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Kapsch TrafficCom: Wieder in der Spur (Christian Scheid, Marc Schmidt)

Autor:
Marc Schmidt

Die Börsenblogger ist das einfache und direkte Sprachrohr von Journalisten und deren Kollegen, die teils schon mit jahrzehntelanger Arbeits- und Börsenerfahrung aufwarten können. Auch als professionelle Marktteilnehmer. Letztlich sind wir alle Börsenfans. Aber wir vertreten in diesem Blog auch eine ganz simple Philosophie: Wir wollen unabhängig von irgendwelchen Analysten, Bankexperten oder Gurus schreiben, was wir zum aktuellen (Börsen-)Geschehen denken, was uns beschäftigt. Das kommt Ihnen, dem Leser, zu Gute.

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01.12.2015, 2689 Zeichen

Nach einer mehrjährigen Flaute wegen des Ausbleibens neuer Großprojekte scheint der Mautsystemanbieter Kapsch TrafficCom (WKN A0MUZU) die Wende geschafft zu haben. Im ersten Halbjahr ging es mit dem Umsatz um 3,2 Prozent auf 245 Mio. Euro nach oben. Der leichte Anstieg ist auch zahlreichen neuen Projekte zu verdanken. Allen voran zählt dazu der Zuschlag für die grenzübergreifende Ausschreibung für das Programm „CHARM“ von der niederländischen und der englischen Straßenbehörde. In den USA erhielt die Gesellschaft erstmals einen Auftrag für eine End-to-End-Lösung für die Ohio River Bridges und hat es somit auch in diesem Markt geschafft, als Komplettanbieter wahrgenommen zu werden. „Diese Referenz eröffnet neue Potenziale am US-Markt“, teilte das Unternehmen mit.

Der Gewinn sprang im ersten Halbjahr von 0,9 auf 19,2 Mio. Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) legte um 55,9 Prozent auf 27,4 Mio. Euro zu, wobei das Ebit im Vorjahr aufgrund von Einmaleffekten bereits sehr hoch gelegen war. Das „Programm 2020“, das im vergangenen Jahr initiiert wurde, zeigt also Wirkung. Dabei stehen neben der Stärkung der Ertragsbasis Schritte für das zukünftige Wachstum im Fokus. Das Management geht davon aus, dass der Konzern im gesamten Geschäftsjahr bei einem stabilen Umsatzniveau „mit dem Kerngeschäft eine Ebit-Marge von rund zehn Prozent erreichen wird“. Zudem rechnet das Unternehmen mit weiteren Ausschreibungen und Auftragsentscheidungen.

Der Aktienkurs hat einen Teil der verbesserten Perspektiven bereits vorweggenommen. Entsprechend haben die Analysten der Erste Group die Aktie von „Buy“ auf „Akkumulieren“ herabgestuft, das Kursziel aber von 30,30 auf 37,30 Euro angehoben. Wenn das Kursziel erreicht wird, können Anleger mit einem Turbo Long-Zertifikat (ISIN AT0000A1HDZ4) von der Raiffeisen Centrobank (RCB) einen Ertrag von gut 20 Prozent erzielen. Denn Kursgewinne der Aktie werden mit dem Faktor von aktuell 3,2 gehebelt. Mit einem Capped Bonus-Zertifikat (ISIN AT0000A1F6P3) von der RCB ist auch bei einer Seitwärtsbewegung ein attraktiver Ertrag drin: Sofern die Kapsch-Aktie bis zum Ende der Laufzeit im März 2017 stets oberhalb von 35 Euro notiert, generiert das Bonus-Papier einen Ertrag von 4,3 Prozent. Wegen des großen Sicherheitsabstands zur Barriere ist das Capped Bonus auch für vorsichtige Anleger geeignet.

Quelle: Guidants

Quelle: Guidants

Ein Beitrag von Christian Scheid. Er ist Chefredakteur von Zertifikate // Austria und freier Wirtschafts- und Finanzjournalist. Er schreibt für mehrere österreichische und deutsche Fachmagazine und -zeitungen. Sein Gratis-Newsletter ZERTIFIKATE // AUSTRIA ist mehr als lesenswert. Hier geht es zur Anmeldung.

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