16.08.2015, 3672 Zeichen
Die Gewinne der Unternehmen im S&P500-Index leiden seit drei Quartalen unter dem festen US-Dollar und dem einbrechenden Ölpreis. Beides ist bekannt und somit keine Neuigkeit. Bis Jahresende sollte der Gegenwind durch diese beiden Faktoren anhalten – zumal sich die Talfahrt im Energie-Sektor fortsetzt, einhergehend mit einem ebenfalls festen Dollar. Da die Konzerne im S&P50-Index über 50 Prozent der Umsätze außerhalb der USA erzielen, wirken sich die unvorteilhaften Währungsschwankungen belastend aus.
Schaut man sich das abgelaufene Quartal an, verhagelte der Energie-, der Grundstoff- und der Industrie-Sektor die Ertragslage des S&P500 gewaltig. Trotzdem fällt die Bilanz nicht so schlecht aus, wie das Gesamtbild signalisiert:
Zum einen gingen Analysten davon aus, dass die Gewinne der Firmen um S&P500 um 3 Prozent sinken würden. Letztendlich kam es aber zu einem Wachstum von 1,6 Prozent. Exklusive der Energie-Werte kam es sogar zu einem Ertragswachstum von 10,2 Prozent. Ein Strickmuster, das wir bereits im ersten Quartal gesehen haben! Die Gewinne der Firmen im S&P500 stiegen zwar nur um magere 1,5 Prozent. Ex-Energie lag das Wachstum aber bei 11,5 Prozent!
Von den zehn Branchen in dem Leitindex konnten im abgelaufenen Quartal neun Bereiche die Ziele der Analysten letztendlich schlagen. Auch deshalb, weil Analysten die Messlatte so tief und rasant abgesenkt haben, wie seit 2008 nicht mehr. Enttäuscht hat somit nur der Industrie-Sektor. Die Gewinne sackten um 1,3 Prozent ab. Erwartet wurde ein Rückgang von 1,1 Prozent. Schauen wir uns aber die anderen Branchen im Überblick an.
Energie verbuchte einen Ertragseinbruch von 56 Prozent. Angepeilt wurde ein Minus von 63 Prozent. Grundstoffe verbuchten einen Gewinnanstieg von 8,5 Prozent, während ein Wachstum von 4,9 Prozent erwartet wurde. Spitzenreiter waren die Banken, mit einem Ertragssprung von 20 Prozent, gefolgt von den Bereichen Gesundheit, Konsumgüter, Telekommunikation, IT und Stromversorger. All diese Bereiche konnten die Ziele schlagen.
Schaut man sich die Aussichten an, gab es im Vergleich zum vorhergehenden Quartal weniger negative Revidierungen. Analysten an der Wall Street haben folglich die Prognosen für das jetzt laufende Quartal angehoben. Kurzum:
Es lässt sich an der Wall Street weiter Geld verdienen, nur ist die Selektion der Branche schwieriger geworden. Es mag viele erstaunen, aber ich stocke den Energie-Sektor auf. Die Werte haben seit letzten August rund 40 Prozent schlechter abgeschnitten als der S&P 500-Index. Seit 1998 folgten auf ähnliche harsche Einbrüche bei den Aktien der Gesundheits-, Grundstoff- und Konsumgüter-Branche aber deutliche Erholungsphasen. Im Durchschnitt konnten diese Sektoren auf zwei Jahre Sicht die Performance des S&P 500 um 48 Prozent schlagen. In diesem Sinne!
In diesem Sinne, Ihnen allen ein erholsames Wochenende!
Aus New York, von der Wall Street,
Ihr Markus Koch
Ein Beitrag von Markus Koch.
Er ist das Gesicht der Wall Street. 1996 berichtete Markus Koch erstmals fürs Fernsehen von der New Yorker Aktienbörse. Seitdem steigt seine Bekanntheit und Beliebtheit stetig. Sein Themenspektrum umfasst weit mehr als nur die Wall Street und Börse. Auch die übergeordneten Themen aus internationaler Wirtschaft und Politik bezieht er in seine Beiträge ein. Bei Markus Koch Members erleben Sie die Welt der Börse und Finanzen mit Markus Koch. Erfahren Sie, was die Märkte bewegt, wo die Hintergründe liegen und wie Sie davon profitieren können.
