und alle Abstimmungen abzuwickeln, ist schwach. Denn in vielen anderen europäischen Ländern und in den USA reichen im Regelfall zwei bis drei Stunden.
An welchen Schrauben sollte gedreht werden, damit die Hauptversammlungen zu keinem Test für die physische und psychische Ausdauer für die Teilnehmer pervertieren?
Erstens sollten die Formalien, die bis zu 30 Minuten dauern, gekürzt werden und die angeblich notwendigen juristischen Belehrungen mit einem Informationsblatt den Unterlagen beigelegt werden.
Zweitens sollte der Vorstand mit gutem Beispiel vorangehen und seine Präsentation auf 30 bis 45 Minuten begrenzen.
Drittens sollten sich Kleinaktionäre bei ihren Fragen auf wesentliche Themen beschränken. Alle Unternehmen haben meistens sehr gut funktionierende IR-Abteilungen, die bereitwillig Auskunft auch über nebensächliche Fragen geben. Ein sorgfältiges Studium des Geschäftsberichts, der Website des Unternehmens und die Schwerpunktfragen des IVA – unter www.iva.or.at einsehbar – sind eine wichtige und meistens auch ergiebige Informationsquelle. Bei einigen Fragestellern entsteht eher der Eindruck, dass nicht das Intersse am Unternehmen im Vordergrund steht, sondern es einzelnen Aktionären eine besondere Freude ist, dass mehrere Hundert Sitzungsteilnehmer, der Vorstand und der Aufsichtsrat, sowie die Berater gezwungen sind, alle Beiträge über sich ergehen lassen müssen - auch wenn sie skurril und unpassend sind. Eine Hauptversammlung verursacht beträchtliche Kosten. Je nach Größe des Unternehmens fallen pro Stunde etwa 1.000 bis 10.000 EUR an. So sollte beispielsweise Kritik an der Qualität des gesetzlich gar nicht vorgeschriebenen Buffets zweckmäßigerweise beim IR-Manager per Mail deponiert werden.
Nachdenklich macht, dass die Stimmung im Saal durch die Mehrheit der Anwesenden, darunter viele Pensionisten, bestimmt wird, aber bei den Abstimmungen die institutionellen Investoren via Stimmrechtsvertretung mit vorgegebenen Weisungen das Sagen haben.
Börsepeople im Podcast S24/03: Ruth Jedliczka
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VIG
Die Vienna Insurance Group (VIG) ist mit rund 50 Konzerngesellschaften und mehr als 25.000 Mitarbeitern in 30 Ländern aktiv. Bereits seit 1994 notiert die VIG an der Wiener Börse und zählt heute zu den Top-Unternehmen im Segment “prime market“ und weist eine attraktive Dividendenpolitik auf.
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