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CA Immo: Phantomaktien, Starwood, Friedrichstrasse 10 (Günter Luntsch)

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13.05.2019, 5064 Zeichen



CA-Immo-HV GJ 2018 (1). Auch heuer wieder hatte man bei CA Immo Angst vor den Aktionären, die Sicherheitskontrolle gab es auch heuer wieder, obwohl sie schon letztes Mal unbeliebt war. Bei Semperit und Flughafen Wien fürchtet sich niemand. Vor der HV gab es Wasser, nach ca. 3 Stunden konnte man die Essenskupons einlösen, aber auch Orangensaft oder Apfelsaft gespritzt trinken. Den herben Schmäh des Cateringleiters bei der Nachfrage nach Kaffee ("Gehts rüber zur Aida!" oder "Für 10 Euro können wir Ihnen Kaffee bringen!") verstanden nicht alle. Wo die Technik den Ausdruck von Essensbons nicht zuließ, gab es dankenswerter Weise den Schwarzmarkt, man konnte außerbörslich zu einem Hauptspeisekupon kommen, denn nicht alle Anleger essen um diese Zeit noch üppig.

Bei diesem Aktienkurs wird es keinen Grund zur Klage geben? Denkste! Fünfeinhalb Stunden lang gab es Gelegenheit, seinem Ärger Luft zu machen, diese Möglichkeit wurde gerne ergriffen. Wenige hatten wenig zu sagen, aber viele hatten Interessantes zu sagen. Der Reihe nach: Größte Aktionärin war mit 25,843.652 Stück die SOF-11 Klimt CAI S.A.R.L. aus Luxemburg, vertreten durch Daniel Wayne Yih, "Managing Director and Chief Investment Officer for Europe for Starwood Capital Operations, LLC and Starwood Capital Funds Luxembourg" laut Bloomberg. Zweitgrößte Playerin war die CEE Immobilien GmbH mit 6,191.781 (aufgesplittet auf mehrere Positionen, ich hoffe, ich habe alle gezählt) Stück. Diese Gesellschaft residiert in 1010 Friedrichstraße 10, es ist also leicht zu erraten, wem sie gehört. Sieht so aus, als ob wir dort somit ein bisserl Stille Reserven hätten. Die Norges Bank war mit 2,175.782 Stück drittgrößte angemeldete Aktionärin. Nr. 4 war Erste Asset Management GmbH mit 1,466.786 Stück, Nr. 5 waren (ich hab es zusammengerechnet) zwei Bernstein-Fonds mit 1,339.454 Stück, dann kamen Petrus Advisors mit 1,137.727 (auch mehrere Positionen, hab das Anmelderegister nur überflogen und bin auf mindestens diese Stückzahl gekommen) und Vanguard Total International Stock Index Fund mit 1,034.576 Stück. Alle anderen hatten weniger als 1 Mio. Stück. Zum Vergleich hier das Vorjahr, die Norges Bank hat offenbar kräftig aufgestockt: https://christian-drastil.com/2018/05/11/ca-immo-hv_filzen_der_gaste_immofinanz-aktienkurs_gutes_buffet_gunter_luntsch

Wir erfuhren, dass Oliver Schumy und Stefan Schönauer (aufgrund des Immofinanz-Rückzugs) per 27.9.18 aus dem Aufsichtsrat abberufen wurden, gleichzeitig wurden Laura M. Rubin und Sarah Broughton in den Aufsichtsrat entsandt. Die HV hat das nicht gar zeitnah zu interessieren, die beiden wurden über Goldene Aktien entsandt. Das sieht jeder Außenstehende mit freiem Auge: Die Gesellschaft wird ganz klar durch die neue Großaktionärin kontrolliert. Trotzdem kein Fall für die Übernahmekommission, denn: wir sind in Österreich!

Die "langjährige Transaktionsphase" sei nun abgeschlossen. Es wurde über die Boni in Form von "Phantomaktien" (da spart man sich diese ganzen Formalitäten und Kosten des Firmenbuchs, verglichen mit real existierenden Aktien) gesprochen, die in drei gleichen Raten ausbezahlt würden. Ein Sonderkündigungsrecht aufgrund Eigentümerwechsels sei für alle Vorstandsmitglieder ausgeschlossen worden. Mit 305,3 Mio. Euro habe man den höchsten Konzerngewinn der Unternehmensgeschichte eingefahren. Der FFO1 sei um +11% auf den Rekordwert von 118,5 Mio. Euro gestiegen, womit man die Zielsetzung von 115 Mio. Euro übertroffen habe. Der Kern unserer Erträge, unser Immobilienvermögen, sei um 17% angestiegen. Orhideea in Bukarest, Rumänien, habe man fertiggestellt. Das Immobilienvermögen habe erhebliche Wertsteigerungen erfahren. Unternehmensanleihen als Finanzierungsmöglichkeit bekomme man incl. Absicherungskosten unter 2% pro Jahr. Mit 49% Eigenkapitalquote habe man eine relativ geringe Verschuldung. Eine robuste Struktur würden wir als sehr wichtig erachten. Mehr als 800 Mio. Euro betrage das Gesamtinvestitionsvolumen in Bau, darüber hinaus würden wir über beträchtliche Landreserven vor allem in Deutschland verfügen. In Warschau hätten wir den Hochhauskomplex Spire erworben. Da waren wir schneller, als Wikipedia uns folgen konnte, sie wissen das noch nicht, aber österreichische Zeitungen haben davon natürlich längst geschrieben: https://de.wikipedia.org/wiki/Warsaw_Spire Der Projekterrichtergewinn betrage zwischen 20 und 25%, je nach Projekt. Dieser laufe technisch durch das Neubewertungsergebnis. Die Aufwertungen fänden mit einer gewissen Kontinuität statt. In Österreich, Deutschland, überall partiziere man an der Aufwertung. Budapest und Bukarest würden sich mittelfristig an Mitteleuropa angleichen. Es gäbe "keinen Grund, warum Warschau oder Bukarest nicht bald so einen Preis haben sollten wie Frankfurt oder Wien". In der Erdberger Länder sei neu an die Wiener Volksbank vermietet worden. Da die Fläche vorher leergestanden sei, sei eine Wertsteigerung eingetreten.
CA Immo ( Akt. Indikation:  32,38 /32,48, -3,19%)

