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APA-OTS-Meldungen aus dem Finanzsektor in der "BSN Extended Version"
Wichtige Originaltextaussendungen aus der Branche. Wir ergänzen vollautomatisch Bilder aus dem Fundus von photaq.com und Aktieninformationen aus dem Börse Social Network. Wer eine Korrektur zu den Beiträgen wünscht: mailto:office@boerse-social.com . Wir wiederum übernehmen keinerlei Haftung für Augenerkrankungen aufgrund von geballtem Grossbuchstabeneinsatz der Aussender. Wir meinen: Firmennamen, die länger als drei Buchstaben sind, schreibt man nicht durchgängig in Grossbuchstaben (Versalien).
Magazine aktuell


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01.04.2014, 8095 Zeichen

Wien (ots) - Stellen Sie sich vor, in einem Raum ohne Fenster zu sitzen - und dennoch das Gefühl zu haben, als würde Ihnen die Sonne direkt ins Gesicht scheinen. Dank des EU-geförderten COELUX-Projekts ist das schon bald möglich: Durch eine Simulation der Streuung und Übertragung von Sonnenlicht durch die Atmosphäre wird die physikalische und optische Wirkung natürlichen Lichts in Innenräumen nachempfunden. Dieses Phänomen hat erwiesenermaßen einen positiven Effekt auf das menschliche Wohlbefinden in geschlossenen oder unterirdischen Räumen.
COELUX ist eine von zwölf innovativen Technologien, die im März 2014 auf der Innovation Convention in Brüssel präsentiert wurden. Die Bartenbach GmbH aus dem österreichischen Aldrans war als führender internationaler Berater für Beleuchtung und F&E-Dienstleister für Tageslicht- und künstliche Beleuchtung maßgeblich an dem Projekt beteiligt. "Nur dank der EU-Finanzierung ist die Teilnahme von Bartenbach (BB) an einem derart innovativen Projekt möglich. Insbesondere die Entwicklung der optischen Systeme zur Nachempfindung der natürlichen Effekte war harte Arbeit - am Ende war das Konsortium jedoch erfolgreich. BB freut sich auf die Markteinführung und die Anwendung von COELUX in zahlreichen Projekten für Beleuchtungsgestaltung", kommentiert Mag. Wilfried Pohl ppa., Forschungsleiter und Vorstandsmitglied der Bartenbach GmbH, Aldrans.
"Mit COELUX können Sie jederzeit und überall die Sonne genießen", so Professor Paolo Di Trapani, Projekt-Koordinator und Physiker an der Universität Insubria im italienischen Como, dessen Forschung in den letzten zehn Jahren durch den Wunsch beflügelt wurde, natürliches Licht nachzuempfinden. "Ebenso rätselhaft wie der Duft eines Parfüms oder die Farbe der Sonne in den Tropen ist das unendliche Raumgefühl, das COELUX vermittelt. Jüngste Studien belegen, dass sich sogar klaustrophobisch veranlagte Menschen im COELUX-Licht glücklich und entspannt fühlen, selbst über längere Zeit in fensterlosen, nur wenige Quadratmeter großen Räumen." Die Technologie ist Eigentum der Firma CoeLux Srl, die an der italienischen Universität Insubria entstand.
Licht anerkanntermaßen wichtig für Gesundheit und Wohlbefinden
Die Vereinten Nationen erklärten 2015 zum Internationalen Jahr des Lichts, um weltweit ein Bewusstsein für die positive Wirkung von Licht auf Gesundheit und Wohlbefinden zu schaffen. Warmes, künstliches und direktes Sonnenlicht beleuchtet und verschönert Objekte. So erscheinen private und öffentliche Innenräume attraktiver und einladender. Das Spiel von Licht und Schatten schafft Raum und Form und bewirkt bei Menschen eine Verhaltensänderung in Bezug auf ihre Umgebung.
Die Lichtstreuungstechnologie von COELUX kommt jedem zugute, der dem natürlichen Sonnenlicht nicht ausreichend ausgesetzt ist. Sie wurde insbesondere für die Gesundheitsbranche entwickelt, lässt sich jedoch auch im Einzelhandel und Gastgewerbe, in Museen, an Flughäfen, im unterirdischen Verkehr, in Wellness-Bereichen, Sportzentren, Kinos, Büros oder industriellen Umgebungen anwenden. Wer aufgrund von räumlichen Einschränkungen oder extremen Klimabedingungen wie in Kanada oder den Vereinigten Arabischen Emiraten in unterirdischen Räumen lebt oder arbeitet, wird diese Technologie begrüßen. Gleiches gilt für die Einwohner von Ländern, die sich am weitesten vom Äquator entfernt in der Nähe der Arktis oder Antarktis befinden - sie müssen im Laufe des Jahres über längere Zeiträume hinweg mit wenig natürlichem Licht auskommen.
So funktioniert COELUX
Die Technologie vereint drei zentrale Elemente:

