02.02.2021, 3289 Zeichen
Die Beschleunigung der Digitalisierung spielt AT&S in die Karten - der Leiterplatten- und IC Substrate-Hersteller erzielte im 3. Quartal mit 346,0 Mio. Euro den höchsten jemals erreichten Quartalsumsatz. In den ersten drei Quartalen stieg der Konzernumsatz um 17,3 Prozent auf 883,8 Mio. Euro (VJ: 753,2 Mio. Euro). Das EBITDA stieg um 19,4 Prozent auf 186,7 Mio. Euro (VJ: 156,4 Mio. Euro). Zurückzuführen sei die Ergebnisverbesserung vorrangig auf den höheren Konzernumsatz. Währungseffekte, vor allem durch den schwächeren US-Dollar, hatten einen negativen Einfluss auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Die EBITDA-Marge lag bei 21,1 Prozent und somit über dem Vorjahresniveau von 20,8 Prozent. Das EBIT verbesserte sich von 47,7 Mio. auf 65,8 Mio. Euro. Die EBIT-Marge lag bei 7,4 Prozent (Vorjahr: 6,3 Prozent). Das Konzernergebnis verbesserte sich um 47,8 Prozent auf 37,3 Mio. Euro.
„Die Corona-Pandemie hat in vielen Lebensbereichen zu einem Digitalisierungsschub geführt. In fast allen Ländern der Welt ist es zu einem massiven Ansteigen des Datenverkehrs gekommen, was unter anderem die Nachfrage nach ABF-Substraten stärkt. Aufgrund dieser Entwicklungen gehen wir von künftig weiter wachsenden Märkten in allen unseren Geschäftsfeldern aus. Wir bauen derzeit die Kapazitäten massiv aus und haben damit die Basis geschaffen, an diesem Wachstum noch stärker zu partizipieren und unsere Marktposition bei ABF Substraten wesentlich auszubauen. Auch bei den Modul-Leiterplatten konnten wir erste Aufträge erfolgreich abwickeln und einen Umsatz im zweistelligen Millionenbereich erzielen“, so CEO Andreas Gerstenmayer.
Für die kommenden Monate rechnet das Unternehmen weiterhin mit einer starken Nachfrage nach ABF Substraten. Für das 4. Geschäftsjahresquartal wird bei den mobilen Endgeräten eine übliche Saisonalität erwartet. Der positive Trend im Segment Automotive sollte sich laut AT&S fortsetzen. Im 4. Geschäftsjahres-Quartal wird im Vergleich zum Vorjahr mit einer flachen Entwicklung gerechnet. In den Segmenten Industrial und Medical ist für das Gesamtjahr ein leichtes Wachstum zu erwarten.
Auf Basis der starken Zahlen in den ersten neun Monaten, einer verbesserten Visibilität sowie den zusätzlichen Kapazitäten aus Chongqing I erhöht der Vorstand die Guidance für das Geschäftsjahr 2020/21 und erwartet nunmehr ein Umsatzwachstum von 17 bis 19 Prozent (zuvor rund 15 Prozent) bei einer wie bisher erwarteten EBITDA-Marge in der Bandbreite von 20 bis 22 Prozent.
„Operativ wird AT&S in den nächsten Monaten den Aufbau von neuen Kapazitäten vor allem für ABF Substrate und Modul-Leiterplatten weiter vorantreiben. Der Kapazitätsausbau in Chongqing stärkt unsere weltweite Marktposition und ist die Basis für das weitere Wachstum des Unternehmens“, kommentiert CEO Andreas Gerstenmayer das aktuelle Investitionsprogramm. Im Sinne der Ausgabendisziplin wird für Basisinvestitionen (Instandhaltung und Technologie- Upgrades) in Abhängigkeit von der Marktentwicklung ein reduziertes Budget von bis zu 80 Mio. Euro veranschlagt. Im Rahmen der strategischen Projekte plant das Management – je nach Projektfortschritt – für das Geschäftsjahr 2020/21 Investitionen in einer Höhe von bis zu 410 Mio. Euro plus 30 Mio. Euro aufgrund von Periodenverschiebungen zwischen den Geschäftsjahren.
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