26.08.2020, 2763 Zeichen
Die Immofinanz hat Halbjahres-Zahlen präsentiert. Insgesamt stiegen die Mieterlöse im 1. Halbjahr 2020 als Folge des Portfoliowachstums durch Zukäufe und Fertigstellungen um 10,4 Prozent auf 145,5 Mio. Euro. Ein krisenbedingter Anstieg der Forderungsabschreibungen habe allerdings zu deutlich höheren Immobilienaufwendungen geführt, so das Unternehmen. Das Ergebnis aus Asset Management konnte dennoch um 1,8% auf EUR 102,8 Mio. verbessert werden. Die Pandemie habe sich auch auf die Bewertung des Immobilienvermögens ausgewirkt, insgesamt belaufen sich die Neubewertungen auf -159,2 Mio. Euro, nachdem diese im Vergleichszeitraum des Vorjahres deutlich positiv waren (Q1–2 2019: 123,5 Mio.). Diese Abwertung entspricht rund 3,1% des gesamten Immobilienportfolios. Das Konzernergebnis beläuft sich somit auf -120,4 Mio. Euro (Q1-2 2019: 185,3 Mio.). CEO Ronny Pecik: „Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie stellen auch unser Unternehmen vor Herausforderungen und wirken sich nachteilig auf die Ergebnissituation im 1. Halbjahr aus. Aber genau jene Stärken, die die Immofinanz zu einem führenden Anbieter von Büro- und Retail-Immobilien in unserer Region gemacht haben, helfen uns, diese Krise zu überwinden: unser Fokus auf hochqualitative und innovative Bürolösungen sowie auf kosteneffiziente und damit vergleichsweise krisenresistente Retail-Konzepte, unsere Kundennähe, der Einsatz unserer Mitarbeiter sowie unsere konservative Finanzierungspolitik. Auch auf der Kapitalseite haben wir rasch und vorausschauend gehandelt und unser Eigenkapital und die für unser Investment-Grade Rating relevanten Kennzahlen durch unsere Kapitalmaßnahmen im Juli weiter gestärkt.“
Der FFO 1 aus dem Bestandsgeschäft (vor Steuern) liegt mit 53,3 Mio. Euro um 9,8 Prozent unter dem Vergleichswert (Q1–2 2019: 59,0 Mio. Euro).
Das Immobilienportfolio umfasst per Ende Juni 212 Objekte mit einem Buchwert von rund 5,0 Mrd. Euro. Davon entfallen rund 65 Prozent auf den Büro- und rund 33 Prozent auf den Einzelhandelsbereich. Der Vermietungsgrad liegt nahezu unverändert bei hohen 95,9% (31. Dezember 2019: 96,8%), wobei die Büroimmobilien zu 94,2 Prozent und die Retail-Objekte zu 97,8 Prozent vermietet sind.
Der unverwässerte EPRA NAV je Aktie beträgt per 30. Juni 2020 30,93 Euro (31. Dezember 2019: verwässert 31,05). Der Buchwert je Aktie liegt bei 27,82 Euro (31. Dezember 2019: 29,34 Euro).
Trotz der somit sehr guten Aufstellung und soliden Finanzausstattung der Immofinanz bleibt die Unsicherheit hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Covid-19-Pandemie und möglicher künftiger Eindämmungsmaßnahmen und deren Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft und das Finanzierungsumfeld hoch. Daher nimmt der Vorstand derzeit auch von einer Prognose für die FFO 1-Entwicklung im Gesamtjahr Abstand.
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