- Aktuelle LED-Technologie, die das Spektrum des Sonnenlichts
     reproduziert
   - Ein hochentwickeltes optisches System, das eine Wahrnehmung von
     Distanz zwischen "Himmel" und "Sonne" herstellt
   - Nanostrukturierte Werkstoffe, die bei einer Dicke von nur
     wenigen Millimetern den gesamten Rayleigh-Streuprozess, der sich
     in der Atmosphäre abspielt, nachempfinden


Diese Elemente werden in ein Hightech-Fenstersystem eingegliedert, das ein enormes Spektrum an Optionen und Gestaltungsmöglichkeiten für architektonische Innenräume bietet. Die Nutzer können über die von COELUX angebotenen Einstellungen zwischen drei Lichttypen wählen: Nordeuropa, Mittelmeerraum oder Tropen.
Produktentwicklung und -vermarktung
Innerhalb des 7. Rahmenprogramms erhielt das Forschungsprojekt Fördergelder in Höhe von 2,5 Mio. EUR von der Europäischen Union. Prof. Di Trapani bestätigt, dass "die Finanzierung durch die EU wesentlich dazu beigetragen hat, uns eine Investition in Forschung und Entwicklung zu ermöglichen und die Kosten für die Präsentation zu decken. Die Förderung war von unschätzbarem Wert, als es darum ging, weitere Investoren von uns zu überzeugen. Wir empfehlen anderen kleinen und mittelständischen Unternehmen wärmstens, EU- Fördergelder zu beantragen. So ergeben sich völlig neue Möglichkeiten."
Die COELUX-Technologie ist voraussichtlich ab Ende 2014 auf dem Markt erhältlich und birgt ein enormes kommerzielles Potential für die Projektpartner und das Netzwerk europäischer Unternehmen, die an der Produktion, Präsentation und Umsetzung beteiligt sind. Der weltweite Markt für Beleuchtung verfügt über ein Volumen von schätzungsweise 58 Mrd. Euro. Diese wegweisende Innovation ist bestens geeignet, um einen Anteil dieses Marktes zu erobern, denn sie fördert die Wettbewerbsfähigkeit Europas, schafft Arbeitsplätze und trägt darüber hinaus zum Wohlergehen der Bürger Europas bei.
Michael Jennings, Sprecher von Forschungskommissarin Máire Geoghegan- Quinn, erklärte: "Viele unserer Lebensbereiche wie Energie, Verkehr, Medizin, Lebensmittelsicherheit, Gesundheit und Wohlbefinden werden durch Nanotechnologie bereichert oder gar revolutioniert. COELUX ist ein besonders gutes Beispiel dafür, wie die Wissenschaft eine einfache Idee, die schwierig erscheint - in diesem Fall das Nachempfinden von Sonnenlicht - in die Praxis umsetzt. Das Projekt hat alle Aussichten, das Leben vieler Menschen zu bereichern."
Das COELUX-Konsortium
Die innovative Technologie ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen COELUX, dem Eigentümer der Beleuchtungstechnik (Italien), Next Limit Technologies, dem Eigentümer der fotorealistischen Rendering-Maschine, Maxwell Render (Spanien) sowie Ekspobalta (Litauen), verantwortlich für groß angelegte COELUX-Installationen weltweit. Weiters waren Griffin Software Srl (Rumänien), die Eidgenössische Technische Hochschule (Schweiz), die Bartenbach GmbH Aldrans (Österreich), Anbieter der Lichtsysteme und Comonext Scpa (Italien) maßgeblich an der Durchführung des Projekts beteiligt.
EU-Mittel für Forschung und Innovation
Am 1. Jänner hat die Europäische Union das neue Förderungsprogramm "Horizon 2020" für Forschung und Innovation aufgelegt. Die Laufzeit dieses Programms beträgt sieben Jahre. Innerhalb dieses Zeitraums werden seitens der EU fast 80 Mrd. EUR in Forschungs- und Innovationsprojekte investiert, um die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit Europas zu stärken und den Horizont des menschlichen Wissens zu erweitern. Das EU-Forschungsbudget dient hauptsächlich der Erforschung von Technologien zur Verbesserung des alltäglichen Lebens und ist vornehmlich auf Bereiche wie Gesundheit, Umwelt, Verkehr, Lebensmittel und Energie ausgerichtet. Ferner wurden mit der Pharma- , Luft- und Raumfahrt- sowie mit der Automobil- und Unterhaltungsindustrie Forschungspartnerschaften eingegangen, um Investitionen des privaten Sektors anzuregen, die für mehr Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen mit hohen Qualifikationsanforderungen sorgen. "Horizon 2020" wird sich in noch stärkerem Maße dafür einsetzen, ausgezeichnete Ideen in marktfähige Produkte, Verfahren und Dienstleistungen umzuwandeln.

Aktuelle Informationen zu Forschung und Innovation in Europa erhalten
Sie unter: http://ec.europa.eu/programmes/horizon2020/
http://www.facebook.com/innovation.union
http://twitter.com/innovationunion
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