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20.02.2019, 2618 Zeichen

Die Marke PSK. Es war einmal die Postsparkasse. Untrennbar verbunden mit der Post. Niemand konnte sich vorstellen, dass die beiden einmal getrennte Wege gehen könnten. Die Regierung hat es aber geschafft, Post und PSK getrennt zu privatisieren. Dank des Kooperationsvertrags der PSK-Übernehmerin Bawag mit der Post nahmen das viele Kunden gar nicht wahr. Es funktionierte. Ein paar Jahre lang. Bis die Bawag mit dem Vertrag nicht mehr zufrieden war und ihn aufkündigte.

Vor ein paar Tagen besuchte ich eine Bawag-Filiale, die jahrelang eine Gemeinschaftsfiliale mit Schwerpunkt Post war, der Bawag-Schalter war in diesen Jahren ein reines Anhängsel, ein Schalter nur für Beratung, ohne Kassa. Die Post musste dann ausziehen, und plötzlich wirkte die Filiale ziemlich leer. Eine Frau kam vom Schalter zum Kontoauszugsdrucker und teilte dem dort stehenden Mann mit: "De woin an Mödezettl, dass a Spoabiachl aufmochn! Wos isn des fia a Bank?" Der Mann antwortete: "Des is eh de Post!"

Nein, das ist nicht die Post. Aber durch die nun vollzogene räumliche Trennung der Bawag-PSK von der Post werden irgendwann auch die letzten PSK-Kunden draufkommen, dass sie seit Jahren Bawag-Kunden sind.

Gestern war ich in der Postfiliale, die aus der oben erwähnten Bawag-Filiale ausgezogen ist. Ein Aushang am Pult klärte die Kunden auf, dass die Bawag-PSK per 1.2.18 das Bareinzahlungsentgelt von 5,40 Euro auf 6,40 Euro erhöht. Ich zeigte auf den Zettel und sagte: "6,40 Euro? Das sind fast 100 Schilling. Ganz schön heftig. Arbeitet Ihr jetzt noch mit der Bawag zusammen?" Er antwortete: "Bis Jahresende noch. Die 6,40 gelten nur noch bis heute, mit morgen erhöht die Bawag auf 7,90 Euro." Ich fragte: "Neuer Kooperationspartner ist noch nicht in Sicht?" Er antwortete: "Noch nicht. Vielleicht machen wir selbst was, ich weiß es nicht." Ich sinnierte: "Die PSK war einmal eine gute Marke, als sie noch bei der Post war. Den meisten Kunden fällt der Abschied schwer. Die Bawag hat schon einige alte Kunden gekündigt, wenn sie nicht innerhalb von vier Wochen auf ein teureres Konto umgestiegen sind." Er meinte darauf: "Wenn sie die Preise erhöhen, geht man weg. Alles braucht man sich nicht bieten lassen!" Ich logge mich immer noch über die alte PSK-Seite in mein PSK-Konto ein. Weil ich PSK-Kunde bin, nicht Bawag-Kunde. Obwohl PSK und Bawag heute ident sind: Ich denke, die Marke PSK ist noch immer wertvoller als die Marke Bawag.
Österreichische Post ( Akt. Indikation:  33,95 /34,03, -0,08%)
Bawag Group ( Akt. Indikation:  39,13 /39,56, 2,19%)

(Der Input von Günter Luntsch für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 20.02.)



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1. Bawag PSK , (© diverse photaq)   >> Öffnen auf photaq.com

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