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Weicher Boden, harte Rennen (Vienna City Marathon)

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09.12.2018, 5098 Zeichen

Crosslauf-EM in Tilburg: Filip Ingebrigtsen und Yasemin Can siegen

Die 25. Auflage der jährlich durchgeführten Crosslauf-EM war ein extrahartes Rennen. Regenfälle brachten tiefen Untergrund und matschige Bedingungen auf der Strecke in Tilburg in den Niederlanden. Der Norweger Filip Ingebrigtsen und die für die Türkei laufende Yasemin Can feierten den Titelgewinn. Das sechsköpfige Team aus Österreich war im Bereich der Erwartungen oder darunter. Die beste Platzierung gelang dem Hindernisspezialisten Luca Sinn im U23-Rennen, wo er Rang 42 unter 93 gestarteten Läufern holte.

Hier gibt es alle Ergebnisse.

Ingebrigtsen schlägt ehemalige Kenianer

Im 10,3-km-Rennen der Männer hat Filip Ingebrigtsen die Vorherrschaft der aus Kenia stammenden türkischen Crossläufer beendet. Der Norweger entschied einen Dreikampf für sich und gewann in 28:49 Minuten vor dem früheren Kenianer Isaac Kimeli. Der Belgier musste sich erst auf den letzten Metern im Spurt dem Norweger geschlagen geben und lief in 28:52 ins Ziel. Die Plätze drei und vier belegten die kenianisch-türkischen Europameister der vergangenen beiden Jahre: Aras Kaya, der die Cross-EM vor zwei Jahren gewonnen hatte, wurde Dritter in 28:56 vor dem Titelverteidiger Kaan Kigen Özbilen (29:04). Als bester deutscher Läufer erreichte Florian Orth Rang 23 in 29:49. In der Team-Wertung gewannen die Türken vor den Briten und den Italienern.

Österreichs erfahrenster Teilnehmer Andreas Vojta (team2012.at) beendete das Rennen nach schnellem Beginn auf Platz 66 mit 2:20 Minuten Rückstand auf den Sieger. Seine zehnte Teilnahme in Folge endete daher enttäuschend mit seiner bisher schlechtesten Platzierung. Timon Theuer (DSG Wien) begann verhaltener und fand sich bei 1500m an drittletzter Position wieder. Bis zum Ziel machte der 24-Jährige Wiener noch elf Plätze gut und belegte 39 Sekunden hinter Andreas Vojta Rang 75. Andreas Vojta zu seinem Rennen: „Ich habe vielleicht ein bisschen zu schnell begonnen. Nach zwei, drei Runden war nicht mehr ganz so locker. Nach Hälfte der Rennen habe ich bisher unbekannte Probleme mit der Atmung bekommen und habe mich mehr oder weniger ins Ziel gerettet. Das Ergebnis entspricht leider bei weitem nicht das was ich mir vorgenommen hatte."

Dritter Sieg in Folge für Yasemin Can

Als erste Frau gelang Yasemin Can ein Hattrick bei den Crosslauf-Europameisterschaften. Die aus Kenia stammende Türkin gewann zum dritten Mal in Folge die Goldmedaille. Auf matschigem und teilweise rutschigem Untergrund gab es in Tilburg über die 8,3-km-Distanz ein spannendes und knappes Rennen. Die 21-jährige Can siegte schließlich in 26:05 Minuten mit nur einer Sekunde Vorsprung vor der überraschend starken Fabienne Schlumpf. Die Schweizer 3.000-m-Hindernis-Spezialistin hatte im Mittelteil des Rennens einen Rückstand zu Can aufgeholt und setzte sich dann zeitweise sogar vor die Türkin. Am Ende verfügte jedoch die Titelverteidigerin über die besseren Reserven und schaffte den Hattrick.

Hinter dem Führungs-Duo kämpften die Holländerin Susan Krumins und die Norwegerin Karolin Grovdal lange Zeit um die Bronzemedaille. Auf dem letzten Kilometer setzte sich dann Grovdal von ihrer Konkurrentin ab. Die Norwegerin kam dabei immer dichter an Can und Schlumpf heran. Doch am Ende reichte es nicht ganz für eine Überraschung. Grovdal wurde Dritte in 26:07, Krumins belegte Rang vier mit 26:16. Hinter der Holländerin Jip Vastenburg (26:45) zeigte Elena Burkard (LG Farbtex Nordschwarzwald) einmal mehr ein starkes Crossrennen. Die Hindernis-Spezialistin war vor einem Jahr bei dieser EM Fünfte und kam nun als Sechste in 26:53 ins Ziel. In der Team-Wertung gewannen die Holländerinnen vor den Britinnen und den Deutschen.

In der im vergangenen Jahr eingeführten gemischten Staffel, in der sich jeweils zwei Männer und zwei Frauen die 5,8-km-Strecke teilen, siegte Spanien in 16:10 Minuten nach einem spannenden Zweikampf vor Frankreich (16:12). Bronze gewann das Team aus Weißrussland mit 16:21. Eine deutsche Staffel war in Tilburg nicht am Start.

Luca Sinn mit seiner bisher besten Cross-EM Vorstellung

In den Nachwuchsbewerben war Österreich mit vier Teilnehmern vertreten. Luca Sinn (UAB Athletics) holte im U23-Rennen nach dosiertem Beginn den guten 42. Platz und zeigte sein bisher bestes internationales Crossrennen. Der zweite ÖLV Läufer im U23-Feld, Julian Kreutzer (SU IGLA long life), kam in 26:59 auf Rang 90. Der Franzose Jimmy Gressier verteidigte erfolgreich seinen Titel aus dem Vorjahr in 23:37. Luca Sinn kommentierte: „Ich denke das war eine ganz solide Leistung. Im Cross ist es wichtig gut wegzukommen und mein Start ist gut gelungen. Ich positionierte mich im Mittelfeld des großen Starterfeldes rund um Platz 50 und habe versucht die Position während des Rennens zu halten. Platz 42 ist meine bisher beste Platzierung bei einer Cross EM und im letzten Jahr der U23 ganz okay.“ In den U20-Rennen gelang Carina Reicht auf Rang 54 ein gutes Debüt. Albert Kokaly landete auf Rang 63 im Mittelfeld.

VCM News. Text: JW / AM, race-news-service.com

Im Original hier erschienen: Weicher Boden, harte Rennen



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1. Andreas Vojta, Bild: ÖLV / Coen Schilderman

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Andreas Vojta, Bild: ÖLV / Coen Schilderman


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