Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.







Magazine aktuell


#gabb aktuell



22.08.2019, 4500 Zeichen

Gelddruckmaschine Casinos. Weil die Casinos Austria so eine Gelddruckmaschine sind, habe ich mich vor Jahrzehnten über die Leipnik Lundenburger an ihnen beteiligt. Leider ging es der Leipnik Lundenburger dann offiziell so schlecht, dass sie mich billig aus der Aktie drängen haben müssen. Das ging damals automatisch, ich wurde nicht gefragt. So ging ich meiner Beteiligung an den Casinos Austria verlustig. Nicht jeder kann halt gewinnen, ana hot imma des Bummal.

Das immerwährende Naheverhältnis zwischen Finanzministerium und Casinos Austria garantierte dafür, dass jede Konkurrenz im Keim erstickt wurde. Ich erinnere mich an den aussichtslosen Kampf des damaligen CCC Concord Card Casinos ums Überleben. Hunderte Mitarbeiter, egal, es darf nichts geben, das eine Konkurrenz für die Casinos Austria sein könnte. Und das hätten sie sein können. Das Casino war schön ausgestattet und sprach ziemlich die gleiche Kundschaft an. Also Menschen, die nicht alleine an einem Wirtshausautomaten dem Glücksspiel frönen wollen, sondern die auf das Ambiente und auf entsprechende Gesellschaft Wert legen. Das Glück des Monopolisten ist, das Finanzamt zum Freund zu haben, das der Konkurrenz Rekordgebühren vorschreibt, die niemand überleben kann. Gut, zumindest irgend etwas ist in der Zwischenzeit geschehen, Finanzminister Schelling hatte nichts gegen den Einstieg der Sazka-Gruppe. Fast sah es so aus, als sei das der Vorbote einer vollständigen Privatisierung, denn so wenig Interesse an den Casinos Austria in Staatshänden hatte noch kein anderer Finanzminister.

Dass die Casinos Austria den Spielerschutz wirklich ernster nehmen würden als die Konkurrenz, darf bezweifelt werden. Um Klagen vorzubeugen, werden heute wohl Leute gesperrt, die "Haus und Hof verspielt" haben. Aber wen interessieren die Spieler, die gerade dabei sind, "Haus und Hof" zu verspielen? Davon lebt ein Glücksspielkonzern nun einmal, dass die Kunden in Summe mehr verlieren als sie gewinnen. Ich habe alle Spielertypen gesehen: Die glücklichen Gewinner, die einfach weiterspielen müssen, weil sie eine Glückssträhne haben, mit immer höheren Einsätzen, bis sie einmal das Glück nicht mehr haben, dann müssen sie spielen, um wieder an die Glückssträhne anzuschließen. Die unglücklichen Verlierer, die weiterspielen müssen, bis sie das Geld zurückgewonnen haben, das sie verspielt haben, die dabei noch mehr verlieren. Ich habe die Frau gesehen, die verzweifelt war, weil sie die Haushaltskasse verspielt hatte. Eh nur ein paar Hundert Euro, würde man sagen, nicht der Rede wert, aber sie traute sich ohne Geld nicht mehr nach Hause. Und die Verlierer, die das Unglück hatten, Freunde dabei zu haben, von denen sie sich Geld ausborgen konnten, um weiterzuspielen, sie sind mit Schulden heimgegangen. Der Spruch "Gewinner ist immer die Bank." bezieht sich tatsächlich nicht auf die Banken, sondern auf die Casinos. Auch auf die angesehenen Casinos, die haben genauso nichts zu verschenken. Von wirklich unseriösen Glücksspielportalen rede ich da noch nicht einmal.

