21.04.2021, 1584 Zeichen
Der österreichisch-französische Impfstoffhersteller Valneva SE ist sich mit der EU bezüglich des in Entwicklung befindlichen Corona-Impfstoffs VLA200, seit Beginn der Verhandlungen im 3. Quartal 2020, nicht einig geworden und konzentriert sich daher nun auf bilaterale Gespräche mit einzelnen Ländern, um den COVID-19-Impfstoffkandidaten zu liefern. CEO Thomas Lingelbach: "Wir haben viel Zeit und Aufwand investiert, um den Anforderungen des zentralen EU-Beschaffungsprozesses gerecht zu werden. Trotz unserer jüngsten klinischen Daten haben wir keine bedeutenden Fortschritte gemacht und bis jetzt noch keine Liefervereinbarung abgeschlossen. Wir konzentrieren unsere Bemühungen deshalb nun auf diejenigen EU-Mitgliedsstaaten, sowie Interessenten außerhalb der EU, die unseren inaktivierten Ansatz in ihre Impfstrategie aufnehmen möchten. Wir sind überzeugt, dass VLA2001 in der Zukunft eine wichtige Rolle spielen wird, auch für Auffrischungsimpfungen oder mögliche Modifikationen des Impfstoffs, um Varianten zu adressieren".
Im September 2020 hat Valneva eine Zusammenarbeit mit der britischen Regierung zur Lieferung von bis zu 190 Millionen Dosen von VLA2001 bis zum Jahr 2025 bekannt gegeben, von denen bereits 100 Millionen Dosen bestellt wurden.
Valneva hat in Europa den einzigen inaktivierten Impfstoffkandidaten gegen COVID-19 in klinischer Entwicklung und bereitet eine zulassungsrelevante, vergleichende Immunogenitätsstudie der Phase 3 vor. Der Beginn der Studie wird für Ende April 2021 erwartet, mit dem Ziel, im Herbst 2021 eine regulatorische Zulassung zu beantragen.
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Valneva, Labor, Impfstoff, Credit: Valneva
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