15.12.2019
Zugemailt von / gefunden bei: Raiffeisen Research (BSN-Hinweis: Lauftext im Original des Aussenders, Titel (immer) und Bebilderung (oft) durch boerse-social.com aus dem Fotoarchiv von photaq.com)
Aus dem wöchentlichen Marktausblick von Raiffeisen Research: Die kleine Kursdelle der Vorwoche wurde innerhalb nur weniger Tage wieder ausgebügelt, wobei schlussendlich aufgrund der politischen Ereignisse neue Jahreshöchststände in Europa sowie Allzeithöchststände bei den US-Aktienindizes markiert wurden.
Offensichtlich scheinen sich rechtzeitig zum Jahresende einige langwierige politische Risiken aufzulösen. In Großbritannien scheint es nach den jüngsten Hochrechnungen, dass die Konservativen unter der Führung von Boris Johnson zukünftig mit einer soliden Mehrheit regieren können, wodurch die politische Patt-Situation in Bezug auf den Brexit am 31. Jänner 2020 aufgelöst sein dürfte. Für die Börsen wohl von höherer Bedeutung ist aber der Handelsstreit USA- China. Und hier kam es tatsächlich – wenn man den gestrigen Tweet des US-Präsidenten Glauben schenken darf – zum Jahresende und somit pünktlich vor dem Wahljahr 2020 (Termin: 03. November 2020) zu einer Einigung, wodurch die neue Zollrunde vom 15. Dezember ausgesetzt werden dürfte. Eine offizielle An- kündigung ist zwar noch ausständig, soll aber noch heute erfolgen. Kolportierte Ergebnisse sind bis jetzt, dass China neben erhöhten Agrarimporten auch stärker gegen Diebstahl geistigen Eigentums vorgehen soll, sowie dass beide Parteien von Währungsmanipulationen Abstand nehmen. Auch wird spekuliert, dass be- reits eingeführte Handelshemmnisse teilweise wieder rückgeführt werden könn- ten. Sollte sich dies alles bewahrheiten, dann geht dieser im Sinne des Phase-1 Deals ausverhandelte Waffenstillstand mit der teilweisen Rücknahme bereits eingeführter Zolltarife sogar einen Schritt weiter als ursprünglich angenommen, was uns auch in dieser Causa optimistisch ins Jahr 2020 blicken lässt.
Im Zug dieser politischen Entwicklungen verlieren die Notenbanksitzungen dies- als auch jenseits des Atlantiks beinahe schon an Bedeutung. Wie erwartet legten die Notenbanker bei ihren Zinssitzungen eine vorerst abwartende Haltung an den Tag und beließen die entsprechenden Leitzinsen unangetastet. Hervorzuheben ist aber, dass vor allem die US-Notenbank trotz der Kontraktion im Industrie- sektor ein durchaus rosiges konjunkturelles Bild für die USA malt.
Dies deckt sich auch mit unseren Prognosen, wobei wir die Rezession im Industriebereich schon für weit vorangeschritten erachten und bereits einige Frühindikatoren (Markit PMI Manufacturing) auf eine Bodenbildung hindeuten. Letzteres dürfte als Auslöser einer zyklischen Erholung fungieren, was unser bullishes Szenario für das Jahr 2020 zusätzlich zur anscheinenden Auflösung politischer Risiken untermauert.
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Aktien auf dem Radar:AT&S, UBM, Austriacard Holdings AG, Lenzing, Polytec Group, EVN, Uniqa, Rosenbauer, CA Immo, DO&CO, Mayr-Melnhof, Agrana, Frequentis, Marinomed Biotech, Verbund, Athos Immobilien, SW Umwelttechnik, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Flughafen Wien, Amag, EuroTeleSites AG, CPI Europe AG, Kapsch TrafficCom, Österreichische Post, Semperit, Telekom Austria.
(BSN-Hinweis: Lauftext im Original des Aussenders, Titel (immer) und Bebilderung (oft) durch boerse-social.com aus dem Fotoarchiv von photaq.com)255213
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BKS
Die börsenotierte BKS Bank mit Sitz in Klagenfurt, Österreich, beschäftigt rund 1.100 Mitarbeiter und betreibt ihr Bank- und Leasinggeschäft in den Ländern Österreich, Slowenien, Kroatien und der Slowakei. Die BKS Bank verfügt zudem über Repräsentanzen in Ungarn und Italien. Mit der Oberbank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg AG bildet die BKS Bank AG die 3 Banken Gruppe.
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15.12.2019, 3056 Zeichen
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Aus dem wöchentlichen Marktausblick von Raiffeisen Research: Die kleine Kursdelle der Vorwoche wurde innerhalb nur weniger Tage wieder ausgebügelt, wobei schlussendlich aufgrund der politischen Ereignisse neue Jahreshöchststände in Europa sowie Allzeithöchststände bei den US-Aktienindizes markiert wurden.
Offensichtlich scheinen sich rechtzeitig zum Jahresende einige langwierige politische Risiken aufzulösen. In Großbritannien scheint es nach den jüngsten Hochrechnungen, dass die Konservativen unter der Führung von Boris Johnson zukünftig mit einer soliden Mehrheit regieren können, wodurch die politische Patt-Situation in Bezug auf den Brexit am 31. Jänner 2020 aufgelöst sein dürfte. Für die Börsen wohl von höherer Bedeutung ist aber der Handelsstreit USA- China. Und hier kam es tatsächlich – wenn man den gestrigen Tweet des US-Präsidenten Glauben schenken darf – zum Jahresende und somit pünktlich vor dem Wahljahr 2020 (Termin: 03. November 2020) zu einer Einigung, wodurch die neue Zollrunde vom 15. Dezember ausgesetzt werden dürfte. Eine offizielle An- kündigung ist zwar noch ausständig, soll aber noch heute erfolgen. Kolportierte Ergebnisse sind bis jetzt, dass China neben erhöhten Agrarimporten auch stärker gegen Diebstahl geistigen Eigentums vorgehen soll, sowie dass beide Parteien von Währungsmanipulationen Abstand nehmen. Auch wird spekuliert, dass be- reits eingeführte Handelshemmnisse teilweise wieder rückgeführt werden könn- ten. Sollte sich dies alles bewahrheiten, dann geht dieser im Sinne des Phase-1 Deals ausverhandelte Waffenstillstand mit der teilweisen Rücknahme bereits eingeführter Zolltarife sogar einen Schritt weiter als ursprünglich angenommen, was uns auch in dieser Causa optimistisch ins Jahr 2020 blicken lässt.
Im Zug dieser politischen Entwicklungen verlieren die Notenbanksitzungen dies- als auch jenseits des Atlantiks beinahe schon an Bedeutung. Wie erwartet legten die Notenbanker bei ihren Zinssitzungen eine vorerst abwartende Haltung an den Tag und beließen die entsprechenden Leitzinsen unangetastet. Hervorzuheben ist aber, dass vor allem die US-Notenbank trotz der Kontraktion im Industrie- sektor ein durchaus rosiges konjunkturelles Bild für die USA malt.
Dies deckt sich auch mit unseren Prognosen, wobei wir die Rezession im Industriebereich schon für weit vorangeschritten erachten und bereits einige Frühindikatoren (Markit PMI Manufacturing) auf eine Bodenbildung hindeuten. Letzteres dürfte als Auslöser einer zyklischen Erholung fungieren, was unser bullishes Szenario für das Jahr 2020 zusätzlich zur anscheinenden Auflösung politischer Risiken untermauert.
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