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AT&S mit Verlust im 1. Quartal, Mittelfristprognose wird angehoben

Magazine aktuell


#gabb aktuell



02.08.2019, 3197 Zeichen

AT&S hat im 1. Quartal einen stabilen Umsatz von 222,7 Mio. Euro (2018: 222,1 Mio.) bekanntgegeben. Die Rückgänge in den Bereichen Mobile Endgeräte und Industrial konnten durch Absatzsteigerungen in den Bereichen IC-Substrate sowie Medical & Healthcare weitgehend kompensiert werden, so das Unternehmen. In dem für den Konzern strategisch wichtigen Bereich der IC-Substrate sei die Nachfrage erfreulich gut, wie AT&S betont. Die Ergebniswerte für das Quartal gingen "erwartungsgemäß" zurück, wie AT&S mitteilt: Das EBITDA sank auf 34,9 Mio. Euro (Vorjahr: 52,0 Mio. Euro) und die EBITDA-Marge auf 15,7 % (Vorjahr: 23,4 %). Dies führt zu einem EBIT von -0,6 Mio. Euro. (Vorjahr: 18,3 Mio. Euro). Das Konzernergebnis betrug -6,2 Mio. Euro (Vorjahr: 13,5 Mio. Euro).

Die Gründe für die aktuellen Ertragswerte würden sich sowohl im Markt - Stichwort Saisonalität bei mobilen Endgeräten und Automotive-Schwäche - als auch in den substanziellen Zukunftsinvestitionen für den strategischen Ausbau des Geschäfts finden.

Zur Stärkung des Geschäfts mit IC-Substraten beschloss der Konzern im Juli die Kapazitäten an den Standorten Chongqing und Leoben weiter auszubauen. Das Investitionsvolumen beträgt bis zu 1 Mrd. Euro und verteilt sich über die nächsten fünf Jahre. AT&S wird das neue Projekt den Angaben zufolge primär aus den bestehenden Mitteln finanzieren. "Wir gehen analog zur Branche davon aus, dass der Markt für High-Performance-Computermodule in den nächsten Jahren stark wachsen wird. Die Strategie, den Trend der Modularisierung massiv zu unterstützen, adressiert viele Applikationen in der Elektronikindustrie und somit auch den Bereich der Mikroprozessoren“, kommentiert Andreas Gerstenmayer, CEO der AT&S AG diesen wichtigen Schritt.

Nach Ablauf des ersten Quartals bestätigt der Vorstand trotz des sehr herausfordernden Marktumfelds und der nach wie vor geringen Visibilität seine Ertragsprognose für das Gesamtjahr: Angesichts der aktuellen Nachfrageschwäche in den Bereichen Mobile Endgeräte, Automotive und Industrial wird sich der Umsatz voraussichtlich auf Vorjahresniveau bewegen, bei einer EBITDA-Marge zwischen 20 % und 25 %. Für Basisinvestitionen (Erhaltung und Technologie-Upgrades) ist ein Volumen zwischen 80 bis 100 Mio. Euro vorgesehen. Abhängig von der Marktentwicklung können zusätzlich 100 Mio. Euro für Kapazitäts- und Technologieerweiterungen schlagend werden. Für den Ausbau der Kapazitäten im Bereich der IC-Substrate werden die Ausgaben für Investitionen von 80 Mio.  auf bis zu 180 Mio. Euro erhöht.

Mit der aktuellen Investitionsentscheidung hebt der Vorstand die Mittelfristprognose an: Im Rahmen der Strategie „More than AT&S“ geht der Konzern innerhalb der kommenden fünf Jahre von einer Umsatzverdoppelung auf 2 Mrd. Euro aus (bisher lag die Umsatz-Guidance bei 1,5 Mrd. Euro). Dies entspricht einem durchschnittlichen, jährlichen Wachstum (CAGR) von rund 15 %. Durch den verstärkten Fokus auf High-End-Applikationen könne der historische Trend einer kontinuierlichen und nachhaltigen Margenverbesserung fortgeführt und mittelfristig eine Bandbreite bei der EBITDA-Marge von 25 % bis 30 % erreicht werden. Der mittelfristige Ziel-ROCE des Konzerns liegt bei über 12 %.



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AT&S Chongqing, Credit: AT&S, (© Aussender)


Autor
Christine Petzwinkler
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