29.01.2016, 4641 Zeichen
Nach großem Druck der Laufveranstalter und in Folge der Dopingskandale: Philipp Pflieger, Julian Flügel, Anna und Lisa Hahner jetzt mit Rio-Norm
Es gleicht einer kleinen Revolution, was in Deutschland da beschlossen worden ist. Die Leichtathletik-Olympialimits wurden zum Teil deutlich erleichtert. Damit haben rückwirkend und auf einen Schlag vier deutsche Marathonläuferinnen bzw. -läufer zusätzlich die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Aussicht. Vorangegangen waren heftige Diskussionen und öffentlicher Druck von Seiten der großen deutschen Laufveranstalter. Letztlich spielte auch die Dopingskandale der letzten Monate eine Rolle.
„Wir haben uns vor dem Hintergrund der massiven Dopingverfehlungen in der internationalen Leichtathletik in der Verpflichtung gesehen, einen Ausgleich der Interessen und der Chancen für unsere ehrlichen Athleten vorzunehmen“, sagte Thomas Kurschilgen, Sportdirektor des Deutschen Leichtathletik-Verbandes. Bislang war Deutschland immer ein Hort der scharfen Limits und es schien undenkbar, dass von dieser Linie abgerückt werden könnte. Vorgabe war, dass Olympiateilnehmer über eine realistische Finalchance verfügen sollten. Da mehrere Marathonläufer vergleichsweise knapp an die nunmehr alten Limits von 2:12:15 Stunden bzw. 2:28:30 Stunden herangelaufen waren und immer offensichtlicher geworden ist, wie massiv die Ergebnisse internationaler Meisterschaften von gedopten Sportlern und korrupten Funktionären verfälscht worden sind, ist die Diskussion zuletzt sehr heiß geworden.
Limits deutlich entschärft
Die Limits für die Marathonläufer wurden dabei vom Deutschen Leichtathletik-Verband und dem Deutschen Olympischen Sport-Bund (DOSB) sehr deutlich entschärft. In den vergangenen Monaten hatte es aus Läuferkreisen und in den Medien starke Kritik am Verband gegeben, weil die bisherigen Normen von 2:12:15 beziehungsweise 2:28:30 Stunden als zu anspruchsvoll angesehen wurden. Lediglich Arne Gabius hatte mit seinem deutschen Rekordlauf in Frankfurt (2:08:33) die Qualifikation geschafft.
Vier Marathonläufer zusätzlich mit Olympialimit
Jetzt wurden die Werte auf 2:14:00 und 2:30:30 korrigiert. Dadurch haben umgehend gleich vier weitere Marathonläufer die Norm für die Olympischen Spiele im August erfüllt: Philipp Pflieger lief in Berlin 2:12:50 Stunden, Julian Flügel an gleicher Stelle 2:13:57, und Anna Hahner erreichte in der deutschen Hauptstadt 2:30:19. Ihre Zwillingsschwester Lisa Hahner steigerte sich in Frankfurt auf 2:28:39.
Die deutlich „weicheren“ Normen dürften aber auch André Pollmächer, den im vergangenen Jahr einmal mehr Verletzungen stoppten, und Steffen Uliczka Mut machen. Sie könnten sich in den nächsten Monaten noch für Rio qualifizieren und Philipp Pflieger und Julian Flügel verdrängen.
Bei den Frauen könnte die Äthiopierin Fate Tola, VCM-Siegerin der Jahre 2011 und 2012, die in Berlin 2:28:24 gelaufen war und damit auch die ursprüngliche Norm unterboten hatte, einen Rio-Startplatz einnehmen, sollte sie rechtzeitig die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten.
Hahner-Twins in Hochstimmung
„Es freut mich riesig, dass mich meine Leistung vom Frankfurt-Marathon mit dem deutschen Meistertitel und der schnellsten Zeit einer deutschen Läuferin in 2015 nun nach Rio bringt. Das ist eine fantastische Nachricht. Vor allem weil ich nun endlich Sicherheit habe und mich voll und ganz auf den olympischen Marathon mental und physisch vorbereiten kann. Das ist grandios“, erklärte Lisa Hahner, während ihre Schwester sagte: „Ich freue mich mega, dass ich mich für die Olympischen Spiele in Rio qualifiziert habe. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass der DLV und der DOSB die Norm verändern, das kam sehr überraschend für mich. Beim Berlin-Marathon habe ich um jede Sekunde gefightet, auch wenn die Norm für mich scheinbar nicht mehr zu erreichen war. Umso schöner, dass es sich nun gelohnt hat, bis auf den letzten Meter wirklich alles zu geben.“
Österreichs Männer-Limit jetzt gleich mit Deutschland
In Österreich ist das Männer-Olympialimit im Marathon nun gleich mit jenem von Deutschland – 2:14:00 Stunden. Bisher hat noch niemand diese Marke unterboten. Edwin Kemboi und Lemawork Ketema sind im Vorjahr um 5 bzw. 23 Sekunden über dieser Zeit geblieben und wollen es heuer nochmals versuchen. Das Limit der Frauen steht bei 2:34:00 Stunden. Bisher hat Rekordläuferin Andrea Mayr als einzige diese Marke unterboten und sich für den Olympiamarathon qualifiziert. Sie ist im Herbst in Frankfurt 2:33:28 Stunden gelaufen.
VCM News. Text: JW, AM | race-news-service.com Im Original hier erschienen: Eine Art Revolution: Deutschland erleichtert Marathon-Olympialimits
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