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30.01.2019

EVN-HV für 2017/18 - (3). Ernst Kattner als Vertreter der NÖ Landesbeteiligungs Holding GmbH erhob die Vorschläge zur Gewinnverwendung, zur Entlastung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats und zur Bestellung der KPMG zum Abschlussprüfer auch zu seinen eigenen Anträgen. Herr Swietly fragte zur Mission 2030 der Bundesregierung, die theoretisch sehr schön klinge, aber wenn die Kohleverstromung verboten werden sollte, würde der EVN unter anderem durch die Abwertung der Kohlelager ein beträchtlicher Schaden erwachsen. Er fragte nach der Höhe der Entwertung der Kraftwerke, und welche Ersatzkraftwerke geplant seien. Eine Aktionärin hatte viele Fragen zu den Windrädern, und wie anfällig die Smart Meter für Hackerangriffe seien, wieviel bei Power to Heat in Theiß in Wärme umgewandelt werden habe können, und sie bedauerte die Beendigung der grenzüberschreitenden Kooperation mit Deutschland per 1.10.18.

Herr Laux hatte wie immer einige technische Fachfragen. Seine Aussage, dass Strom auch zur Erderwärmung beitrage, wenn er nicht verbraucht, sondern in den Leitungen "verloren" gehe, veranlasste eine Frau ganz hinten im Publikum zum Zwischenruf, dass das überhaupt nicht stimme und ein Blödsinn sei. Er fragte nach dem Ertragsanteil der Verbund-Beteiligung, und er begrüßte es, "dass die Kredite abgebaut werden". Er halte nichts davon, durch Kredite Gewinne erhöhen zu wollen. Niemand wisse, wohin die Zinsen gehen. Die Steuerverbindlichkeiten hätten sich gegenüber dem Vorjahr stark erhöht, er fragte, ob dies mit Finanzinstrumenten zusammen hänge. Zum durch "auf der grünen Wiese ausgebreiteten Sonnenkollektoren" erzeugten Strom frage er sich, ob dieser umweltfreundlicher als Kohlestrom sei, Pflanzen würden in die gleiche Richtung wirken. Zum "Hauptproblem Transport" für den Strom fragte er, ob man nicht Wasserstoff ins Erdgasnetz einspeisen könne, als "Alternative", man könne das Umweltproblem durch die Entsorgung der Batteriespeicher einsparen. Und er sprach sich, wie öfters, gegen den Buchprüfer aus.

Ein Aktionär erwähnte, dass 34,9% des von der EVN erzeugten Stroms vom Steinkohlekraftwerk Walsum kämen, und er fragte dazu, wie lange Steinkohle in Deutschland verwendet werden dürfe, wie alt das Kraftwerk sei, wie lange es noch in Betrieb sein werde, ob das mit dem deutschen Staat abgestimmt sei, und welche Aufwendungen die EVN bis zum Schließen zu erwarten habe.

In Beantwortung dieses ersten Fragenblocks teilte uns der Vorstand mit, dass 2030 als Ziel 100% Grünstrom im Netz sein solle. Wind, Solar und vor allem in Westösterreich Wasser solle ausgebaut werden. Sämtliche Netze müssten ausgebaut werden, es werde in der Zeit Kraftwerke brauchen, Dürnrohr sei ein wichtiges Kraftwerk, es funktioniere mit Kohle, könne auch auf Gas umgestellt werden, mit entsprechenden Investitionen, da gehe es vor allem um die Leitungen. Das Kraftwerk habe ein Alter erreicht, wo man über Ab- oder Umschaltung auf Gas nachdenken müsse, oder überhaupt an einen vernünftigen Plan für ganz Österreich, welche Kraftwerke wir brauchen, wir würden schnell startende Maschinen benötigen, die vorerst mit Gas betrieben würden, später vielleicht mit Wasserstoff oder synthetischem Gas. Die Fragenbeantwortung wird fortgesetzt, wir sind bei etwa 2/3 meiner Mitschrift.
EVN ( Akt. Indikation:  13,87 /13,93, -0,15%)

(Der Input von Günter Luntsch für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 30.01.)


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EVN-HV für 2017/18: Die Bedeutung von Walsum (Günter Luntsch)


30.01.2019

EVN-HV für 2017/18 - (3). Ernst Kattner als Vertreter der NÖ Landesbeteiligungs Holding GmbH erhob die Vorschläge zur Gewinnverwendung, zur Entlastung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats und zur Bestellung der KPMG zum Abschlussprüfer auch zu seinen eigenen Anträgen. Herr Swietly fragte zur Mission 2030 der Bundesregierung, die theoretisch sehr schön klinge, aber wenn die Kohleverstromung verboten werden sollte, würde der EVN unter anderem durch die Abwertung der Kohlelager ein beträchtlicher Schaden erwachsen. Er fragte nach der Höhe der Entwertung der Kraftwerke, und welche Ersatzkraftwerke geplant seien. Eine Aktionärin hatte viele Fragen zu den Windrädern, und wie anfällig die Smart Meter für Hackerangriffe seien, wieviel bei Power to Heat in Theiß in Wärme umgewandelt werden habe können, und sie bedauerte die Beendigung der grenzüberschreitenden Kooperation mit Deutschland per 1.10.18.

Herr Laux hatte wie immer einige technische Fachfragen. Seine Aussage, dass Strom auch zur Erderwärmung beitrage, wenn er nicht verbraucht, sondern in den Leitungen "verloren" gehe, veranlasste eine Frau ganz hinten im Publikum zum Zwischenruf, dass das überhaupt nicht stimme und ein Blödsinn sei. Er fragte nach dem Ertragsanteil der Verbund-Beteiligung, und er begrüßte es, "dass die Kredite abgebaut werden". Er halte nichts davon, durch Kredite Gewinne erhöhen zu wollen. Niemand wisse, wohin die Zinsen gehen. Die Steuerverbindlichkeiten hätten sich gegenüber dem Vorjahr stark erhöht, er fragte, ob dies mit Finanzinstrumenten zusammen hänge. Zum durch "auf der grünen Wiese ausgebreiteten Sonnenkollektoren" erzeugten Strom frage er sich, ob dieser umweltfreundlicher als Kohlestrom sei, Pflanzen würden in die gleiche Richtung wirken. Zum "Hauptproblem Transport" für den Strom fragte er, ob man nicht Wasserstoff ins Erdgasnetz einspeisen könne, als "Alternative", man könne das Umweltproblem durch die Entsorgung der Batteriespeicher einsparen. Und er sprach sich, wie öfters, gegen den Buchprüfer aus.

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