11.08.2020, 2549 Zeichen
Trotz der Corona-Pandemie hat sich das Übernahmekarussell in Österreich weitergedreht, wenn auch langsamer als in den Vorjahren: Die Anzahl der Übernahmen mit österreichischer Beteiligung ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur leicht von 153 auf 133 gesunken. Die Transaktionsvolumina stiegen dagegen um rund 86 Prozent von 4,4 Mrd. Euro auf 8,2 Mrd. Euro, wie aus aktuellen Zahlen von EY hervorgeht. Ausschlaggebend dafür waren vier „Blockbuster“-Deals, die zusammen auch 86 Prozent des gesamten Transaktionsvolumen im 1. Halbjahr ausmachen: Die Aufstockung der Beteiligung der OMV an Borealis um rund 4,1 Mrd. Euro, der Kauf der AXA-Töchter in Polen, Tschechien und Slowakei durch die Uniqa um rund eine Milliarde Euro, die Übernahme der Erber Gruppe durch DSM um 980 Milo. Euro sowie der Kauf der Schweizer Globus-Warenhäuser durch die Signa (gemeinsam mit der thailändischen Central Group) um insgesamt rund 936 Mio. Euro.
EY Partnerin Eva-Maria Berchtold kommentiert: „Weltweit wird der M&A-Markt gerade mit besonders wachem Blick von den Unternehmen beobachtet. Die Corona-Pandemie verändert alle Lebensbereiche und zwingt viele Unternehmen dazu, ihre Business Pläne zu überarbeiten. Aktuell stehen die Stabilisierung des eigenen Geschäfts und die Sicherung der Liquidität im Vordergrund. Nachdem die Coronakrise zu einem leichten Abbremsen geführt hat, rechnen wir mit einem weiteren Rückgang der Transaktionsdeals im nächsten halben Jahr. Andererseits sehen wir, dass Deals, die mit dem Corona-Lockdown gestoppt wurden, jetzt wieder aufgegriffen werden und die Vorbereitungsarbeiten voll im Gange sind. Ab Anfang 2021 erwarten wir einen starken Anstieg – unter anderem auch, weil Unternehmen in Schieflage geraten und zu Übernahmezielen werden. Darüber hinaus werden einige Unternehmen Desinvestitionen planen, um Liquidität zu schaffen“.
Für das 2. Halbjahr wird ein Rückgang bei den Transaktionsdeals erwartet: "Aufgrund der herausfordernden Situation bei vielen Unternehmen wurden Pläne für Übernahmen fürs Erste über Bord geworfen beziehungsweise auf die Seite gestellt. Für Käufer wird es aufgrund des volatilen Umfelds in Zukunft deutlich schwerer werden, Übernahmekandidaten zu bewerten. Gleichzeitig wird sich die Verkäuferseite schwerer tun, die neuen niedrigeren Bewertungsniveaus zu akzeptieren. Das Umfeld für M&A-Deals wird komplexer und vielschichtiger, aber gerade bei strategischen Investitionen auch spätestens ab dem vierten Quartal 2020 attraktiver“, so Robert Hufnagel, Partner und Leiter M&A Advisory bei EY Österreich.
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