Glücksspiel macht garantiert mehr Menschen arm als reich. Glücksspiel sollte nicht unter dem Deckmantel "Spielerschutz" ein Betätigungsfeld des Staates sein. Infrastruktur, das sind vielleicht Post, Öffentlicher Verkehr, Strom- und Wasserversorgung, hier hätte die Öffentliche Hand berechtigte Interessen, und selbst hier hat sie sich zu einem großen Teil schon zurückgezogen, ich erwähne nur die Österreichische Post, die das Filialnetz so ausgedünnt hat, wie es zum Zeitpunkt der Privatisierung undenkbar war. Aber wer braucht die Versorgung mit Glücksspiel durch den Staat? Wenn ich heute von 7,5 Mio. Euro Ablöse für zwei scheidende Casino-Vorstände lese, bei einem Monatsbrutto von 41.400 Euro, darf ich mich schon fragen: Wo war deren Leistung? Egal, wer an der Spitze des Unternehmens steht, ein Casino ist eigentlich immer eine Cash-Cow. Welche schwierigen Entscheidungen muss ein Casinos-Austria-Vorstand treffen, die solche Summen rechtfertigen würden? Wenn der Aufsichtsratsvorsitzende die Summen dann noch "völlig im Rahmen des Üblichen" nennt, na dann gönne ich jedem, der es neu zum Nursch schafft, dass er sich genauso bedienen darf, keiner soll ein Stiefkind sein. Wenn schon kaum je ein Spieler reich wird, so sollen es wenigstens die Vorstände werden, möglichst paritätisch, der Gerechtigkeit wegen. Die Betragsangaben stammen von: https://orf.at/stories/3134430/

(Der Input von Günter Luntsch für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 22.08.)



BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Wiener Börse Party #1078: ATX schon wieder auf All-time-High-Kurs, Do&Co gesucht, Good News für AT&S, cyan und Novomatic




 

Bildnachweis

1. Poker, Glücksspiel, Geld, Spiel, Jetons - https://de.depositphotos.com/230988106/stock-photo-cropped-... -   >> Öffnen auf photaq.com

Aktien auf dem Radar:Amag, Flughafen Wien, Polytec Group, Kapsch TrafficCom, Agrana, Rosenbauer, Palfinger, Porr, Addiko Bank, Austriacard Holdings AG, EuroTeleSites AG, Strabag, AT&S, Frequentis, Mayr-Melnhof, voestalpine, Wienerberger, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, SW Umwelttechnik, Athos Immobilien, EVN, CPI Europe AG, OMV, Österreichische Post, Verbund, Fresenius Medical Care, SAP, Scout24, Commerzbank, Continental.


Random Partner

RBI
Die Raiffeisen Bank International ist eine der führenden Corporate- und Investment-Banken Österreichs und in 11 Märkten Zentral- und Osteuropas als Universalbank tätig. Darüber hinaus bietet der RBI-Konzern zahlreiche weitere Finanzdienstleistungen an, zum Beispiel in den Bereichen Leasing, Asset Management und M&A.

>> Besuchen Sie 62 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


Useletter

Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

Newsletter abonnieren

Runplugged

Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

per Newsletter erhalten


Meistgelesen
>> mehr





PIR-Zeichnungsprodukte
Newsflow
>> mehr

Börse Social Club Board
>> mehr
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 15-16: Lenzing(1), RBI(1)
    BSN Vola-Event Porr
    Star der Stunde: RBI 1.54%, Rutsch der Stunde: AT&S -0.81%
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 14-15: OMV(1), voestalpine(1), Wienerberger(1), SBO(1)
    IhrDepot zu Wienerberger
    BSN Vola-Event RBI
    BSN Vola-Event DO&CO
    Star der Stunde: Palfinger 0.97%, Rutsch der Stunde: Frequentis -0.48%
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 13-14: Andritz(1)

    Featured Partner Video

    Wiener Börse Party #1065: ATX und DAX trotz Venezuela auf All-time-High-Kurs, Aspekt Erste, Bawag und VIG, WhatsApp-Sauereien

    Die Wiener Börse Party ist ein Podcastprojekt für Audio-CD.at von Christian Drastil Comm.. Unter dem Motto „Market & Me“ berichtet Christian Drastil über das Tagesgeschehen an der Wiener Börse. Inh...

    Books josefchladek.com

    Henrik Spohler
    Flatlands
    2023
    Hartmann Projects

    Ray K. Metzker
    City Lux
    2025
    Ludion Publishers

    Elizabeth Alderliesten
    Remember Who You Once Were
    2024
    Self published

    Anna Fabricius
    Home is where work is
    2024
    Self published

    Albert Renger-Patzsch
    Die Welt ist schön. Einhundert photographische Aufnahmen.
    1931
    Kurt Wolff

    Gelddruckmaschine Casinos, leider wurde ich via Leipnik rausgedrängt (Günter Luntsch)


    22.08.2019, 4500 Zeichen

    Gelddruckmaschine Casinos. Weil die Casinos Austria so eine Gelddruckmaschine sind, habe ich mich vor Jahrzehnten über die Leipnik Lundenburger an ihnen beteiligt. Leider ging es der Leipnik Lundenburger dann offiziell so schlecht, dass sie mich billig aus der Aktie drängen haben müssen. Das ging damals automatisch, ich wurde nicht gefragt. So ging ich meiner Beteiligung an den Casinos Austria verlustig. Nicht jeder kann halt gewinnen, ana hot imma des Bummal.

