21.06.2018, 5188 Zeichen
Österreich gehört zu den Top-5-Standorten in Europa: In vier der fünf zentralen Wachstumskategorien der "Europa 2020"-Strategie – Basis-Infrastruktur, Forschung und Innovation, Bildung sowie Gesundheit – belegt Österreich Spitzenplätze und liegt jeweils unter den führenden fünf Standorten in Europa. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie „Investing in Europe’s Future“ der Prüfungs- und Beratungsorganisation EY. Dafür wurden Kennzahlen für die fünf Wachstumskategorien Innovation und Forschung, Digitalisierung, Basis-Infrastruktur, Bildung sowie Gesundheit für alle EU-Staaten inklusive dem Vereinigten Königreich sowie der Schweiz ausgewertet. Im Bereich Gesundheitswesen rangiert Österreich sogar auf dem dritten Platz. „Österreich belegt im Europa-Ranking der Standorte mit den besten Wachstumsaussichten den hervorragenden fünften Platz, gleichauf mit Finnland. Das gute Ergebnis darf aber kein Ruhekissen sein – um Wohlstand und wirtschaftlichen Erfolg in Zukunft zu sichern, müssen wir uns an den besten Standorten orientieren“, so Gunther Reimoser, Country Managing Partner von EY Österreich.
Die Schweiz und Schweden gehören ebenso wie die Niederlande und Dänemark über alle Kategorien hinweg zu den Top-4 Europas. Am schlechtesten schneiden insgesamt die osteuropäischen Staaten Polen, Rumänien, Bulgarien, Kroatien sowie Griechenland ab.
Insbesondere die Schweiz sticht heraus. Sie belegt in allen Kategorien den ersten Platz. Einzig bei der Digitalisierung gibt es für die Schweiz keine Auswertung, weil die zugrunde liegenden Quellen lediglich EU-Staaten erfassen.
Hintergrund der EY-Studie ist die sogenannte „Investitionsoffensive für Europa“, besser bekannt als „Juncker-Plan“. Diese soll Investitionen anregen, um das zukünftige Wachstum in ganz Europa langfristig nicht zu gefährden. Um das zu erreichen, hat die Europäische Kommission einen Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) eingerichtet.
Österreich hat großen Nachholbedarf in der zukunftsträchtigen Wachstumskategorie Digitalisierung: Mit Rang 13 liegt man hier nur im Mittelfeld. Die nordischen Länder Dänemark, Schweden und Finnland führen in diesem Bereich das Ranking an.
„Der Standort Österreich ist im EU-weiten Vergleich momentan großteils gut aufgestellt und belegt bei vier von fünf Wachstumskategorien einen Platz unter den Top-5. Gerade in der für zukünftiges Wachstum entscheidenden Kategorie Digitalisierung ist Österreich aber noch nicht zukunftsfit genug und findet sich im Mittelfeld wieder. Es braucht hierzulande dringend Investitionen in die digitale Infrastruktur, um im Standort-Ranking nicht an Boden zu verlieren. Das kann nur mit einer konsequenten Umsetzung der im Regierungsprogramm formulierten Ansätze zur digitalen Transformation Österreichs gelingen“, so Gunther Reimoser.
In Österreich seien vor allem ländliche Gegenden von schnellem Internetzugang abgeschnitten, so Reimoser. „Das trifft gerade einige Hidden Champions, die ihre Zentrale oft auf dem Land haben. Für sie könnte das zu einem großen Problem werden, wenn immer mehr Maschinen und Produkte miteinander vernetzt werden und über schnelle Internetleitungen miteinander kommunizieren müssen.“
In Österreich sind die Investitionsraten vergleichsweise hoch, allerdings fließen Investitionen hauptsächlich in traditionelle Sektoren wie die Verkehrsinfrastruktur. Zu wenig investiert wird hingegen in den Bereichen Vernetzung bzw. Aus- und Weiterbildung, wodurch künftiges Wachstum in Gefahr ist. Bei einem Aufholprogramm, das die Investitionsflaute nach der Finanzkrise 2008 mit überdurchschnittlich hohen jährlichen Investitionen ausgleichen soll, müssten öffentliche und private Investoren zusammen jährlich bis 2025 insgesamt knapp 84 Milliarden Euro zusätzlich investieren. Bei jährlich steigenden Investitionsausgaben würde 2025 der Höhepunkt mit zuzüglich knapp 17 Milliarden Euro erreicht werden. Das entspricht etwa 3,5 Prozent des österreichischen Bruttoinlandsproduktes.
Sollte Österreich bis 2025 „nur“ auf den höchsten Investitionsstand aus der Zeit vor dem Höhepunkt der Finanzkrise 2008 – das waren 24 Prozent des Bruttoinlandsprodukts – zurückkehren, müssten die Investitionsausgaben bis 2025 immer noch um insgesamt knapp 50 Milliarden Euro ansteigen.
„Österreich hat es trotz vergleichsweise hoher Investitionsraten über die letzte Dekade versäumt, in Spitzentechnologie ‚zu Hause‘ zu investieren“, stellt Gunther Reimoser fest. „Das gilt sowohl für die öffentlichen Investitionen als auch für die privaten. In der Folge hat die heimische Infrastruktur gelitten – und das betrifft nicht nur digitale Infrastruktur wie Glasfaserkabel, sondern letztlich alle Bereiche, die für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum relevant sind. Für eine zukunftsfähige Infrastruktur im europäischen Spitzenfeld müssten in den kommenden Jahren deutliche Mehrinvestitionen von privaten und öffentlichen Investoren erfolgen.“
Genauso wie in Österreich müssen die Investitionen deshalb auch in Europa insgesamt wieder steigen. Um in der Vergangenheit versäumte Investitionen wieder aufzuholen, müssten die jährlichen Investitionsaufwendungen bis 2025 um insgesamt knapp 6,5 Billionen Euro zulegen.
Wiener Börse Party #1152: ATX dank RBI stärker, nun vor dem Euro-Stoxx-50 und wir machen ein Projekt mit Handball West Wien (Capitals)
Aktien auf dem Radar:Telekom Austria, Kapsch TrafficCom, AT&S, Amag, Semperit, Austriacard Holdings AG, Oberbank AG Stamm, Andritz, Strabag, Agrana, Marinomed Biotech, RBI, Polytec Group, SW Umwelttechnik, Bajaj Mobility AG, BKS Bank Stamm, CA Immo, EuroTeleSites AG, CPI Europe AG, Österreichische Post, UBM.
Uniqa
Die Uniqa Group ist eine führende Versicherungsgruppe, die in Österreich und Zentral- und Osteuropa tätig ist. Die Gruppe ist mit ihren mehr als 20.000 Mitarbeitern und rund 40 Gesellschaften in 18 Ländern vor Ort und hat mehr als 10 Millionen Kunden.
>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
D&D Research Rendezvous #21: Wir sehen gerade die schnellste Erholungsrally nach einer Korrektur seit 35 Jahren, meint Gunter Deuber
Gunter Deuber, Head of Raiffeisen Research, gibt bei Christian Drastil erneut ein Update: Wie blickt er nach nun fast sieben Wochen auf den Iran-Konflikt und die Kapitalmärkte? Es scheint derzeit e...
Daido Moriyama
Ligh and Shadow (English Version
2019
Getsuyosha, bookshop M
Jerker Andersson
ABC Diary
2025
Self published
Daido Moriyama
Japan, A Photo Theater (English Version
2018
Getsuyosha, bookshop M
Pierre Bost
Photographies Modernes Présentées par Pierre Bost
1927
Librairie des arts Décoratifs