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Raiffeisen Research stuft Aktienmärkte auf "Halten" zurück

Magazine aktuell


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09.05.2021, 4531 Zeichen

Aus dem wöchentlichen Marktausblick von Raiffeisen Research: "Die zu Ende gehende Woche brachte wieder einmal mehr von dem, was wir schon seit Herbst 2020, als die hoffnungsfroh stimmenden Impfstoff-Nachrichten einschlugen, beobachten können: klassische Aktienindizes mit einem relativ hohen Gewicht an "Old Economy"-Titeln (ATX, Dow Jones, MOEX) legen mehr oder weniger kräftig zu, während der vor Technologie-Giganten strotzende Nasdaq 100 ordentlich Federn lassen muss. Damit bleibt die Mehrzahl der Aktienindizes auf oder in der Nähe von ihren Höchstständen.

Obwohl die aktuell im Gang befindliche Unternehmens-Berichtssaison ganz hervorragend verläuft und insbesondere in den USA eine Rekordzahl an "positiven Überraschungen" mit sich bringt sowie die Erwartungen an die Gewinne für das Gesamtjahr 2021 weiter anstachelt (wir haben im letzten Marktausblick ganz ausführlich dazu berichtet), verbleiben die Bewertungskennzahlen – insbesondere in den USA – auf erhöhten Niveaus. Vielleicht sind diese Bewertungsniveaus sogar in Anbetracht der rekordtiefen Zinsniveaus irgendwie zu rechtfertigen. Doch anders als noch vor wenigen Wochen regt sich was bei den Zinsen und es scheint nicht mehr in Stein gemeißelt, dass diese auf Jahre im Bereich um die Null verweilen müssen. Die boomende Konjunktur sowie die aktuell ansteigenden Inflationsraten verleiteten die ehemalige US-Notenbankchefin und nunmehrige US-Finanzministerin Janet Yellen am letzten Dienstag ("Es könnte sein, dass die Zinsen etwas ansteigen müssen, um sicherzustellen, dass unsere Wirtschaft nicht überhitzt.") zu unvorsichtig getätigten Aussagen, welche die Anlegerschaft aufhorchen haben lassen. Später betonte sie allerdings, dass dies nichts sei, das sie erwarte oder der Fed empfehle – und die Märkte konnte dieses kräftige Zurückrudern sogar einigermaßen beruhigen. Aber schon am Donnerstag legte die US-Notenbank selbst nach und warnte vor ihrer Meinung nach "steigendem Übermut an den Börsen".

Parallel dazu sind auch die ISM Einkaufsmanagerumfragedaten einmal mehr hervorragend ausgefallen, wenngleich sie nicht mehr ganz an die sensationell hohen Niveaus vom April herankommen haben können. Egal, der Konjunkturmotor scheint auf volle Touren hochzudrehen und damit einhergehen üblicherweise auch starke Kurszuwächse an den Aktienmärkten. Soweit die Theorie – und auch die Praxis zeigt dies bis zum heutigen Tag recht eindrucksvoll. Doch was kommt danach? Um das zu klären, lohnt ein Blick auf unseren "Chart der Woche" weiter oben. Der zeigt mehr oder weniger deutlich, dass die Aktienmarktentwicklung in den sechs Monaten nach Erreichen besonders hoher ISM-Niveaus üblicherweise unterdurchschnittlich (genau genommen oft sogar negativ!) ist, während die durchschnittlich stärksten Kursentwicklungen über sechs Monate bei rezessiven ISM-Niveaus von unter 40 zu erwarten sind. Warum? Nicht unlogisch: Nach Erreichen von Niveaus zwischen 60 und 65 kann die Konjunkturstimmung eigentlich nur noch abflauen...

Zur ernüchternden Grundaussage aus unserem "Chart der Woche" kommt per 7. Mai natürlich auch das unvermeidliche "Zitat der Woche" (siehe weiter unten) dazu. Es ist nun einmal in der Tat so, dass die Aktienmärkte statistisch gesehen in den sommerlichen Monaten Mai, Juni, August und September ihre schlechteste Zeit des Jahres haben und sich genau genommen viele Jahre lang ein Ausstieg aus dem Aktienmarkt am 30. April samt Wiedereinstieg Ende September gerechnet hätte. Doch auch das ist eben alles nur Statistik, die weder das Thema Transaktionsspesen noch die Tatsache der oftmals gegen Ende des zweiten Quartals ausgezahlten Dividenden berücksichtigt.

Immerhin hat uns aber die hier beschriebene Gemengelage dazu veranlasst, auf den gegebenen hohen Indexniveaus unsere "Kauf"-Empfehlungen auf ein "Halten" zurückzuschrauben. Wichtige Konjunktur-Vorlaufindikatoren haben mittlerweile ein Niveau erreicht, bei dem ein größerer „Durchschnaufer“ nicht verwundern darf. In Kombination mit einem bereits sehr "bullishen" Sentiment und einer dann im Jahresverlauf wahrscheinlicher werdenden Debatte rund um eine Reduktion des Anleihekaufprogramms („Tapering“) dürften die Sommermonate an den Aktienmärkten unserer Meinung nach deutlich holpriger ausfallen als die ersten vier Monate dieses Jahres. Wir haben entsprechend auch unsere Aktienmarktprognosen adaptiert und sehen die wichtigsten Leitindizes im Wesentlichen auf durchschnittlich etwas schwächeren Niveaus durch den Sommer gehen, um dann wieder mit moderaten Zuwächsen ins Jahr 2022 zu starten.



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    Obwohl die aktuell im Gang befindliche Unternehmens-Berichtssaison ganz hervorragend verläuft und insbesondere in den USA eine Rekordzahl an "positiven Überraschungen" mit sich bringt sowie die Erwartungen an die Gewinne für das Gesamtjahr 2021 weiter anstachelt (wir haben im letzten Marktausblick ganz ausführlich dazu berichtet), verbleiben die Bewertungskennzahlen – insbesondere in den USA – auf erhöhten Niveaus. Vielleicht sind diese Bewertungsniveaus sogar in Anbetracht der rekordtiefen Zinsniveaus irgendwie zu rechtfertigen. Doch anders als noch vor wenigen Wochen regt sich was bei den Zinsen und es scheint nicht mehr in Stein gemeißelt, dass diese auf Jahre im Bereich um die Null verweilen müssen. Die boomende Konjunktur sowie die aktuell ansteigenden Inflationsraten verleiteten die ehemalige US-Notenbankchefin und nunmehrige US-Finanzministerin Janet Yellen am letzten Dienstag ("Es könnte sein, dass die Zinsen etwas ansteigen müssen, um sicherzustellen, dass unsere Wirtschaft nicht überhitzt.") zu unvorsichtig getätigten Aussagen, welche die Anlegerschaft aufhorchen haben lassen. Später betonte sie allerdings, dass dies nichts sei, das sie erwarte oder der Fed empfehle – und die Märkte konnte dieses kräftige Zurückrudern sogar einigermaßen beruhigen. Aber schon am Donnerstag legte die US-Notenbank selbst nach und warnte vor ihrer Meinung nach "steigendem Übermut an den Börsen".

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