16.09.2020, 1692 Zeichen
Die Technische Analyse wird immer noch als Glaubensfrage missverstanden. Mir als Betriebswirten mit jahrzehntelanger Erfahrung sowohl im Bilanzdurchforsten wie im Kursgrafik-Auswerten ist es ein Greuel, zu sehen, wie da so locker mit eigenen, aber auch Kundengeldern umgegangen wird, auch im vermeintlich hochprofessionellen Bereich. Vor dem Kauf eines Autos wird wochenlang die Ausstattungsliste durchgegangen, vor einer Urlaubsreise und dem tatsächlichen Autokauf das Internet durchforstet, bei der Geldanlage aber, da guckt man in’s betriebswirtschaftliche Research des Hauses oder Herrn X, und „mehr muss nicht, ist ja eh mit Bilanzkennzahlen und so“. Einen Chart sieht man sich nicht an, „weil da sind ja nur vergangen Preise drin“. Solchen haarsträubenden Unsinn habe ich gestern erst wieder auf Fb gesehen, in einer Aktien-Trading-Gruppe. Für den Privaten ist’s ja okay, aber eine Bank, ein Investmentberater müsste dafür bestraft werden, wenn er freiwillig wichtige Entscheidungsgrundlagen ignoriert. Das ist grob fahrlässig.
Heute sehen wir uns die Cleen Energy an: Sie ist bei mir seit einem Jahr am Radar. Kürzlich kommt’s nun zum erwarteten Ausbruch nach oben aus der rechteckförmigen Konsolidierung, und obwohl die Volumina, so gering sie noch sind, nicht für eine Fortsetzung aufwärts sprechen, sollten doch sowohl 2,15 und 3,70 im Auge behalten werden: Hält der erstere Support und wird zweiterer Widerstand nochmal durchbrochen, so sollte einer bullishen Bestätigung am jüngst bei 4,20 markierten Hoch zu rechnen sein. Hernach wäre dann Luft nach oben über 5,30 und 6,30 bis 6,90.
(Der Input von Robert Schittler für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 16.09.)
Wiener Börse Party #1079: Kleine ATX-Korrektur am Ende einer weiteren Rekordwoche, Erste 2x über 100, Porr und AT&S vor den Vorhang
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Sir Robert says ... Cleen Energy
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Gegründet 1819 als die „Erste österreichische Spar-Casse“, ging die Erste Group 1997 mit der Strategie, ihr Retailgeschäft in die Wachstumsmärkte Zentral- und Osteuropas (CEE) auszuweiten, an die Wiener Börse. Durch zahlreiche Übernahmen und organisches Wachstum hat sich die Erste Group zu einem der größten Finanzdienstleister im östlichen Teil der EU entwickelt.
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