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Euro zeigt nach der EZB-Sitzung Stärke (Monika Rosen)

Autor:
Monika Rosen

Chefanalystin , Bank Austria Private Banking

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04.12.2015, 3302 Zeichen

Nach einer längeren Schwächephase hat der Euro gestern, im Kielwasser der EZB Sitzung, fast 3 Prozent zum Dollar zugelegt. Das war die stärkste Tagesbewegung seit 2009. Die gestrige geldpolitische Lockerung der EZB war teilweise als enttäuschend empfunden worden. Offenbar hatten sich viele erwartet, dass die Notenbank das monatliche Anleihenkaufprogramm aufstocken werde.
Im Moment spricht vieles für einen starken Dollar, mittel- bis langfristig sollte sich der Euro jedoch erholen. Wir erwarten daher keine dauerhafte Unterschreitung der Parität zwischen Euro und US-Dollar.
- Die Entwicklung des Wechselkurses US-Dollar zu Euro folgt zwar langfristig ökonomischen Faktoren, kurzfristig spielen jedoch Erwartungen einen dominierende Rolle.
- Derzeit spricht vor allem die Zinsentwicklung (steigende Zinsen in den USA, niedrige Zinsen im Euroraum) für eine – zumindest kurzfristige – weitere Aufwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro.
- Dies könnte auch eine geraume Zeit 2016 noch wesentlich den US-Dollar stützen.
- Allerdings ist der US-Dollar derzeit fundamental überbewertet, und die USA haben deutliche Leistungsbilanzdefizite.
- Gleichzeitig hat der Euroraum Überschüsse in der Leistungsbilanz, zudem setzt die Wirtschaft im Euroraum ihren Erholungskurs weiter fort.
- Im Verlauf von 2016 könnten daher auch die Renditen im Euroraum zu steigen beginnen, auch wenn die EZB zumindest bis 2017 Staatsanleihen kaufen will.
- Wenn die Zinsdifferenz am Kapitalmarkt zu den USA kleiner wird, die Zinserwartungen also im Euroraum zumindest für längere Laufzeiten steigen, dann spricht einiges für eine leichte Erholung des Euro und Annäherung an den „fairen“ Wert, der zwischen 1,25 und 1,20 liegen dürfte.

Der Autorin auf Twitter folgen:@Monika_Rosen

Wichtige rechtliche Information - bitte lesen: 

Diese Publikation stellt weder eine Marketingmitteilung noch eine Finanzanalyse dar. Es handelt sich lediglich um Informationen über allgemeine Wirtschaftsdaten. Trotz sorgfältiger Recherche und der Verwendung verlässlicher Quellen kann keine Verantwortung für Vollständigkeit, Richtigkeit, Aktualität und Genauigkeit übernommen werden. Die Publikation wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen. Diese Informationen sind nicht als Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten oder als Aufforderung, ein solches Angebot zu stellen, zu verstehen. Diese Publikation dient lediglich der Information und ersetzt keinesfalls eine individuelle, auf die persönlichen Verhältnisse der Anlegerin bzw. des Anlegers (z. B. Risikobereitschaft, Kenntnisse und Erfahrungen, Anlageziele und finanziellen Verhältnisse) abgestimmte Beratung. Wertentwicklungen in der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung zu. Es ist zu bedenken, dass Wert und Rendite einer Anlage steigen und fallen können und dass jede Anlage mit Risiko verbunden ist. Die vorstehenden Inhalte enthalten kurzfristige Markteinschätzungen. Die Wertangaben und sonstigen Informationen haben wir aus Quellen bezogen, die wir für zuverlässig erachten. Unsere Informationen und Einschätzungen können sich ändern, ohne dass wir dies bekannt geben.


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