29.03.2021, 3152 Zeichen
Der weltweite IPO-Markt zeigte sich im 1. Quartal "in hervorragender Verfassung", wie die Beratungsorganisation EY in ihrem aktuellem IPO Barometer hervorhebt. Insgesamt wagten im traditionell wenig aktiven 1. Quartal weltweit 391 Unternehmen den Sprung aufs Parkett – 68 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das Emissionsvolumen stieg sogar um 223 Prozent auf 91,8 Mrd. US-Dollar. Das stärkste Wachstum wurde in Europa registriert: Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg die Zahl der Börsengänge um 240 Prozent von 20 auf 68, das Emissionsvolumen hat sich sogar um den Faktor 17 von 1,2 auf 20,1 Milliarden US-Dollar erhöht. Die meisten Börsengänge wurden aber erneut in China (einschließlich Hongkong) registriert: Dort setzten 134 Unternehmen den Schritt auf das Parkett, das waren 52 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Emissionsvolumen stieg um 73 Prozent auf 22,7 Milliarden US-Dollar und lag damit leicht über dem Volumen, das in Europa erreicht wurde. Auch in den USA entwickelte sich das IPO-Geschehen sehr dynamisch: Während sich die Zahl der IPOs an den US-Börsen von 24 auf 82 mehr als verdreifachte, kletterte das dabei erzielte Emissionsvolumen von 7,2 auf 37,0 Milliarden US-Dollar.
„Der Tech-Hype ist derzeit der wichtigste Treiber des weltweiten IPO-Marktes“, sagt Gerhard Schwartz, Partner und Leiter des Assurance-Bereichs bei EY Österreich. „Die Pandemie hat weltweit zu einem gewaltigen Digitalisierungsschub geführt und digitale Geschäftsmodelle noch stärker in den Vordergrund treten lassen. Davon profitieren jetzt Technologieunternehmen rund um den Globus – ihre Wachstumsstorys treffen den Nerv der Anleger.“ Das zweitstärkste Segment war der Gesundheitssektor mit einem Anteil von 17 Prozent an der weltweiten Transaktionszahl und 13 Prozent am Emissionsvolumen.
Im bisherigen Jahresverlauf gab es zwar keine IPOs in Wien, dafür gibt es starke Listings-Aktivitäten bei den Anleihen. Das erste Quartal 2021 war das historisch bislang beste Quartal mit mehr als 1.400 Neulistungen (+ 340 % gegenüber der Vorjahresperiode). Bei österreichischen Unternehmen sind Green Bond Emissionen aktuell sehr beliebt. Im Einstiegssegment „direct market plus“ an der Wiener Börse gab es im März zwei Neuzugänge – Beaconsmind und XB Systems. Der direct market plus richtet sich seit 2019 als Möglichkeit zum einfachen Kapitalmarkteinstieg an Klein- und Mittelbetriebe sowie expandierende Jungunternehmen.
Im ersten Quartal gab es 267 SPAC Emissionen mit einem Volumen von 83 Mrd. US-Dollar. Das ist jetzt schon mehr als im gesamten Jahr 2020, in dem 255 Emissionen ein Volumen von 81,5 Mrd. US-Dollar einsammelten. „Bisher sind SPACs weitgehend ein US-Phänomen. Immerhin gab es inzwischen jedoch auch die beiden ersten europäischen SPACs in Amsterdam und Frankfurt“, sagt Schwartz. „Die überwiegende Mehrheit dieser US-gelisteten Mantelgesellschaften sind nun auf Akquisitionstour auch in Europa und speziell in den Bereichen Technologie und Pharma & Life Science. Die Kassen sind prall gefüllt, sodass mit mehr indirekten Börsengängen von europäischen Kandidaten über diesen Weg und überwiegend in den USA gerechnet werden kann“, so Schwartz.
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