15.03.2016, 3559 Zeichen
„Außerbörsliches: Bäderstadt Budapest“
Wer an grosse europäische Bäder denkt, dem fällt vielleicht Marienbad ein, oder Baden-Baden, oder auch Montecatini, aber wohl kaum gleich Budapest. Das ist aber durchaus ein Fehler, denn die Stadt kann sich rühmen, als einzige Grossstadt Europas gleichzeitig auch "Kurort" zu sein. Schon in der Jungsteinzeit badeten die Menschen in den warmen Quellen von Buda, später kamen die Römer und brachten ihre Badekultur mit. Den Zenith erreiche Budapest als Bäderstadt aber unter der osmanischen Herrschaft im 16. und 17. Jahrhundert.
Die Türken fanden in den 120 heissen Quellen von Budapest ideale Bedingungen, um ihre Bäder zu errichten. Einige von ihnen haben bis heute überlebt. Es ist interessant anzumerken, dass die Moscheen und Schulen aus der Zeit der Türken längst aus dem Stadtbild verschwunden sind, aber just die Bäder überlebt haben. Und so kann man auch heute noch im Kiraly oder Rudas Bad plantschen und auf eine Kuppel blicken, die die Osmanen erbaut haben. Für die Türken diente der Besuch im Bad aber nicht nur der Reinigung, sondern auch dem sozialen Kontakt. Man traf sich im Bad zum Plaudern und Austauschen von Neuigkeiten, aber auch für die Brautschau. Letztere wurde von den Müttern für ihre Söhne betrieben. Wenig überraschend, wurde bei den Türken nach Geschlechtern getrennt gebadet, entweder durch separate Räumlichkeiten, oder im selben Bad zu unterschiedlichen Zeiten.
Und auch wenn diese Gepflogenheiten heute nicht mehr üblich sind, so haben die Budapester Bäder ihre Funktion als Ort der Geselligkeit behalten. Was in Wien das Kaffeehaus ist, ist in Budapest das Bad, und das, obwohl Budapest aus der Habsburger Tradition heraus auch eine ausgeprägte Kaffeehauskultur besitzt. Eine zweiten Höhepunkt erlebte die Badekultur in Budapest an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, weshalb die Stadt auch einige herausragende Beispiele für Jugendstil-Bäder besitzt, z. B. das Gellert oder Széchenyi Bad.
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