24.10.2019, 2909 Zeichen
RHI Magnesita reduziert die Ergebnis-Prognose: "Seit den Zwischenergebnissen des Unternehmens im August habe sich der globale Stahlmarkt weiter abgeschwächt, und die weltweite Produktion ging gegenüber dem Vorquartal zurück", so das Unternehmen im aktuellen Trading Statement. Infolge dieser Rückgänge hätten die Kunden ihre Lagerbestände während des Quartals in ihrer gesamten Lieferkette, einschließlich feuerfester Produkte, erheblich reduziert. Dieses Marktumfeld habe zu geringeren Verkaufsmengen und dementsprechend geringeren Fixkosten für die geringere Anlagenauslastung geführt, was die laufenden Kosteneinsparungsinitiativen des Unternehmens mehr als ausgeglichen habe.
Infolgedessen hätten sich die Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr auf ein bereinigtes EBITA zwischen 400 und 410 Mio. Euro reduziert. "Der Konzern wird jedoch seine Strategie fortsetzen und die Vorteile seines integrierten Modells, das Wachstum in neuen Märkten und seine zusätzlichen Kosteneinsparungs- und Effizienzinitiativen mit einem verstärkten Fokus auf die Generierung von Free Cashflows nutzen", heißt es. Im Jahr 2018 erreichte das Unternehmen ein bereinigtes Ergebnis von 428,1 Mio. Euro.
Trotz der Beiträge aus den im April 2019 durchgeführten Preiserhöhungen sanken die Stahlerlöse im dritten Quartal gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2018 um 14% (dieser Vergleich schließt den Ausstieg aus dem Iran im Jahr 2018 ein). Für das 2. Halbjahr 2019 wird nun ein wesentlich geringerer Beitrag der Division Stahl zum ersten Halbjahr erwartet. Der Unternehmensbereich Industrie habe die starke Entwicklung des ersten Halbjahres 2019 auch im dritten Quartal fortgesetzt. Der Auftragsbestand ist laut RHI Magnesita in allen Endmärkten der Division, insbesondere in Zement, weiterhin robust, und die Sichtbarkeit der Projekte reicht bis 2020.
Weiters informiert as Unternehmen, dass nach dem Zusammenschluss von RHI und Magnesita weiterhin große Fortschritte bei den Integrationsplänen gemacht werden. Die Synergieziele seien, mindestens 90 Mio. Euro im Jahr 2019 und 110 Mio. Euro bis 2020 zu erreichen.
Weitere Fortschritte wurden bei der Bewältigung der betrieblichen Probleme in vier europäischen Werken und der Herausforderungen in der Lieferkette erzielt, wie in den Ergebnissen von 2018 dargelegt. "Das Unternehmen ist mit diesen operativen Verbesserungen auf dem richtigen Weg und geht weiterhin davon aus, dass diese Probleme im Jahr 2019 im Wesentlichen gelöst werden", heißt es.. Die geplanten Vorteile wurden jedoch durch eine geringere Anlagenauslastung und eine Kostendeckung ausgeglichen. Im Rahmen seiner langfristigen Strategie hat das Management begonnen, weitere Initiativen zur Senkung der langfristigen Kosten des Konzerns und zur Optimierung seines operativen Netzwerks umzusetzen. Einzelheiten zu diesen Plänen sollen am Kapitalmarkttag der Gesellschaft am 14. November bekannt gegeben werden.
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