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Als Shakespeare ins Marathonziel (Vienna City Marathon)

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18.05.2017, 4156 Zeichen

3. April 2017, kurz nach 14 Uhr. Ein maskierter Mann läuft über die Wiener Ringstraße. Vom Parlament kommend nähert er sich dem Burgtheater. Es gibt keinen Grund zur Beunruhigung. Denn natürlich läuft er ins Ziel des Vienna City Marathon. 42,195 Kilometer liegen hinter ihm, Netto-Laufzeit 4:54:42 Stunden. Für den letzten Kilometer des Laufes hat er sich verwandelt – vom Läufer aus Vorarlberg in den Mann mit der Maske, vom Theaterliebhaber Ivo Brunner in den großen Dramatiker William Shakespeare.

„Zuschauer wollten unbedingt mit mir abklatschen, manche erkannten sofort den „William Shakespeare“ und schrien dies auch aus, manche Eltern versuchten – in aller Kürze – den Kindern diesen Maskenmann zu erklären, manche sah ich sogar entlang der Absperrung laufen, um ein Foto mit „Shakespeare“ zu ergattern“, schildert Ivo Brunner den letzten Kilometer vor dem Ziel.

Sein Weg dorthin zeigt, wie vielfältig die Beweggründe für eine Teilnahme an einem Marathon sein können. Der Anglist und ehemalige Rektor der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg erlebte und inszenierte beim VCM sein eigenes „Theater der Emotionen“: „Die Idee mit der Shakespeare-Maske kam mir beim Training entlang des Bodenseeufers, wo ich wohne, weil ich bei solchen längeren „enjoyment runs“ immer etwas philosophiere, über die Welt nachdenke, Ideen entwickle und besondere emotionale Stimmungen verarbeite. Mit der Maske wollte ich primär meine persönliche Emotion ausdrücken, dass ich das Privileg habe, am 23. April, dem Todestag von William Shakespeare und zugleich Welttag des Buches, als Anglist und Buchhändlersohn am VCM teilzunehmen – und dies mit dem Zieleinlauf vor dem Burgtheater, das in seiner Geschichte viele legendäre Shakespeare-Inszenierungen hervor brachte. Seit meiner Jugend bin ich von den Werken Shakespeares begeistert – ja, es war auch ein Tribut an diesen Autor, der mein Leben mitgeprägt hat.“

Einen Schlüsselsatz zu seinem persönlichen Marathon fand Brunner in der Komödie „Wie es euch gefällt“:

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„Man muss sich nach diesem Zitat dann auch nicht mehr so wichtig nehmen, da das Tun und Wirken eines Menschen ja ein dauerndes Auf und Ab ist. Und wenn man nach getaner Arbeit reflektiert, kann man ja die persönlichen Schlüsse daraus ziehen: Nach dem VCM-Auftritt war ich jedenfalls glücklich und stolz auf mein Auf- und Abtreten als Spieler mit großen Emotionen. So hatte das Motto des VCM, „Theater der Emotionen“, für mich in ganz besonderer Weise zugetroffen – auch schon deshalb, weil ich vor gut eineinhalb Jahren noch durch eine geglückte Operation von einem bösartigen und hoch aggressiven Krebs befreit wurde. Mein Marathontraining auf den VCM war quasi ein Laufen gegen den Krebs: Wer gewinnt, wer verliert? Trete ich wieder auf oder muss ich abtreten?“

Die Shakespeare-Maske hat Ivo Brunner am Schwarzenbergplatz bei Kilometer 40 von seinem Sohn Johannes übernommen, der die Maske auch angefertigt hat. Fan-Logistik-Detail am Rande: Johannes schaffte es mit U-Bahn, Scooter und exakter Planung seinen Vater beim Start, bei den Kilometern 5, 11, 14, 20, 24, 30, 36, 40 und im Ziel zu treffen. „Der letzte Kilometer mit der Maske war dann ein sehr emotionales Laufen, in der Tat ein letzter Akt der Emotionen“, so Ivo Brunner.

Laufend unterwegs ist er seit mehr als 50 Jahren. Marathons hat Brunner bisher zwei absolviert. Seine Premiere war 2010 beim Jubiläumslauf anlässlich 2500 Jahre Marathon in Athen. Nun folgte der VCM, „aber es war bestimmt nicht zum letzten Mal“, sagt er. Was ihm dabei wichtig ist: „Ich möchte mich nicht einem Sportnarzissmus unterwerfen. Natürlich freue ich mich über Anerkennung, aber manchmal schwingt bei Läufern mit, dass der Marathon nur zum Anheben des Egos dient.“

Die VCM-Teilnahme war für Ivo Brunner jedenfalls in mehrfacher Hinsicht eine spannende Angelegenheit – „als Hommage an den Shakespeare-Tag, an den Welttag des Buches und an das Burgtheater als besondere Theater-Stätte der Emotionen, wodurch ich mir diesen Spaß mit der Maske erlaubte.“

Im Original hier erschienen: Als Shakespeare ins Marathonziel



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