    Das immerwährende Naheverhältnis zwischen Finanzministerium und Casinos Austria garantierte dafür, dass jede Konkurrenz im Keim erstickt wurde. Ich erinnere mich an den aussichtslosen Kampf des damaligen CCC Concord Card Casinos ums Überleben. Hunderte Mitarbeiter, egal, es darf nichts geben, das eine Konkurrenz für die Casinos Austria sein könnte. Und das hätten sie sein können. Das Casino war schön ausgestattet und sprach ziemlich die gleiche Kundschaft an. Also Menschen, die nicht alleine an einem Wirtshausautomaten dem Glücksspiel frönen wollen, sondern die auf das Ambiente und auf entsprechende Gesellschaft Wert legen. Das Glück des Monopolisten ist, das Finanzamt zum Freund zu haben, das der Konkurrenz Rekordgebühren vorschreibt, die niemand überleben kann. Gut, zumindest irgend etwas ist in der Zwischenzeit geschehen, Finanzminister Schelling hatte nichts gegen den Einstieg der Sazka-Gruppe. Fast sah es so aus, als sei das der Vorbote einer vollständigen Privatisierung, denn so wenig Interesse an den Casinos Austria in Staatshänden hatte noch kein anderer Finanzminister.

    Dass die Casinos Austria den Spielerschutz wirklich ernster nehmen würden als die Konkurrenz, darf bezweifelt werden. Um Klagen vorzubeugen, werden heute wohl Leute gesperrt, die "Haus und Hof verspielt" haben. Aber wen interessieren die Spieler, die gerade dabei sind, "Haus und Hof" zu verspielen? Davon lebt ein Glücksspielkonzern nun einmal, dass die Kunden in Summe mehr verlieren als sie gewinnen. Ich habe alle Spielertypen gesehen: Die glücklichen Gewinner, die einfach weiterspielen müssen, weil sie eine Glückssträhne haben, mit immer höheren Einsätzen, bis sie einmal das Glück nicht mehr haben, dann müssen sie spielen, um wieder an die Glückssträhne anzuschließen. Die unglücklichen Verlierer, die weiterspielen müssen, bis sie das Geld zurückgewonnen haben, das sie verspielt haben, die dabei noch mehr verlieren. Ich habe die Frau gesehen, die verzweifelt war, weil sie die Haushaltskasse verspielt hatte. Eh nur ein paar Hundert Euro, würde man sagen, nicht der Rede wert, aber sie traute sich ohne Geld nicht mehr nach Hause. Und die Verlierer, die das Unglück hatten, Freunde dabei zu haben, von denen sie sich Geld ausborgen konnten, um weiterzuspielen, sie sind mit Schulden heimgegangen. Der Spruch "Gewinner ist immer die Bank." bezieht sich tatsächlich nicht auf die Banken, sondern auf die Casinos. Auch auf die angesehenen Casinos, die haben genauso nichts zu verschenken. Von wirklich unseriösen Glücksspielportalen rede ich da noch nicht einmal.

