01.03.2020
Zugemailt von / gefunden bei: Raiffeisen Research (BSN-Hinweis: Lauftext im Original des Aussenders, Titel (immer) und Bebilderung (oft) durch boerse-social.com aus dem Fotoarchiv von photaq.com)
Aus dem wöchentlichen Marktkommentar von Raiffeisen Research:
Aufgrund der jüngsten Entwicklungen hatte in der vergangenen Woche das Coronavirus die weltweiten Börsen voll im Griff. Während uns die Entwicklung in China aufgrund der abnehmenden Dynamik bei den Neuinfektionen zuvor noch einen durchaus hoffnungsvollen Eindruck bescherte, breitet sich COVID-19 in Europa (sowie im Iran und Süd-Korea) trotz aller von den Regierungen getroffenen Schutzmaßnahmen rapide immer weiter aus. Am stärksten betroffen ist innerhalb von Europa Norditalien, wobei die italienische Regierung mit rigorosen Maßnahmen (Quarantänemaßnahmen und Abriegelungen von Orten und Regionen) versucht die rasche Ausbreitung einzudämmen. Der Erfolg hält sich aber bislang in Grenzen, zumal die Zahl der Infektionen au- ßerhalb Chinas erstmals die Zahl der Infektionen innerhalb des Landes überstieg. Wenig verwunderlich also, dass aufgrund der Sorge vor den wirtschaftlichen Folgen der Epidemie die internationalen Aktienmärkte mit sehr deutlichen Kursverlusten reagierten.
Zudem mehrten sich auch die Warnungen von Unternehmen, dass wegen Störungen der Lieferkette (vor allem in China) als Folge der Virusausbreitung Umsatz- und Gewinnausblicke nicht mehr zu halten sind, wodurch sich die Investoren erst recht in ihrer Sorge bestätigt fühlten. Dementsprechend ist es wenig verwunderlich, dass sich die meisten Börsenbarometer mittlerweile auf einem 4-6 Monatstief befinden, wobei sich die Kursverluste des deutschen DAX Index sowie des S&P 500 innerhalb der letzten sechs Handelstage auf -13 % bzw. -12 % summiert. Aufgrund der mittlerweile sehr ausgeprägten Kursrückgänge ist die Virus-Panik bereits voll bei den Aktienmärkten angekommen. Dennoch dürfte uns der Höhepunkt der negativen Marktreaktionen aber noch bevorstehen, nämlich sobald es absehbar auch in den USA zu einem großflächigen Auftreten der Viruserkrankung kommt. Zu diesem Zeitpunkt dürften allerdings dann auch die wirtschaftlichen Aspekte großteils eingepreist sein, was vermutlich eine schnelle V-förmige Erholung nach sich ziehen dürfte. Dementsprechend raten wir zum aktuellen Zeitpunkt von panikartigen Verkäufen weiterhin ab, wohlwissend, dass die Epidemie ihren Höhepunkt vermutlich noch längere Zeit nicht erreicht haben wird.
Da wir aber auch bei den westlichen Industrieländern davon ausgehen, dass – ähnlich wie in China – die Aktienmärkte das Er- reichen des Epidemie-Höhepunktes bis zu einem gewissen Grad vorwegnehmen und die Erholung im Anschluss vermutlich sehr schnell erfolgen wird, erachten wir das richtige „Wiedereinstiegstiming“ als größtes Risiko nach einem erfolgten Verkauf. Wir haben zu Beginn der Woche in unserer Spezialaussendung unsere bislang bullishen Positionen glattgestellt und unsere Empfehlungen auf „Halten“ zurückgenommen. Für ein allfälliges Aufstocken der Positionen erachten wir den Zeitpunkt trotz der in Relation sehr starken Kursreaktionen für zu früh, werden dies aber bei Eintreten des oben skizzierten Szenarios neu bewerten.
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Aktien auf dem Radar:AT&S, FACC, Infineon, Vonovia SE, Merck Co..
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CPI Europe AG
Die CPI Europe AG ist ein börsenotierter gewerblicher Immobilienkonzern, der seine Aktivitäten auf die Segmente Einzelhandel und Büro in sieben Kernmärkten in Europa (Österreich, Deutschland, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien und Polen) fokussiert. Zum Kerngeschäft zählen die Bewirtschaftung und die Entwicklung von Immobilien.
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01.03.2020, 3632 Zeichen
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Aufgrund der jüngsten Entwicklungen hatte in der vergangenen Woche das Coronavirus die weltweiten Börsen voll im Griff. Während uns die Entwicklung in China aufgrund der abnehmenden Dynamik bei den Neuinfektionen zuvor noch einen durchaus hoffnungsvollen Eindruck bescherte, breitet sich COVID-19 in Europa (sowie im Iran und Süd-Korea) trotz aller von den Regierungen getroffenen Schutzmaßnahmen rapide immer weiter aus. Am stärksten betroffen ist innerhalb von Europa Norditalien, wobei die italienische Regierung mit rigorosen Maßnahmen (Quarantänemaßnahmen und Abriegelungen von Orten und Regionen) versucht die rasche Ausbreitung einzudämmen. Der Erfolg hält sich aber bislang in Grenzen, zumal die Zahl der Infektionen au- ßerhalb Chinas erstmals die Zahl der Infektionen innerhalb des Landes überstieg. Wenig verwunderlich also, dass aufgrund der Sorge vor den wirtschaftlichen Folgen der Epidemie die internationalen Aktienmärkte mit sehr deutlichen Kursverlusten reagierten.
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Da wir aber auch bei den westlichen Industrieländern davon ausgehen, dass – ähnlich wie in China – die Aktienmärkte das Er- reichen des Epidemie-Höhepunktes bis zu einem gewissen Grad vorwegnehmen und die Erholung im Anschluss vermutlich sehr schnell erfolgen wird, erachten wir das richtige „Wiedereinstiegstiming“ als größtes Risiko nach einem erfolgten Verkauf. Wir haben zu Beginn der Woche in unserer Spezialaussendung unsere bislang bullishen Positionen glattgestellt und unsere Empfehlungen auf „Halten“ zurückgenommen. Für ein allfälliges Aufstocken der Positionen erachten wir den Zeitpunkt trotz der in Relation sehr starken Kursreaktionen für zu früh, werden dies aber bei Eintreten des oben skizzierten Szenarios neu bewerten.
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