27.08.2020, 2689 Zeichen
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (SBO) hat den Umsatz im 1. Halbjahr 2020 um 21,9 Prozent auf 184,5 Mio. Euro verringert.Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) büßte von 62,7 Mio. Euro im 1. Halbjahr 2019 auf 28,5 Mio. Euro in 2020 ein, das Betriebsergebnis (EBIT) vor Einmaleffekten blieb mit 12,4 Mio. Euro positiv (1-6/2019: 38,9 Mio. Euro), sei jedoch durch Wertminderungen in der Höhe von 20,8 Mio. Euro belastet gewesen. Zum Halbjahr 2020 kam das Ergebnis vor Steuern dadurch auf minus 10,0 Mio. Euro (1-6/2019: 27,4 Mio. Euro), das Ergebnis nach Steuern belief sich auf minus 12,0 Mio. Euro (1-6/2019: 17,2). Der Auftragseingang reduzierte sich aufgrund der Weltwirtschaftskrise gegenüber dem Vorjahr um 41,7 Prozent und betrug 144,5 Mio. Euro (1-6/2019: 247,8), der Auftragsstand betrug Ende Juni 2020 83,6 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 123,0 Mio. Euro). SBO-Vorstandsvorsitzender Gerald Grohmann sagt: „Die globale Coronakrise hat die Weltwirtschaft im ersten Halbjahr 2020 in eine tiefe Rezession gestürzt. Diesen Effekten konnte sich klarerweise auch SBO nicht entziehen. Im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen sind wir jedoch auf Grund unserer zyklischen Branche darauf eingespielt, Krisen zu managen. Wir steuern unseren Konzern sehr aktiv durch dieses Umfeld, konnten die Auswirkungen abschwächen und haben so ein positives operatives Halbjahresergebnis vor Einmaleffekten erzielt. Unsere Liquiditätsbasis ist stark und die ohnehin niedrige Nettoverschuldung haben wir weiter reduziert. Der kontinuierliche Fokus auf Liquidität und Cashflow gibt uns die nötige Sicherheit, um auch durch dieses Zyklustief zu navigieren.“
SBO stellt sich auf ein herausforderndes Jahr 2020 ein. Zugleich geht das Unternehmen ebenso wie der Markt davon aus, dass es mittelfristig zu einer Normalisierung der Nachfrage nach Öl und Gas kommen wird. Langfristig sollte sogar ein Nachholbedarf bei den Investitionen für Exploration und Produktion (E&P) einsetzen. Die geringen E&P Investitionen und die drastisch reduzierte weltweite Ölproduktion könnten dazu führen, dass bei Nachfrageanstieg die Förderung nicht rasch genug hochgefahren werden kann, was wiederum zu einem markanten Anstieg der E&P Investitionen führen würde. „Die Entwicklungen rund um Corona haben eine hohe Unsicherheit geschaffen. Die Auswirkungen auf den Öl- und Gasmarkt waren massiv, und es sind noch nicht alle Effekte sichtbar. Doch auch in diesem schwierigen Umfeld sind wir äußerst solide aufgestellt. Wir haben rasch und entschlossen gehandelt, Kosten reduziert und verfügen über die nötigen Mittel, um auch eine länger dauernde Krise gesund zu überstehen“, schließt CEO Gerald Grohmann.
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