10.04.2019, 4028 Zeichen
Unterschätzter Wirtschaftsfaktor Sport? Brauchbare statistische Daten zusammenzutragen, eine gute Statistik zu erstellen und diese dann auch noch verständlich zu kommunizieren, das ist wirklich kein leichtes Unterfangen, selbst bei interessiertem Publikum. Ein gutes Beispiel war die Pressekonferenz am 8.4.19, wo der Sportminister Strache eine Statistik präsentierte, wonach Sport ein unterschätzter Wirtschaftsfaktor sei. Viele Zahlen verwirren, ich nenne daher nur die wichtigsten. Die direkten Effekte des Sports betrugen im Jahr 2012 (es ist extrem schwer, alle relevanten Daten zusammenzukriegen; würde man die fehlenden Daten schätzen, wäre die Statistik falsch) laut Statistik 4,1% des österreichischen BIP, wir sind damit Nr.1 in der EU, knapp vor Deutschland mit 3,9%, dann kommt lange nichts, Nr.3 ist Polen mit 2,3%.
Und hier fangen die Schwierigkeiten an: Dass Motorsport, Schach und E-Sports auch Sport sein sollen. Dass gleichzeitig aber von der gesunden Bewegung gesprochen wird. Schach in allen Ehren, aber man bewegt dort (abgesehen von Eskapaden einzelner exzentrischer Schachmeister) im Normalfall "nur" Geist und Finger. Manche Zahlen betrafen die Wertschöpfung, andere das BIP, da kommt man leicht durcheinander. Immerhin ließ sich klären, dass Motorräder nur in dem Ausmaß in die Statistik eingeflossen sind, in dem es eingeschriebene Mitglieder bei Motorsportclubs gibt. Anderen Motorradbesitzern dient das Gefährt lediglich zur Fortbewegung. Auch bei Sportschuhen ist man zurückhaltend, da heutzutage auch unsportliche Leute in Sportschuhen herumgehen, weil sie meist einfach bequemer sind.
Dass das Gesundheitswesen nur mit 1.301 Mio Euro vom Sport profitiert, habe ich den 1.702 Mio Euro gegenüber gestellt, die die unsportlichen Menschen das Gesundheitssystem kosten. Ja, es sei richtig, dass die Gesundheitskosten der Inaktivität höher seien als die 500 Mio Euro (der Rest von 801 Mio Euro auf die 1.301 Euro sind offenbar Massage usw., also keine Unfallversorgungskosten nach Sportunfällen) Kosten nach Sportunfällen, aber diese Kosten seien trotzdem volkswirtschaftlicher Schaden, man könnte Sinnvolleres damit finanzieren als die Versorgung von Krankheiten, die durch körperliche Inaktivität entstehen. Das war jedenfalls eine willkommene Auflockerung nach der Präsentation so vieler trockener Zahlen.
Der Sportminister hat sich sichtlich wohl gefühlt im Kreise von uns Sportbegeisterten, das Tagesgeschäft ist eh hart genug. Und er ist nicht so rundlich wie auf den Meuchelfotos, die man in letzter Zeit öfters sehen konnte, also unsereins wäre froh, diese Figur zu haben: https://photaq.com/media/fmf/Image/image/76634/scalex/1024/scaley/577;anna_kleissner_heinz-christian_strache_christian_helmenstein.jpg
Ich habe zwar volle vier A4-Seiten mitgeschrieben, aber da sich das BM für Öffentlichen Dienst und Sport ohnehin große Mühe gemacht hat, die Pressekonferenz kompakt zusammenzufassen, verweise ich auf deren Zusammenfassung: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20190408_OTS0134/sportminister-strache-der-wirtschaftsfaktor-sport-ist-um-ein-vielfaches-groesser-als-vermutet-anhaenge Gerne hätte ich noch ein paar Worte zu Sportgeräteherstellern gehört, aber so etwas gibt auch eine noch so umfangreiche Statistik nicht her: KTM drängt neben dem Motorradgeschäft nun auch ins E-Bike-Geschäft, Head hätte ich gerne noch in österreichischen Händen gesehen, Atomic ebenso, Semperit-Fahrradreifen sowieso. Diesen Beitrag widme ich dem verstorbenen Atomic-Gründer Alois Rohrmoser, der finnischen Amer Sports (FI0009000285) und der chinesischen Anta Sports (KYG040111059, +50% seit Jänner 2019). Ewig schade, dass man wohl nie klären wird können, warum Atomic verscheppert werden hat müssen, ein Konkurs mit 93% Quote riecht wirklich etwas streng. Wikipedia nimmt sich jedenfalls kein Blatt vor den Mund: https://de.wikipedia.org/wiki/Atomic_(Unternehmen)
KTM Industries ( Akt. Indikation: 53,50 /54,05, 0,52%)
(Der Input von Günter Luntsch für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 10.04.)
Kapitalmarkt-stimme.at daily voice: Mit 50 abgeschrieben? Dann tu was dagegen! (CD liest Andrea Lehwald)
1.
Anna Kleissner, Heinz-Christian Strache, Christian Helmenstein, 8.4.19
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Die Addiko Gruppe besteht aus der Addiko Bank AG, der österreichischen Mutterbank mit Sitz in Wien (Österreich), die an der Wiener Börse notiert und sechs Tochterbanken, die in fünf CSEE-Ländern registriert, konzessioniert und tätig sind: Kroatien, Slowenien, Bosnien & Herzegowina (wo die Addiko Gruppe zwei Banken betreibt), Serbien und Montenegro.
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