Immer sonntags: Ihr kostenloser Markus Koch Weekly – der Newsletter mit ausgewählten Unternehmensnachrichten, Breaking News und exklusivem Wochenrückblick.
Bildquelle: Dirk Eusterbrock, Markus Koch
Börsepeople im Podcast S25/02: Elke Vlach
S&P 500 Letzter SK: 0.00 ( -0.07%)
Bildnachweis
1.
Wall Street, Börse, New York, Frontpage / Shutterstock.com
, (© (www.shutterstock.com)) >> Öffnen auf photaq.com
Aktien auf dem Radar:Frequentis, Bajaj Mobility AG, Agrana, Amag, UBM, CPI Europe AG, OMV, Verbund, SBO, Porr, Strabag, AT&S, Frauenthal, SW Umwelttechnik, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, EuroTeleSites AG, Österreichische Post, Semperit, Telekom Austria, RHI Magnesita, Henkel, Fresenius Medical Care, SAP, Münchener Rück, Hannover Rück, BMW, Deutsche Boerse, Deutsche Telekom, Rheinmetall, Patrizia Immobilien.
Random Partner
Addiko Group
Die Addiko Gruppe besteht aus der Addiko Bank AG, der österreichischen Mutterbank mit Sitz in Wien (Österreich), die an der Wiener Börse notiert und sechs Tochterbanken, die in fünf CSEE-Ländern registriert, konzessioniert und tätig sind: Kroatien, Slowenien, Bosnien & Herzegowina (wo die Addiko Gruppe zwei Banken betreibt), Serbien und Montenegro.
>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» ATX-Trends: Strabag, wienerberger, Polytec, AT&S ...
» Börsepeople im Podcast S25/02: Elke Vlach
» Börsepeople im Podcast S25/01: Christian Drastil (Plan CD)
» Wiener Börse Party #1157: ATX stärker, es war der 50. Gewinntag heuer, A...
» ATX-Trends: Verbund, wienerberger, AT&S ...
» Börse People startet in die Jubiläums-Staffel 25 – zwischen Verlagspleit...
» Österreich-Depots: Mai Verfallstag (Depot Kommentar)
» Börsegeschichte 15.5.: EuroTeleSites, OMV (Börse Geschichte) (BörseGesch...
» Nachlese: Lina Mosentseva; Rheinmetall Love Trade? (audio cd.at)
» PIR-News: Strabag, Research zu RBI, wienerberger, Polytec, Semperit (Chr...
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- Emerald Horizon sieht ideales Momentum für Börsen...
- wikifolio Champion per ..: Paul Pleus mit PPinves...
- Upgrade für Flughafen Wien-Aktie
- ATX TR-Frühmover: AT&S, Porr, Verbund, Österreich...
- DAX-Frühmover: SAP, Rheinmetall, Scout24, Infineo...
- SMA Solar, Hochtief am schwächsten (Peer Group Wa...
Featured Partner Video
Wiener Börse Party #1140: ATX leicht schwächer, AT&S im Mix mit Glas, LPKF Laser & Börse Online gesucht und die Lärmverschmutzung nervt
Die Wiener Börse Party ist ein Podcastprojekt für Audio-CD.at von Christian Drastil Comm.. Unter dem Motto „Market & Me“ berichtet Christian Drastil über das Tagesgeschehen an der Wiener Börse. Inh...
Books josefchladek.com
Bertien van Manen
Let's Sit Down Before We Go
2011
MACK
Matteo Girola
Viewfinders
2025
Studiofaganel
Jack Davison
13–15 November. Portraits: London
2026
Helions
Anton Bruehl
Mexico
1933
Delphic Studios
Ryuji Miyamoto
Kobe 1995 After the Earthquake
1995
Telescope


