16.09.2014, 3487 Zeichen
Fundamentalanalysten versus Charttechniker… Oftmals erachtet man die beiden Lager so konträr wie Tag und Nacht, wie Pech und Schwefel. Es mag nicht wenige hartgesottene und alteingesessene Valueinvestoren geben, die – wenn sie auf Charttechnik angesprochen werden – eher milde belächelnd abwinken und sich sofort wieder in irgendeinen dreihundert Seiten langen Geschäftsbericht vertiefen und dabei fast auf die Nahrungsaufnahme vergessen. Ehrlich gesagt nehme ich mich von dieser „Teilmenge“ bis zu einem gewissen Grad auch nicht aus – zumindestens war das bisher so – und senke nun ob dieser offensichtlichen Intoleranz beschämt mein Haupt. Ist kategorische Ablehnung ohne tiefere Beschäftigung mit der fraglichen Materie ein sinnvoller Weg? Wohl kaum, weshalb ich mich in Bezug auf das bargain-Magazine gerne zu einem vermeintlichen Tabubruch hinreißen lassen möchte und den Versuch starten werde, von Zeit zu Zeit charttechnischen Content zu veröffentlichen. Letztendlich soll es jedem selbst überlassen bleiben, ob er diese Methodik seinem Repertoire hinzufügt oder nicht, jedoch wäre es wohl die dümmste Option, sich dagegen zu entscheiden, bevor man sich damit überhaupt beschäftigt hat.
Um nicht die mittlerweile wirklich treue Leserschaft mit meinen eigenen stümperhaften Erstlingsversuchen zu vergraulen, habe ich den Charttechniker Anthean, der im Börse-Express aktiv ist, dazu überreden können, einen kurzen Gastartikel zur momentanen charttechnischen Situation bei der Semperit AG, (einem in der Gummiindustrie tätigen Unternehmen, das… halt – genug Fundamentales…), zu verfassen.
Ich hoffe wirklich auf eine rege Diskussion im Anschluss an den Artikel, sowohl zu dem Inhalt der Analyse wie auch über Eure Meinungen zur Vereinbarkeit und gewissermaßen den Synergieeffekten, die zwischen technischem und fundamentalem Ansatz bestehen könnten.
(Beginn des Gastbeitrages)
Im Bild der Candlestick-Tageschart von Semperit. Wie man erkennen kann, gibt es seit Juli 2013 einen Aufwärtstrend, seit Dezember 2013 hielt sich die Aktie dann an eine markante Trendlinie (gelb), die mehrfach getestet wurde. Bei dieser sind wir heute wieder angekommen. Es bleibt abzuwarten, ob die 37 hält und der Kurs hier konsolidiert, oder ob wir die Unterstützung bei 35 noch testen. MMn ist auch eine mögliche (atypische) SKS (Schulter-Kopf-Schulter)-Formation im Spiel, deren Nackenlinie besagte Trendlinie ist. Für gewöhnlich führt der Bruch einer solchen Nackenlinie zu einem weiteren Absinken der Kurse, in etwa vom Ausmaß des Abstandes der Nackenlinie (36,40) zum Hoch des Kopfes (46,40), somit zu einem Kursziel von 26 – 27€. Als Bruch gilt für mich ein Tagesschlußkurs unter der Trendlinie. Dieser ist meist gefolgt von weiteren Abverkäufen am Folgetag. Im Idealfall (für den Trader) gibt es danach noch einen Re-Test der Trendlinie von unten, die dann als Widerstand fungieren sollte und sich als Bestätigung und als idealer Einstiegspunkt für einen Short anbietet (sofern man nicht schon beim ersten Bruch eingestiegen ist). Sollte die Aktie die nächsten Tage mit gutem Volumen rund um 37 konsolidieren, dann könnte sich dies als Long-Einstieg eignen. Dies würde ich aber nicht wagen, bevor zumindest (rasch, nicht in einer langsamen Aufwärtsbewegung) die 38 wiedererobert ist.
Für Diskussionen über Chart-Interpretation oder offensichtliche Fehler in der Analyse bitte die Kommentarfunktion benutzen.
Der Beitrag Breaking a habit – Chartanalyse der Semperit AG erschien zuerst auf Bargain.
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