(Der Input von Günter Luntsch für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 13.05.)



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    Bei diesem Aktienkurs wird es keinen Grund zur Klage geben? Denkste! Fünfeinhalb Stunden lang gab es Gelegenheit, seinem Ärger Luft zu machen, diese Möglichkeit wurde gerne ergriffen. Wenige hatten wenig zu sagen, aber viele hatten Interessantes zu sagen. Der Reihe nach: Größte Aktionärin war mit 25,843.652 Stück die SOF-11 Klimt CAI S.A.R.L. aus Luxemburg, vertreten durch Daniel Wayne Yih, "Managing Director and Chief Investment Officer for Europe for Starwood Capital Operations, LLC and Starwood Capital Funds Luxembourg" laut Bloomberg. Zweitgrößte Playerin war die CEE Immobilien GmbH mit 6,191.781 (aufgesplittet auf mehrere Positionen, ich hoffe, ich habe alle gezählt) Stück. Diese Gesellschaft residiert in 1010 Friedrichstraße 10, es ist also leicht zu erraten, wem sie gehört. Sieht so aus, als ob wir dort somit ein bisserl Stille Reserven hätten. Die Norges Bank war mit 2,175.782 Stück drittgrößte angemeldete Aktionärin. Nr. 4 war Erste Asset Management GmbH mit 1,466.786 Stück, Nr. 5 waren (ich hab es zusammengerechnet) zwei Bernstein-Fonds mit 1,339.454 Stück, dann kamen Petrus Advisors mit 1,137.727 (auch mehrere Positionen, hab das Anmelderegister nur überflogen und bin auf mindestens diese Stückzahl gekommen) und Vanguard Total International Stock Index Fund mit 1,034.576 Stück. Alle anderen hatten weniger als 1 Mio. Stück. Zum Vergleich hier das Vorjahr, die Norges Bank hat offenbar kräftig aufgestockt: https://christian-drastil.com/2018/05/11/ca-immo-hv_filzen_der_gaste_immofinanz-aktienkurs_gutes_buffet_gunter_luntsch

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    Die "langjährige Transaktionsphase" sei nun abgeschlossen. Es wurde über die Boni in Form von "Phantomaktien" (da spart man sich diese ganzen Formalitäten und Kosten des Firmenbuchs, verglichen mit real existierenden Aktien) gesprochen, die in drei gleichen Raten ausbezahlt würden. Ein Sonderkündigungsrecht aufgrund Eigentümerwechsels sei für alle Vorstandsmitglieder ausgeschlossen worden. Mit 305,3 Mio. Euro habe man den höchsten Konzerngewinn der Unternehmensgeschichte eingefahren. Der FFO1 sei um +11% auf den Rekordwert von 118,5 Mio. Euro gestiegen, womit man die Zielsetzung von 115 Mio. Euro übertroffen habe. Der Kern unserer Erträge, unser Immobilienvermögen, sei um 17% angestiegen. Orhideea in Bukarest, Rumänien, habe man fertiggestellt. Das Immobilienvermögen habe erhebliche Wertsteigerungen erfahren. Unternehmensanleihen als Finanzierungsmöglichkeit bekomme man incl. Absicherungskosten unter 2% pro Jahr. Mit 49% Eigenkapitalquote habe man eine relativ geringe Verschuldung. Eine robuste Struktur würden wir als sehr wichtig erachten. Mehr als 800 Mio. Euro betrage das Gesamtinvestitionsvolumen in Bau, darüber hinaus würden wir über beträchtliche Landreserven vor allem in Deutschland verfügen. In Warschau hätten wir den Hochhauskomplex Spire erworben. Da waren wir schneller, als Wikipedia uns folgen konnte, sie wissen das noch nicht, aber österreichische Zeitungen haben davon natürlich längst geschrieben: https://de.wikipedia.org/wiki/Warsaw_Spire Der Projekterrichtergewinn betrage zwischen 20 und 25%, je nach Projekt. Dieser laufe technisch durch das Neubewertungsergebnis. Die Aufwertungen fänden mit einer gewissen Kontinuität statt. In Österreich, Deutschland, überall partiziere man an der Aufwertung. Budapest und Bukarest würden sich mittelfristig an Mitteleuropa angleichen. Es gäbe "keinen Grund, warum Warschau oder Bukarest nicht bald so einen Preis haben sollten wie Frankfurt oder Wien". In der Erdberger Länder sei neu an die Wiener Volksbank vermietet worden. Da die Fläche vorher leergestanden sei, sei eine Wertsteigerung eingetreten.
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