    Glücksspiel macht garantiert mehr Menschen arm als reich. Glücksspiel sollte nicht unter dem Deckmantel "Spielerschutz" ein Betätigungsfeld des Staates sein. Infrastruktur, das sind vielleicht Post, Öffentlicher Verkehr, Strom- und Wasserversorgung, hier hätte die Öffentliche Hand berechtigte Interessen, und selbst hier hat sie sich zu einem großen Teil schon zurückgezogen, ich erwähne nur die Österreichische Post, die das Filialnetz so ausgedünnt hat, wie es zum Zeitpunkt der Privatisierung undenkbar war. Aber wer braucht die Versorgung mit Glücksspiel durch den Staat? Wenn ich heute von 7,5 Mio. Euro Ablöse für zwei scheidende Casino-Vorstände lese, bei einem Monatsbrutto von 41.400 Euro, darf ich mich schon fragen: Wo war deren Leistung? Egal, wer an der Spitze des Unternehmens steht, ein Casino ist eigentlich immer eine Cash-Cow. Welche schwierigen Entscheidungen muss ein Casinos-Austria-Vorstand treffen, die solche Summen rechtfertigen würden? Wenn der Aufsichtsratsvorsitzende die Summen dann noch "völlig im Rahmen des Üblichen" nennt, na dann gönne ich jedem, der es neu zum Nursch schafft, dass er sich genauso bedienen darf, keiner soll ein Stiefkind sein. Wenn schon kaum je ein Spieler reich wird, so sollen es wenigstens die Vorstände werden, möglichst paritätisch, der Gerechtigkeit wegen. Die Betragsangaben stammen von: https://orf.at/stories/3134430/

    (Der Input von Günter Luntsch für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 22.08.)



    BSN Podcasts
    Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

    Wiener Börse Party #1078: ATX schon wieder auf All-time-High-Kurs, Do&Co gesucht, Good News für AT&S, cyan und Novomatic




     

    Bildnachweis

    1. Poker, Glücksspiel, Geld, Spiel, Jetons - https://de.depositphotos.com/230988106/stock-photo-cropped-... -   >> Öffnen auf photaq.com

    Aktien auf dem Radar:Amag, Flughafen Wien, Polytec Group, Kapsch TrafficCom, Agrana, Rosenbauer, Palfinger, Porr, Addiko Bank, Austriacard Holdings AG, EuroTeleSites AG, Strabag, AT&S, Frequentis, Mayr-Melnhof, voestalpine, Wienerberger, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, SW Umwelttechnik, Athos Immobilien, EVN, CPI Europe AG, OMV, Österreichische Post, Verbund, Fresenius Medical Care, SAP, Scout24, Commerzbank, Continental.


    Random Partner

    RBI
    Die Raiffeisen Bank International ist eine der führenden Corporate- und Investment-Banken Österreichs und in 11 Märkten Zentral- und Osteuropas als Universalbank tätig. Darüber hinaus bietet der RBI-Konzern zahlreiche weitere Finanzdienstleistungen an, zum Beispiel in den Bereichen Leasing, Asset Management und M&A.

    >> Besuchen Sie 62 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


    Useletter

    Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

    Newsletter abonnieren

    Runplugged

    Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
    (kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

    per Newsletter erhalten


    Meistgelesen
    >> mehr





    PIR-Zeichnungsprodukte
    Newsflow
    >> mehr

    Börse Social Club Board
    >> mehr
      wikifolio-Trades Austro-Aktien 15-16: Lenzing(1), RBI(1)
      BSN Vola-Event Porr
      Star der Stunde: RBI 1.54%, Rutsch der Stunde: AT&S -0.81%
      wikifolio-Trades Austro-Aktien 14-15: OMV(1), voestalpine(1), Wienerberger(1), SBO(1)
      IhrDepot zu Wienerberger
      BSN Vola-Event RBI
      BSN Vola-Event DO&CO
      Star der Stunde: Palfinger 0.97%, Rutsch der Stunde: Frequentis -0.48%
      wikifolio-Trades Austro-Aktien 13-14: Andritz(1)

      Featured Partner Video

      Wiener Börse Party #1065: ATX und DAX trotz Venezuela auf All-time-High-Kurs, Aspekt Erste, Bawag und VIG, WhatsApp-Sauereien

      Die Wiener Börse Party ist ein Podcastprojekt für Audio-CD.at von Christian Drastil Comm.. Unter dem Motto „Market & Me“ berichtet Christian Drastil über das Tagesgeschehen an der Wiener Börse. Inh...

      Books josefchladek.com

      Daniele Torriglia
      Il senso della presenza
      2025
      Self published

      Ray K. Metzker
      City Lux
      2025
      Ludion Publishers

      Krass Clement
      Født af mørket
      2025
      Gyldendal

      Thonet
      Stahlrohrmöbel (Catalogue 1934)
      1934
      Selbstverlag

      Joselito Verschaeve
      As Long as the Sun Lasts
      2025
      Void